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Dienstag, 10. April 2007
Interview mit Keíth Smith - zum Thema Hausgemeinden in Deutschland
risced, 15:37h
Interviewer Richard Schutty, Hausgemeinde in Essen, Dinnendahlstrasse, am 23.03.07
(Video 90 mb/ 24 min)
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Freitag, 6. April 2007
Zum Passahfest Hilfsgüter und das Evangelium in Israel
risced, 19:49h
Johi zeigt auf ihrem Blog ein Bild und Video über die Aktion, die nicht ungefährlich ist: Johis Blog

Wenn du auf das Banner klickst, öffnet sich die Seite von Josef und Nurit und "The gate of the valley one of Zion"

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Freitag, 30. März 2007
Gedanken über Hauskirchen und eine kommende Ausgießung des Heiligen Geistes
risced, 14:56h
von Maurice Smith
Zunächst führt der Autor aus, wie in den letzten drei Jahrhunderten Gott immer wieder Ausgießungen des Heiligen Geistes gab, um die Gemeinden zu erneuern. Immer hatte es zu tun mit einer Hilflosigkeit der Christen und einer Bewegung der Buße.
Er meint, dass wir uns in der westlichen Welt wieder an einem solchen Punkt befinden. Es sei notwendig, die eigenen Gemeindeprogramme zu beenden und in bußfertiger Haltung Gottes Agenda für uns anzunehmen.
Abschließend betont er besonders:
“Es ist gut, wenn wir in all dem die Bedeutung der Hauskirchen- Netzwerke erkennen. Die kommende Ausgießung des Heiligen Geistes ist eine Bewegung des Geistes Gottes, die von „Haus zu Haus“ geht, so wie es in Apostelgeschichte 2-4 zu lesen ist. Die Frage ist, bewegen wir uns schon von Haus zu Haus? Vernetzen wir uns und erzählen den anderen Hausgemeinden was Gott bei uns tut, damit sie informiert und ermutigt werden?
Warum ist das wichtig? Weil es möglich ist, dass viele Leute und viele Hausgemeinden die kommende Bewegung Gottes wegen Isolation und Unbußfertigkeit verpassen könnten.
Wie sieht es bei dir aus? Einer meiner prophetisch begabten Freunde, der schon seit mehreren Jahren intensiv betet, um sich vorzubereiten, hörte direkt vom Herrn: „Viele werden berührt, aber nur wenige werden voll hineinsteigen“.
Das macht mir Angst, denn das könnte auch bei uns in der Hauskirchenbewegung so geschehen. Eine andere prophetische Person der ich vertraue, hatte einen Traum, wo sie und ihr Ehemann in einem Flughafen versuchten ein Flugzeug zu bekommen. Sie wurden auf einen falschen Weg geführt und kamen in Verwirrung. Als sie endlich den Abflugbereich erreichten, startete das Flugzeug ohne sie. Mit Tränen in den Augen erwachte sie.
Die Botschaft war deutlich, eine Warnung für sie und für alle, die Ohren zum Hören haben. Es ist möglich, die kommende Bewegung zu verpassen. Was können wir dann als Entschuldigung bringen. Ich hoffe, du wirst nicht gegen Vernetzung mit anderen Hausgemeinden sein, um den Fluß zu erleben, der von Hausgemeinde zu Hausgemeinde fließen wird.
übertragen von house2house und übersetzt von Richard Schutty
Originally Published in the Parousia Weekly Update Letter For The Week of March 16, 2007 – by Maurice Smith newsletter@parousianetwork.org
Zunächst führt der Autor aus, wie in den letzten drei Jahrhunderten Gott immer wieder Ausgießungen des Heiligen Geistes gab, um die Gemeinden zu erneuern. Immer hatte es zu tun mit einer Hilflosigkeit der Christen und einer Bewegung der Buße.
Er meint, dass wir uns in der westlichen Welt wieder an einem solchen Punkt befinden. Es sei notwendig, die eigenen Gemeindeprogramme zu beenden und in bußfertiger Haltung Gottes Agenda für uns anzunehmen.
Abschließend betont er besonders:
“Es ist gut, wenn wir in all dem die Bedeutung der Hauskirchen- Netzwerke erkennen. Die kommende Ausgießung des Heiligen Geistes ist eine Bewegung des Geistes Gottes, die von „Haus zu Haus“ geht, so wie es in Apostelgeschichte 2-4 zu lesen ist. Die Frage ist, bewegen wir uns schon von Haus zu Haus? Vernetzen wir uns und erzählen den anderen Hausgemeinden was Gott bei uns tut, damit sie informiert und ermutigt werden?
Warum ist das wichtig? Weil es möglich ist, dass viele Leute und viele Hausgemeinden die kommende Bewegung Gottes wegen Isolation und Unbußfertigkeit verpassen könnten.
Wie sieht es bei dir aus? Einer meiner prophetisch begabten Freunde, der schon seit mehreren Jahren intensiv betet, um sich vorzubereiten, hörte direkt vom Herrn: „Viele werden berührt, aber nur wenige werden voll hineinsteigen“.
Das macht mir Angst, denn das könnte auch bei uns in der Hauskirchenbewegung so geschehen. Eine andere prophetische Person der ich vertraue, hatte einen Traum, wo sie und ihr Ehemann in einem Flughafen versuchten ein Flugzeug zu bekommen. Sie wurden auf einen falschen Weg geführt und kamen in Verwirrung. Als sie endlich den Abflugbereich erreichten, startete das Flugzeug ohne sie. Mit Tränen in den Augen erwachte sie.
Die Botschaft war deutlich, eine Warnung für sie und für alle, die Ohren zum Hören haben. Es ist möglich, die kommende Bewegung zu verpassen. Was können wir dann als Entschuldigung bringen. Ich hoffe, du wirst nicht gegen Vernetzung mit anderen Hausgemeinden sein, um den Fluß zu erleben, der von Hausgemeinde zu Hausgemeinde fließen wird.
übertragen von house2house und übersetzt von Richard Schutty
Originally Published in the Parousia Weekly Update Letter For The Week of March 16, 2007 – by Maurice Smith newsletter@parousianetwork.org
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Our Vision: Floyd and Sally McClung in Südafrika
risced, 02:38h
Floyd und Sally (siehe Blog unter "andere blogs") gehören seit mehr als 25 Jahren zu Jugend mit Einer Mission (YWAM). Sie lebten in Kabul, in Amsterdam, in Deutschland, Österreich und Amerika und sind jetzt wieder in Pionierarbeit in Südafrika. Ihr Statement hat mich begeistert, wenn ein Leser möchte, dass ich es übersetze, dann werd ich es tun.
Hier der Text:
"We are focused on “simple church” but not to the exclusion of the rest of the body of Christ. We are excited about small, simple churches because God’s spirit is moving through them to touch Africa with a new expression of the kingdom. The tremendous explosion of church planting movements worldwide has caught our attention. There is no more significant factor in the growth of the church around the globe than the re-discovery of the power of small, simple, easily reproducible churches. God is breathing on this form of church, and therefore, we believe we should pay attention to what He is doing and work with Him.
The principles that make small, simple churches work well help individuals grow spiritually. They produce ownership, accountability, spontaneity, involvement, responsibility and growth in people’s lives. Simple church practices call African leaders to a new level of personal accountability and a new style of leading. This way of doing church is not glamorous or easy, but it is right. It functions well if those who do it spend time daily with Jesus, invest their lives by discipling a few people at a time, and share Jesus with those they live and work with.
This approach to mission is based on four assumptions about the kingdom of God.
- Holistic versus dualistic spirituality
- Apostolic versus hierarchical leadership
- Incarnational versus attractional mission
- Simple versus institutional church
Hier der Text:
"We are focused on “simple church” but not to the exclusion of the rest of the body of Christ. We are excited about small, simple churches because God’s spirit is moving through them to touch Africa with a new expression of the kingdom. The tremendous explosion of church planting movements worldwide has caught our attention. There is no more significant factor in the growth of the church around the globe than the re-discovery of the power of small, simple, easily reproducible churches. God is breathing on this form of church, and therefore, we believe we should pay attention to what He is doing and work with Him.
The principles that make small, simple churches work well help individuals grow spiritually. They produce ownership, accountability, spontaneity, involvement, responsibility and growth in people’s lives. Simple church practices call African leaders to a new level of personal accountability and a new style of leading. This way of doing church is not glamorous or easy, but it is right. It functions well if those who do it spend time daily with Jesus, invest their lives by discipling a few people at a time, and share Jesus with those they live and work with.
This approach to mission is based on four assumptions about the kingdom of God.
- Holistic versus dualistic spirituality
- Apostolic versus hierarchical leadership
- Incarnational versus attractional mission
- Simple versus institutional church
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Donnerstag, 29. März 2007
Das Diotrephes- Syndrom
risced, 14:38h
Johannes, der Jünger Jesu lebte Mitte bis Ende des 1. Jahrhunderts in Ephesus und schrieb dort einen Brief, den wir als den 3. Johannesbrief kennen.
Er stammt etwa aus dem Jahre 90 n. Chr. und soll die Aufnahme des reisenden Dieners Demetrius sicherstellen. Johannes wandte sich dabei an Gajus, da dieser durch seine Liebe zur Wahrheit und zur Gastfreundschaft in der Gemeinde bekannt war. Damals war es üblich, dass Apostel, Propheten, Evangelisten und Lehrer umherzogen und die Gemeinden der römischen Welt besuchten, um ihnen mit dem Evangelium zu dienen. Demetrius war einer dieser „Wanderprediger“, der bald kommen wollte. Dazu gab ihm Johannes ein Empfehlungsschreiben für Gajus mit, das uns heute in Form dieses Briefes vorliegt.
Diotrephes und Gajus waren gleichberechtigte Älteste in der Gemeinde, doch traten sie in ihrer Einstellung und in ihrem Verhalten recht unterschiedlich auf. Gajus pflegte eine gute Beziehung zu dem Apostel Johannes und war offen für dessen Rat und Hilfe. Er gewährte gerne Gastfreundschaft und nahm die reisenden Dienste wohlwollend auf. Während Diotrephes den Einfluss des Apostels blockieren wollte und kein Interesse an den Diensten hatte. Vermutlich gab es noch einen anderen Brief, den Diotrephes verschwinden ließ, deshalb gibt er diesen Biref Demetrius als Empfehlungsschreiben mit und richtet es direkt an Gajus und an die Gemeinde.
In dem Schreiben wird deutlich, dass Diotrephes die Gemeinde dominieren und allein Autorität über sie ausüben wollte, so lesen wir „Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der erste sein will, nimmt uns nicht an“.
Schon in der Vergangenheit hatte dieser Älteste den reisenden Diensten den Eintritt in die Gemeinde verwehrt. Wahrscheinlich hatte er Angst, seine Autoritätsstellung nicht weiter ausbauen zu können, denn er wollte in Zukunft die Geschicke der Gemeinde alleine lenken. Die reisenden Dienste waren eine Herausforderung gegenüber der Stellung, die Diotrephes einnahm und auch behalten wollte. Deshalb konnte er sie nicht dulden.
Die meisten christlichen Versammlungen wurden in dieser Zeit immer noch von einer Gruppe von Ältesten geleitet. Der „monarchische Episkopat“, ein Leiter, der als Autorität über den Ältesten stand (Bischof - Priester - Pastor) hatte sich noch nicht durchgesetzt. Doch schon waren die ersten Vorboten zu erkennen. Durchsetzen konnte sich diese erste Leiterhierarchie in den Gemeinden erst ab ca. 100 n. Chr, nach dem die letzten Apostel des Herrn (Jesu Jünger) gestorben waren. Die umherreisenden Prediger hatten es dann immer schwerer, von den erstarkten Bischöfen der Gemeinden akzeptiert zu werden. (siehe Artikel hier „Antiochien, die erste heidenchristliche Gemeinde in Syrien“)
Der Apostel Johannes blieb dem Beispiel Jesu treu und versuchte die geistgeleitete Dienststruktur der Gemeinde zu bewahren. Das einzige Schutzmittel, welches er anwandte, war der Hinweis auf die Wahrheit, die in der Sendung der Arbeiter deutlich wird. Die Bevollmächtigung eines Diener Gottes beruhte einzig und allein in ihr. Es gab keine andere Bevollmächtigung, durch welche die Sendung solcher Prediger bestätigt worden wäre.
Leider wurde auch hier später die „Apostolische Sukzession“ eingeführt, um die Bevollmächtigung und Nachfolge durch Kirchengesetze zu regeln und durch Ordination von Priester zu Priester weiterzugeben. Das bedeutete das Aus der geistgewirkten Gemeindestruktur.
Die Frage, ob reisende Dienste aufgenommen oder nicht aufgenommen werden sollten, fand ihre Beantwortung einzig und allein in der Lehre, die sie brachten. Der Apostel wandte kein anderes Mittel an, um die Berechtigung ihrer Sendung zu prüfen. Die Wahrheit selbst sollte der einzige Prüfstein für solche sein, die sich als Diener des Herrn bekennen. Wenn die Apostel es unternommen hätten, Prediger des Wortes zu bevollmächtigen und offiziell auszusenden, oder wenn sie einen Ausschuss damit beauftragt hätten, solche zu ordinieren, hätten sie in das souveräne Handeln des Heiligen Geistes eingegriffen. (Siehe Apg. 13.1-2)
Aber genau das versuchte Diotrephes eigenmächtig zu blockieren. Die Wahrheit der Botschaft und die Liebe in Form der Gastfreundschaft waren ihm nicht wichtig. Es ging ihm in erster Linie um die eigene Autorität und um seinen Einfluss in der Versammlung. Um seine Stellung zu verteidigen, wies er sogar den Apostel an, und lehnte die Brüder ab, die in der Versammlung dienen wollten. Er hatte seine eigene Vorstellung, wie die Gemeinde „gebaut werden“ sollte und maßte sich an, ohne die Dienste aus Eph. 4,11 arbeiten zu können. Damit wurde er zu einem Symbol für die spätere institutionelle Kirchenhierarchie und für das langsame Aussterben der reisenden Dienste, die im Epheserbrief benannt werden.
Ric
Er stammt etwa aus dem Jahre 90 n. Chr. und soll die Aufnahme des reisenden Dieners Demetrius sicherstellen. Johannes wandte sich dabei an Gajus, da dieser durch seine Liebe zur Wahrheit und zur Gastfreundschaft in der Gemeinde bekannt war. Damals war es üblich, dass Apostel, Propheten, Evangelisten und Lehrer umherzogen und die Gemeinden der römischen Welt besuchten, um ihnen mit dem Evangelium zu dienen. Demetrius war einer dieser „Wanderprediger“, der bald kommen wollte. Dazu gab ihm Johannes ein Empfehlungsschreiben für Gajus mit, das uns heute in Form dieses Briefes vorliegt.
Diotrephes und Gajus waren gleichberechtigte Älteste in der Gemeinde, doch traten sie in ihrer Einstellung und in ihrem Verhalten recht unterschiedlich auf. Gajus pflegte eine gute Beziehung zu dem Apostel Johannes und war offen für dessen Rat und Hilfe. Er gewährte gerne Gastfreundschaft und nahm die reisenden Dienste wohlwollend auf. Während Diotrephes den Einfluss des Apostels blockieren wollte und kein Interesse an den Diensten hatte. Vermutlich gab es noch einen anderen Brief, den Diotrephes verschwinden ließ, deshalb gibt er diesen Biref Demetrius als Empfehlungsschreiben mit und richtet es direkt an Gajus und an die Gemeinde.
In dem Schreiben wird deutlich, dass Diotrephes die Gemeinde dominieren und allein Autorität über sie ausüben wollte, so lesen wir „Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der erste sein will, nimmt uns nicht an“.
Schon in der Vergangenheit hatte dieser Älteste den reisenden Diensten den Eintritt in die Gemeinde verwehrt. Wahrscheinlich hatte er Angst, seine Autoritätsstellung nicht weiter ausbauen zu können, denn er wollte in Zukunft die Geschicke der Gemeinde alleine lenken. Die reisenden Dienste waren eine Herausforderung gegenüber der Stellung, die Diotrephes einnahm und auch behalten wollte. Deshalb konnte er sie nicht dulden.
Die meisten christlichen Versammlungen wurden in dieser Zeit immer noch von einer Gruppe von Ältesten geleitet. Der „monarchische Episkopat“, ein Leiter, der als Autorität über den Ältesten stand (Bischof - Priester - Pastor) hatte sich noch nicht durchgesetzt. Doch schon waren die ersten Vorboten zu erkennen. Durchsetzen konnte sich diese erste Leiterhierarchie in den Gemeinden erst ab ca. 100 n. Chr, nach dem die letzten Apostel des Herrn (Jesu Jünger) gestorben waren. Die umherreisenden Prediger hatten es dann immer schwerer, von den erstarkten Bischöfen der Gemeinden akzeptiert zu werden. (siehe Artikel hier „Antiochien, die erste heidenchristliche Gemeinde in Syrien“)
Der Apostel Johannes blieb dem Beispiel Jesu treu und versuchte die geistgeleitete Dienststruktur der Gemeinde zu bewahren. Das einzige Schutzmittel, welches er anwandte, war der Hinweis auf die Wahrheit, die in der Sendung der Arbeiter deutlich wird. Die Bevollmächtigung eines Diener Gottes beruhte einzig und allein in ihr. Es gab keine andere Bevollmächtigung, durch welche die Sendung solcher Prediger bestätigt worden wäre.
Leider wurde auch hier später die „Apostolische Sukzession“ eingeführt, um die Bevollmächtigung und Nachfolge durch Kirchengesetze zu regeln und durch Ordination von Priester zu Priester weiterzugeben. Das bedeutete das Aus der geistgewirkten Gemeindestruktur.
Die Frage, ob reisende Dienste aufgenommen oder nicht aufgenommen werden sollten, fand ihre Beantwortung einzig und allein in der Lehre, die sie brachten. Der Apostel wandte kein anderes Mittel an, um die Berechtigung ihrer Sendung zu prüfen. Die Wahrheit selbst sollte der einzige Prüfstein für solche sein, die sich als Diener des Herrn bekennen. Wenn die Apostel es unternommen hätten, Prediger des Wortes zu bevollmächtigen und offiziell auszusenden, oder wenn sie einen Ausschuss damit beauftragt hätten, solche zu ordinieren, hätten sie in das souveräne Handeln des Heiligen Geistes eingegriffen. (Siehe Apg. 13.1-2)
Aber genau das versuchte Diotrephes eigenmächtig zu blockieren. Die Wahrheit der Botschaft und die Liebe in Form der Gastfreundschaft waren ihm nicht wichtig. Es ging ihm in erster Linie um die eigene Autorität und um seinen Einfluss in der Versammlung. Um seine Stellung zu verteidigen, wies er sogar den Apostel an, und lehnte die Brüder ab, die in der Versammlung dienen wollten. Er hatte seine eigene Vorstellung, wie die Gemeinde „gebaut werden“ sollte und maßte sich an, ohne die Dienste aus Eph. 4,11 arbeiten zu können. Damit wurde er zu einem Symbol für die spätere institutionelle Kirchenhierarchie und für das langsame Aussterben der reisenden Dienste, die im Epheserbrief benannt werden.
Ric
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Montag, 26. März 2007
Keith Smith: "Lokale und mobile Dienste und ihre Bedeutung in der Vernetzung der Hausgemeinden"
risced, 17:40h
Der Dienst und die Vernetzung in der Hausgemeinde
Eindruck/ Bild nach dem Lobpreis:
1. „Wenn der Herr das Haus nicht baut, bauen die Bauleute umsonst“. 2. „Ein Feuerring“ - Interpretation: Aus Sacharja, da heißt es, Jerusalem soll keine Mauer haben, wegen der Menge an Leute in ihr. Gott Selbst wird eine feurige Mauer um sie sein. (Sacharja 2,8-9)
Keith: Gott kennt nur eine Gemeinde in der Stadt und das ist seine Gemeinde, bestehend aus allen Gemeinden und Hausgemeinden. Gott kann eine Art Ältestenschaft in der Stadt zusammenbringen, die Verantwortung für die Stadtgemeinde übernehmen.
1. Wir bauen Mauern um unsere Gemeinde herum, aber wir selbst sollen auch keine Mauern um uns herum bauen, weder um unsere Hausgemeinde, zur Abgrenzung von den anderen Gemeinden in der Stadt, noch um unsere eigene Person innerhalb unserer Hausgemeinde. Gott ist unser Schutz und wir sollen die Beziehungen untereinander pflegen und aufbauen.
hier gehts weiter... und Kommentare
Eindruck/ Bild nach dem Lobpreis:
1. „Wenn der Herr das Haus nicht baut, bauen die Bauleute umsonst“. 2. „Ein Feuerring“ - Interpretation: Aus Sacharja, da heißt es, Jerusalem soll keine Mauer haben, wegen der Menge an Leute in ihr. Gott Selbst wird eine feurige Mauer um sie sein. (Sacharja 2,8-9)
Keith: Gott kennt nur eine Gemeinde in der Stadt und das ist seine Gemeinde, bestehend aus allen Gemeinden und Hausgemeinden. Gott kann eine Art Ältestenschaft in der Stadt zusammenbringen, die Verantwortung für die Stadtgemeinde übernehmen.
1. Wir bauen Mauern um unsere Gemeinde herum, aber wir selbst sollen auch keine Mauern um uns herum bauen, weder um unsere Hausgemeinde, zur Abgrenzung von den anderen Gemeinden in der Stadt, noch um unsere eigene Person innerhalb unserer Hausgemeinde. Gott ist unser Schutz und wir sollen die Beziehungen untereinander pflegen und aufbauen.
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Mittwoch, 21. März 2007
Leiten durch Überzeugen IV
charly-l, 16:57h
Hingabe statt Verbindlichkeit
Jeder der regelmäßige Treffen wie Hausgemeindeabende organisiert kennt die Situation: Wenn überhaupt melden sich manche Leute kurz vor dem Treffen aus verschiedensten Gründen ab. Sie kommen nicht zu dem Treffen. Ihre Gründe sind so manchesmal für die Leiter kaum oder gar nicht nachvollziehbar. Frust baut sich auf und dem Leiter kommt die Frage in den Sinn: „Wozu mache ich das eigentlich alles?"
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Jeder der regelmäßige Treffen wie Hausgemeindeabende organisiert kennt die Situation: Wenn überhaupt melden sich manche Leute kurz vor dem Treffen aus verschiedensten Gründen ab. Sie kommen nicht zu dem Treffen. Ihre Gründe sind so manchesmal für die Leiter kaum oder gar nicht nachvollziehbar. Frust baut sich auf und dem Leiter kommt die Frage in den Sinn: „Wozu mache ich das eigentlich alles?"
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Antiochien die erste heidenchristliche Gemeinde in Syrien (2)
risced, 01:01h
In der Gemeinde in Antiochien gab es eine der bekanntesten Kirchenpersön- lichkeiten der Antike, Ignatius von Antiochien, der zu einem der wichtigsten Wegbereiter der instituionellen Kirche (Syrisch- Orthodoxe Kirche, Katholische Kirche, Anglikanische Kirche) wurde. Er war der starke Initiator der frühen dogmatischen Festlegung der Gemeinden des Ostens. Ab etwa 68 n. Chr. war Ignatius (Beiname Theophoros =„der Gott im Herzen trägt“) Bischof der Gemeinde. Man sagt, dass er ein Schüler des Johannes gewesen sei und nach Euodios, als 3. Bischof die Gemeinde von Antiochien leitete. Auf seiner Reise nach Rom, wo er etwa 107 n.Chr. im Tierkampf den Märtyrertod starb, warnte er abschließend in sieben Briefen, den "Ignatien" eindringlich vor Irrlehren und ermahnte die angeschriebenen Gemeinden zu apostolischer Einheit unter dem Bischof.
Mit der Betonung der bischöflichen Autorität als einem „monarchischen Episkopat“ hatte er die organisatorischen Fundamente der jungen Kirche gefestigt. Als erster erhob er das Bischofsamt vollends als besonderes Aufseheramt aus dem Presbyterkollegium heraus. Er forderte für den Bischof alle Autorität in Lehr- und Ordnungsfragen und die Unterwerfung der Diakone und Laien unter die kirchliche Autorität. Er lehrte: "Wer den Bischof ehrt, wird von Gott geehrt; wer ohne den Bischof etwas tut, dient dem Teufel“.
In seiner„Urbild-Abbild- Theorie“ machte er den Bischof zum Mittler zwischen Gott und der Gemeinde: "Es ist klar, dass man den Bischof wie den Herrn selbst ansehen muss."
Auch die Abendmahlsliturgie als Eucharistiefeier bekam damals einen besonderen Stellenwert, nur der Bischof durfte sie zelebrieren, als ein Antiserum gegen die Sünde.
Zusammen mit Clemens von Rom prägte er auch die so genannte „Apostolische Sukzession“. 95 n.Chr. betonte dieser in seinem Brief an die Gemeinden von Korinth, die Unabsetzbarkeit der Presbyter und Episkopen. Sie seien die von den Aposteln eingesetzten, rechtmäßigen Nachfolger im Amt, die ihrerseits wieder die Autorität besitzen, ihre eigenen Nachfolger einsetzen zu können. Diese Praxis der automatischen Nachfolgeregelung kannte man bis dahin nur im Alten Testament – jetzt war diese Tradition wieder da.
Durch die Bischöfe als eine „Klasse“, die über den Ältesten und Diakonen stand, entstand ein neues Priesteramt mit zentralisierter Verantwortung wie im Alten Testament. Auch die Form des Abendmahls als magisch-mystische Feier brachte den Opferdienst nach alttestamentlichen Vorstellungen wieder in Erinnerung. Es fehlte nur noch der Tempelcharakter des christlichen Versammlungsraumes.
Ignatius' Lehren trugen entscheidend zur Herausbildung des Gegensatzes zwischen Laientum und Klerus bei und schufen entscheidende Grundlagen für die zukünftige Gemeinde als eine kirchliche Institution mit Hierarchien und Kirchenrecht, wie wir sie noch heute kennen.
Fortsetzung folgt.
Ric
Mit der Betonung der bischöflichen Autorität als einem „monarchischen Episkopat“ hatte er die organisatorischen Fundamente der jungen Kirche gefestigt. Als erster erhob er das Bischofsamt vollends als besonderes Aufseheramt aus dem Presbyterkollegium heraus. Er forderte für den Bischof alle Autorität in Lehr- und Ordnungsfragen und die Unterwerfung der Diakone und Laien unter die kirchliche Autorität. Er lehrte: "Wer den Bischof ehrt, wird von Gott geehrt; wer ohne den Bischof etwas tut, dient dem Teufel“.
In seiner„Urbild-Abbild- Theorie“ machte er den Bischof zum Mittler zwischen Gott und der Gemeinde: "Es ist klar, dass man den Bischof wie den Herrn selbst ansehen muss."
Auch die Abendmahlsliturgie als Eucharistiefeier bekam damals einen besonderen Stellenwert, nur der Bischof durfte sie zelebrieren, als ein Antiserum gegen die Sünde.
Zusammen mit Clemens von Rom prägte er auch die so genannte „Apostolische Sukzession“. 95 n.Chr. betonte dieser in seinem Brief an die Gemeinden von Korinth, die Unabsetzbarkeit der Presbyter und Episkopen. Sie seien die von den Aposteln eingesetzten, rechtmäßigen Nachfolger im Amt, die ihrerseits wieder die Autorität besitzen, ihre eigenen Nachfolger einsetzen zu können. Diese Praxis der automatischen Nachfolgeregelung kannte man bis dahin nur im Alten Testament – jetzt war diese Tradition wieder da.
Durch die Bischöfe als eine „Klasse“, die über den Ältesten und Diakonen stand, entstand ein neues Priesteramt mit zentralisierter Verantwortung wie im Alten Testament. Auch die Form des Abendmahls als magisch-mystische Feier brachte den Opferdienst nach alttestamentlichen Vorstellungen wieder in Erinnerung. Es fehlte nur noch der Tempelcharakter des christlichen Versammlungsraumes.
Ignatius' Lehren trugen entscheidend zur Herausbildung des Gegensatzes zwischen Laientum und Klerus bei und schufen entscheidende Grundlagen für die zukünftige Gemeinde als eine kirchliche Institution mit Hierarchien und Kirchenrecht, wie wir sie noch heute kennen.
Fortsetzung folgt.
Ric
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Dienstag, 20. März 2007
Antiochien die erste heidenchristliche Gemeinde in Syrien (1)
risced, 15:08h
„Es waren aber unter ihnen einige Männer von Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, auch zu den Griechen redeten, indem sie das Evangelium von dem Herrn Jesus verkündigten. Und des Herrn Hand war mit ihnen, und eine große Zahl glaubte und bekehrte sich zum Herrn….
Es geschah ihnen (Paulus und Barnabas) aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und daß die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.“ (Apg.11,20.21.26)
Die Stadt Antiochien in Syrien, etwa 500 km nördlich von Jerusalem gelegen, war im ersten nachchristlichen Jahrhundert ein Zentrum griechisch- römischer Kultur. Sie war vom Hellenismus geprägt und beherbergte verschiedene philosophische und wissenschaftliche Schulen, die Einfluss im ganzen römischen Reich hatten. Als Hafenstadt war sie wichtigster Handelsplatz der Region und zog Reichtum und Menschen an. Neben Rom und Alexandria war Antiochien die drittgrößte Stadt im Reich und bildete eine bedeutende Brücke zwischen Ost und West. Zur Zeit des Paulus mag es dort bis zu 200 000 Einwohner gegeben haben.
Die Entstehung der christlichen Gemeinde in Antiochien ist zurückzuführen auf einige aus Jerusalem, nach der Steinigung des Stefanus, vertriebene hellenistische Christen um (40 n.Chr.). Sie erkündeten dort den Heiden das Evangelium, was auf sehr fruchtbaren Boden fiel. Die Jerusalemer Gemeinde sah sich verantwortlich für die jungen Christen und entsandte etwa 45 n.Chr. Barnabas als Hilfe (Apg.11,22). Dieser holte bald Paulus, der inzwischen in Tarsus lebte und war mit ihm etwa ein Jahr in der Gemeinde tätig. Mit großem Eifer lehrten sie die Jünger im Glauben und legten ein gutes Fundament.
Mit der Festigung der Gemeinde in Antiochien begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Christenheit. Hier wurden die Gläubigen zum ersten Mal Christen genannt. Die Jerusalemer Gemeinde konnte bis zu ihrer Vertreibung niemals das Stigma loswerden, eine jüdische Sekte zu sein. Hier im heidnischen Syrien war die jüdische Frömmigkeit nur eine von vielen religiösen Richtungen, sodass die Gemeinde von Anfang an eine eigenständige Identität entwickeln konnte. Sie wurde zum neuen Zentrum der Christen im Osten und entwickelte sich zu einer Art Missionsbasis für die damalige Welt.
In der Bibel wird nicht erwähnt, ob es in der Gemeinde Älteste gab, die Gemeindestruktur schien dem Schreiber offensichtlich nicht wichtig gewesen zu sein. In Apg.13,1-2 werden Propheten und Lehrern erwähnt, ob sie die verantwortlichen Leiter der Gemeinde waren ist nicht klar. Vielleicht gehörten Barnabas und Paulus zum Leitungskreis der Gemeinde, jedoch wurden sie schon etwa 46 n.Chr. vom Heiligen Geist als Apostel zum Missionsdienst ausgesandt und verließen die Gemeinde.
Fortsetzung folgt.
Ric
Es geschah ihnen (Paulus und Barnabas) aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und daß die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.“ (Apg.11,20.21.26)
Die Stadt Antiochien in Syrien, etwa 500 km nördlich von Jerusalem gelegen, war im ersten nachchristlichen Jahrhundert ein Zentrum griechisch- römischer Kultur. Sie war vom Hellenismus geprägt und beherbergte verschiedene philosophische und wissenschaftliche Schulen, die Einfluss im ganzen römischen Reich hatten. Als Hafenstadt war sie wichtigster Handelsplatz der Region und zog Reichtum und Menschen an. Neben Rom und Alexandria war Antiochien die drittgrößte Stadt im Reich und bildete eine bedeutende Brücke zwischen Ost und West. Zur Zeit des Paulus mag es dort bis zu 200 000 Einwohner gegeben haben.
Die Entstehung der christlichen Gemeinde in Antiochien ist zurückzuführen auf einige aus Jerusalem, nach der Steinigung des Stefanus, vertriebene hellenistische Christen um (40 n.Chr.). Sie erkündeten dort den Heiden das Evangelium, was auf sehr fruchtbaren Boden fiel. Die Jerusalemer Gemeinde sah sich verantwortlich für die jungen Christen und entsandte etwa 45 n.Chr. Barnabas als Hilfe (Apg.11,22). Dieser holte bald Paulus, der inzwischen in Tarsus lebte und war mit ihm etwa ein Jahr in der Gemeinde tätig. Mit großem Eifer lehrten sie die Jünger im Glauben und legten ein gutes Fundament.
Mit der Festigung der Gemeinde in Antiochien begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Christenheit. Hier wurden die Gläubigen zum ersten Mal Christen genannt. Die Jerusalemer Gemeinde konnte bis zu ihrer Vertreibung niemals das Stigma loswerden, eine jüdische Sekte zu sein. Hier im heidnischen Syrien war die jüdische Frömmigkeit nur eine von vielen religiösen Richtungen, sodass die Gemeinde von Anfang an eine eigenständige Identität entwickeln konnte. Sie wurde zum neuen Zentrum der Christen im Osten und entwickelte sich zu einer Art Missionsbasis für die damalige Welt.
In der Bibel wird nicht erwähnt, ob es in der Gemeinde Älteste gab, die Gemeindestruktur schien dem Schreiber offensichtlich nicht wichtig gewesen zu sein. In Apg.13,1-2 werden Propheten und Lehrern erwähnt, ob sie die verantwortlichen Leiter der Gemeinde waren ist nicht klar. Vielleicht gehörten Barnabas und Paulus zum Leitungskreis der Gemeinde, jedoch wurden sie schon etwa 46 n.Chr. vom Heiligen Geist als Apostel zum Missionsdienst ausgesandt und verließen die Gemeinde.
Fortsetzung folgt.
Ric
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Montag, 19. März 2007
Was in Rom im 1. Jhdt. so los war (Teil 3)
risced, 12:07h
Nur drei Jahrzehnte nach dem Tode des Paulus, um ca. 100 n.Chr. begann eine ernsthafte Auseinandersetzung um die Struktur der Gemeinde in Rom. Zwei gegensätzliche Vorstellungen entstanden, die sich später konträr gegenüber stehen sollten. Zwei wichtige Personen der römischen Hausgemeinden werden damit in Verbindung gebracht.
Die eine war Clemens, der später von der Katholischen Kirche als 3. Papst deklariert wurde. Er war ein jüdischer, freigelassener Sklave, aus der Dienerschaft des späteren Märtyrers Titus Flavius Clemens, eines Vetters des Kaisers Domitian. Durch ihn bekehrten sich führende Angehörige des römischen Adels und des Kaiserhauses zum Christentum. Als gebildeter und einflussreicher Leiter, der selbst einer größeren Hausgemeinde vorstand, erlangte er großes Ansehen unter den Gemeinden der Stadt. Er nahm eine mehr kooperative Haltung zur Regierung in Rom ein und wollte dass die Gemeinde mit dessen Autoritäten in Frieden lebt.
Um etwa 100 n.Chr. schrieb er den 1. Clemensbrief an die Gemeinde in Korinth, in dem er aus seinen Erfahrungen mit der römischen Gemeinde schöpfte, um in deren Gemeindesituation hineinzusprechen. Es war ihm dabei sehr wichtig, den Frieden innerhalb der Gemeinde zu wahren, um die zerbrechliche Ruhe mit der Regierung nicht unnötig zu gefährden. Seine Anweisungen an die entfernte Gemeinde reflektieren die Situation in Rom und Clemens Vorstellung über die innere Struktur der Gemeinde. Um Uneinigkeiten und Streit unter den Gemeindeältesten zu verhindern betonte er die Wichtigkeit eines Gemeindeleiters (episkopos = Bischof), der über den Ältesten steht. In seinen Ausführungen verband er das neutestamentliche Prinzip des Haushaltsvorstandes mit den absolutistischen Autoritätsvorstellungen innerhalb der römischen Gesellschaft und betonte auch die Standesunterschiede. Es sollte der Gemeinde helfen Ordnung und Sicherheit nach innen zu wahren, um nach Außen nicht aufzufallen. Durch seinen großen Einfluss legte er mit seiner „Kirchenlehre“ den Grund für die aufwachsende Kirchenhierarchie, die später zur Institution der Katholischen Kirche führte.
Die andere Person war Hermas, ein prophetisch begabter Christ, dessen Schrift, Der Hirt des Hermas Jahrzehnte später unter den Christen in Rom ein Gegengewicht darstellte. Im Gegensatz zu Clemens war Hermas eher unscheinbar, aus niedriger sozialer Schicht stammend und hatte keine Verbindung zum kaiserlichen Hause. Auch er fand Gleichgesinnte im größeren Verband der römischen Hausgemeinden die seine prophetischen Botschaften und Korrekturen bereit aufnahmen und sich nach seinen Vorstellungen richteten. Hermas stellte die Beziehungen untereinander und das geistliche Wachstum der Gemeinde in den Vordergrund. Er rief alle, die Leiter und die „normalen Gemeindeglieder“ zur Buße auf. Ihm ging es nicht um die Wahrung von Stabilität und Gemeindeordnung, um nach Außen Frieden zu zeigen, sondern die geistliche Erkenntnis, die Umkehr und Hingabe an Gott waren sein Anliegen. Er sprach sich gegen den bedingungslosen Gehorsam gegenüber Autoritäten aus und stellte die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen in den Vordergrund. Zwar betonte er auch die besondere Verantwortung der Leiter und stellte die Wichtigkeit des Haushaltsvorstandes heraus, doch wandte er sich gegen die gängigen Herrschaftsvorstellungen der römischen Gesellschaft und gegen hierarchische Strukturen. Im Unterschied zu Clemens betonte er die charismatische Autorität, die nicht aus Tradition, sondern aus der Offenbarung kommt. Alle Gemeindeglieder, egal welchen geistlichen oder weltlichen Stand sie hatten sah er auf der selben brüderlichen Ebene. Er betonte die Souveränität des Wirkens des Heiligen Geistes in der Gemeinde. Die Reichen forderte er auf, nicht stolz zu sein, sondern sich um die Armen zu kümmern. Und alle ermahnte er zu einem Leben in Heiligkeit.
(Quellen: Geschichtsschreibung von Tertullian; James S. Jeffers. (“Conflict at Rome: Social Order and Hierarchy in Early Christianity”)
Ric
Die eine war Clemens, der später von der Katholischen Kirche als 3. Papst deklariert wurde. Er war ein jüdischer, freigelassener Sklave, aus der Dienerschaft des späteren Märtyrers Titus Flavius Clemens, eines Vetters des Kaisers Domitian. Durch ihn bekehrten sich führende Angehörige des römischen Adels und des Kaiserhauses zum Christentum. Als gebildeter und einflussreicher Leiter, der selbst einer größeren Hausgemeinde vorstand, erlangte er großes Ansehen unter den Gemeinden der Stadt. Er nahm eine mehr kooperative Haltung zur Regierung in Rom ein und wollte dass die Gemeinde mit dessen Autoritäten in Frieden lebt.
Um etwa 100 n.Chr. schrieb er den 1. Clemensbrief an die Gemeinde in Korinth, in dem er aus seinen Erfahrungen mit der römischen Gemeinde schöpfte, um in deren Gemeindesituation hineinzusprechen. Es war ihm dabei sehr wichtig, den Frieden innerhalb der Gemeinde zu wahren, um die zerbrechliche Ruhe mit der Regierung nicht unnötig zu gefährden. Seine Anweisungen an die entfernte Gemeinde reflektieren die Situation in Rom und Clemens Vorstellung über die innere Struktur der Gemeinde. Um Uneinigkeiten und Streit unter den Gemeindeältesten zu verhindern betonte er die Wichtigkeit eines Gemeindeleiters (episkopos = Bischof), der über den Ältesten steht. In seinen Ausführungen verband er das neutestamentliche Prinzip des Haushaltsvorstandes mit den absolutistischen Autoritätsvorstellungen innerhalb der römischen Gesellschaft und betonte auch die Standesunterschiede. Es sollte der Gemeinde helfen Ordnung und Sicherheit nach innen zu wahren, um nach Außen nicht aufzufallen. Durch seinen großen Einfluss legte er mit seiner „Kirchenlehre“ den Grund für die aufwachsende Kirchenhierarchie, die später zur Institution der Katholischen Kirche führte.
Die andere Person war Hermas, ein prophetisch begabter Christ, dessen Schrift, Der Hirt des Hermas Jahrzehnte später unter den Christen in Rom ein Gegengewicht darstellte. Im Gegensatz zu Clemens war Hermas eher unscheinbar, aus niedriger sozialer Schicht stammend und hatte keine Verbindung zum kaiserlichen Hause. Auch er fand Gleichgesinnte im größeren Verband der römischen Hausgemeinden die seine prophetischen Botschaften und Korrekturen bereit aufnahmen und sich nach seinen Vorstellungen richteten. Hermas stellte die Beziehungen untereinander und das geistliche Wachstum der Gemeinde in den Vordergrund. Er rief alle, die Leiter und die „normalen Gemeindeglieder“ zur Buße auf. Ihm ging es nicht um die Wahrung von Stabilität und Gemeindeordnung, um nach Außen Frieden zu zeigen, sondern die geistliche Erkenntnis, die Umkehr und Hingabe an Gott waren sein Anliegen. Er sprach sich gegen den bedingungslosen Gehorsam gegenüber Autoritäten aus und stellte die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen in den Vordergrund. Zwar betonte er auch die besondere Verantwortung der Leiter und stellte die Wichtigkeit des Haushaltsvorstandes heraus, doch wandte er sich gegen die gängigen Herrschaftsvorstellungen der römischen Gesellschaft und gegen hierarchische Strukturen. Im Unterschied zu Clemens betonte er die charismatische Autorität, die nicht aus Tradition, sondern aus der Offenbarung kommt. Alle Gemeindeglieder, egal welchen geistlichen oder weltlichen Stand sie hatten sah er auf der selben brüderlichen Ebene. Er betonte die Souveränität des Wirkens des Heiligen Geistes in der Gemeinde. Die Reichen forderte er auf, nicht stolz zu sein, sondern sich um die Armen zu kümmern. Und alle ermahnte er zu einem Leben in Heiligkeit.
(Quellen: Geschichtsschreibung von Tertullian; James S. Jeffers. (“Conflict at Rome: Social Order and Hierarchy in Early Christianity”)
Ric
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Sonntag, 18. März 2007
Was in Rom im 1. Jhdt. so los war (Teil 2)
risced, 15:48h
Paulus zählt in den beiden Bibelstellen insgesamt 6 Hausgemeinden mit ihren Leitern auf und insgesamt 24 Einzelpersonen, die in der Formulierung nicht zu einer Hausgemeinde zugeordnet werden. Es muß sich also um eine größere Anzahl von Christen, vielleicht 100 oder 200 gehandelt haben, die Paulus in seinem Biref anspricht.
Kirchengeschichtliche Dokumente besagen, dass es um das Jahr 100 n. Chr. mehr als 25 christliche Hausversammlungen in Rom gab, die von mehreren Personen geleitet wurden. Ebenso, wie die zahlreichen jüdischen Synagogen der Stadt, waren diese nicht zentral organisiert. Die ersten Christen in Rom waren in der Regel jüdischer Herkunft und galten, wie in Jerusalem auch, als jüdische Sekte. Sowohl die Juden, als auch die Christen mussten sich entscheiden, entweder geheime Treffen zu haben, oder als registrierte Vereinigungen unter Kontrolle zu stehen – ähnlich, wie wir es heute aus China kennen.
Die Hausgemeinden wurden oft nach ihren Leitern benannt und unterstanden keiner zentralen Aufsicht. Es ist nicht belegt und absolut unwahrscheinlich, dass Petrus der Gründer der Gemeinde in Rom war, geschweige denn sie später als alleiniger Bischof beaufsichtigte. Das ist eine Erfindung der Katholischen Kirche. Es gibt auch keine geschichtlichen Belege, dass ein anderer Apostel bzw. „Bischof“ am Aufbau der Gemeinden beteiligt war, es ist vielmehr anzunehmen, dass es souveräne Hausgemeinden waren, die ohne apostolische Initiative von Außen entstanden waren und weiter wuchsen.
Wegen der Verfolgung gab es eine ständige Veränderung – bestehende Gemeinden starben weg, während neue entstanden. Die Vertreibung der Juden aus Rom unter Kaiser Claudius (49. n.Chr.) verhalf schließlich den heidenchristlichen Gemeinden in Rom zum eigenständigen Wachstum, sodass schon zur Zeit der Abfassung des Römerbriefes (ca. 55 n.Chr.) die Zahl der Heiden überwog. Unter den Vertriebenen waren Aquila und Priscilla, die in Korinth Zuflucht fanden. Paulus traf sie dort etwa 50 n. Chr., wo sie zusammen das Fundament für eine neue Stadtgemeinde legten, um dann gemeinsam nach Ephesus weiterzureisen. Nachdem auch dort eine Gemeinde entstanden war hatte sich die Lage in Rom wieder entspannt und sie konnten zurückkehren, um gleich wieder eine Gemeinde in ihrem Hause zu versammeln. Deshalb grüß Paulus auch sie in seinem Brief an die Römer.
Fortsetzung folgt
Ric
Kirchengeschichtliche Dokumente besagen, dass es um das Jahr 100 n. Chr. mehr als 25 christliche Hausversammlungen in Rom gab, die von mehreren Personen geleitet wurden. Ebenso, wie die zahlreichen jüdischen Synagogen der Stadt, waren diese nicht zentral organisiert. Die ersten Christen in Rom waren in der Regel jüdischer Herkunft und galten, wie in Jerusalem auch, als jüdische Sekte. Sowohl die Juden, als auch die Christen mussten sich entscheiden, entweder geheime Treffen zu haben, oder als registrierte Vereinigungen unter Kontrolle zu stehen – ähnlich, wie wir es heute aus China kennen.
Die Hausgemeinden wurden oft nach ihren Leitern benannt und unterstanden keiner zentralen Aufsicht. Es ist nicht belegt und absolut unwahrscheinlich, dass Petrus der Gründer der Gemeinde in Rom war, geschweige denn sie später als alleiniger Bischof beaufsichtigte. Das ist eine Erfindung der Katholischen Kirche. Es gibt auch keine geschichtlichen Belege, dass ein anderer Apostel bzw. „Bischof“ am Aufbau der Gemeinden beteiligt war, es ist vielmehr anzunehmen, dass es souveräne Hausgemeinden waren, die ohne apostolische Initiative von Außen entstanden waren und weiter wuchsen.
Wegen der Verfolgung gab es eine ständige Veränderung – bestehende Gemeinden starben weg, während neue entstanden. Die Vertreibung der Juden aus Rom unter Kaiser Claudius (49. n.Chr.) verhalf schließlich den heidenchristlichen Gemeinden in Rom zum eigenständigen Wachstum, sodass schon zur Zeit der Abfassung des Römerbriefes (ca. 55 n.Chr.) die Zahl der Heiden überwog. Unter den Vertriebenen waren Aquila und Priscilla, die in Korinth Zuflucht fanden. Paulus traf sie dort etwa 50 n. Chr., wo sie zusammen das Fundament für eine neue Stadtgemeinde legten, um dann gemeinsam nach Ephesus weiterzureisen. Nachdem auch dort eine Gemeinde entstanden war hatte sich die Lage in Rom wieder entspannt und sie konnten zurückkehren, um gleich wieder eine Gemeinde in ihrem Hause zu versammeln. Deshalb grüß Paulus auch sie in seinem Brief an die Römer.
Fortsetzung folgt
Ric
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Samstag, 17. März 2007
Was in Rom im 1. Jhdt. so los war (Teil 1)
risced, 13:41h
In Paulus` Grüße am Ende seines Briefes an die Römer lesen wir:
"Grüßt Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, ...
und die Gemeinde in ihrem Haus
.... Grüßt Epänetus, .... Grüßt Maria,.... Grüßt Andronikus und Junias..... Grüßt Ampliatus,.... Grüßt Urbanus, ... und Stachys,.... Grüßt Apelles, ....
Grüßt die vom [Haus des] Aristobul.
Grüßt Herodion,....
Grüßt die vom [Haus des] Narzissus,
die im Herrn sind.
Grüßt Tryphäna und Tryphosa,.... Grüßt Persis,.... Grüßt Rufus, ....und seine Mutter....
Grüßt Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas
und die Brüder bei ihnen.
Grüßt Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester und Olympas
und alle Heiligen bei ihnen.
Grüßt einander mit heiligem Kuß."
Als Paulus Jahre später selbst in Rom war und unter Hausarrest stand schreibt er an die Philipper:
"Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus des Kaisers Haus". (Phil. 4,22).
Interessant, dass es viele Gruppen (Hausgemeinden) in Rom gab und sich sogar am Hause des Kaisers eine Hausgemeinde versammelte, wahrscheinlich bestehend aus Sklaven und/ oder Soldaten, die für den Kaiser tätig waren. Diese alle kannten sich untereinander und kannten Paulus.
Die Wurzeln der Gemeinde gehen mit Sicherheit zurück auf das Pfingstereignis in Jersualem, bei dem Juden aus Rom anwesend waren und das Feuer des Heiligen Geistes mit nach Rom brachten. Ohne Hilfe von Außen entstanden dann dort in den Häusern Gemeinden.
Ebenso ist belegt (Nachweise aus 2. Jhdt.), dass sich diese Hausgemeinden in den Katakomben regelmäßig zu größeren Versammlungen, Gottesdiensten und/ oder Lehrvorträgen trafen....
Fortsetzung folgt
Ric
"Grüßt Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, ...
und die Gemeinde in ihrem Haus
.... Grüßt Epänetus, .... Grüßt Maria,.... Grüßt Andronikus und Junias..... Grüßt Ampliatus,.... Grüßt Urbanus, ... und Stachys,.... Grüßt Apelles, ....
Grüßt die vom [Haus des] Aristobul.
Grüßt Herodion,....
Grüßt die vom [Haus des] Narzissus,
die im Herrn sind.
Grüßt Tryphäna und Tryphosa,.... Grüßt Persis,.... Grüßt Rufus, ....und seine Mutter....
Grüßt Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas
und die Brüder bei ihnen.
Grüßt Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester und Olympas
und alle Heiligen bei ihnen.
Grüßt einander mit heiligem Kuß."
Als Paulus Jahre später selbst in Rom war und unter Hausarrest stand schreibt er an die Philipper:
"Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus des Kaisers Haus". (Phil. 4,22).
Interessant, dass es viele Gruppen (Hausgemeinden) in Rom gab und sich sogar am Hause des Kaisers eine Hausgemeinde versammelte, wahrscheinlich bestehend aus Sklaven und/ oder Soldaten, die für den Kaiser tätig waren. Diese alle kannten sich untereinander und kannten Paulus.
Die Wurzeln der Gemeinde gehen mit Sicherheit zurück auf das Pfingstereignis in Jersualem, bei dem Juden aus Rom anwesend waren und das Feuer des Heiligen Geistes mit nach Rom brachten. Ohne Hilfe von Außen entstanden dann dort in den Häusern Gemeinden.
Ebenso ist belegt (Nachweise aus 2. Jhdt.), dass sich diese Hausgemeinden in den Katakomben regelmäßig zu größeren Versammlungen, Gottesdiensten und/ oder Lehrvorträgen trafen....
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