Montag, 29. Juli 2013
Schule für Reich Gottes
Die SfR ist eine Schule für Jüngerschaft und eine Schule zur Ausbildung von Mitarbeitern für das Reich Gottes. In den letzten 12 Jahren fand diese Schule 6 Mal im kleinen Rahmen (5-9) Leute in privater Athmosphäre in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets statt. Geplant ist, eine nächste Schule dieser Art 2014 durchzuführen.

Daneben gibt es auch die SfR online. Sie wird über Internet durchgeführt, unter Zuhilfenahme von Telefon, e-mail, Skype, Communty. Dabei gibt es online Audios, Präsentationen und Schulungsmaterial zu den einzelnen Themen. Die Schüler werden durch einen Mentor persönlich betreut, neben den online Kontakten werden auch Besuche folgen.

Hier die dazugehörige Internetseite:
https://www.taube-lebensdienst.de/Seiten/SfRThemenNeu.htm

Unser Motto:

"Wenn ihr für Ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird Er euch jeden Tag geben, was ihr braucht." (Mt. 6.33 / Neues Leben Übs.)

Was ist die SfR online?

Die Schule für Reich Gottes online ist ein Zweig von T.A.U.B.E. Lebensdienst (s.o.) der besondere Betonung darauf legt, Christen zu schulen und Gemeinden zu unterstützen. Diese Schulung ist konfessionell und kirchlich nicht gebunden, die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden und Werken wird gesucht.

Was läuft in der Schule ab?

In der Schule wird fundierte biblische Lehre weitergegeben, bei der nicht die Theologie im Vordergrund steht, sondern die praktisch anwendbare Lehre, die sich auf alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft bezieht. Es ist ein Training in Jüngerschaft und eine Ausbildung zur Mitarbeit im Reich Gottes, eingeschlossen Gemeinde- und Missionsarbeit.

Wie wird sie durchgeführt?

Die Schule wird online durchgeführt und in periodischen Zeitabständen mit Real- Life - Treffen und Seminaren unterstützt. Im Internet steht eine Downloadseite zur Verfügung, auf der Mp3`s, Pdf- Präsentationen und Skripte zu jedem Thema heruntergeladen werden können. Der Schulleiter steht den Schülern hier online, per e-mail, über skype, Telefon oder auch durch persönliche Treffen als Mentor zur Verfügung.



Richard Schutty

(Schulleiter)



Für mehr Information bitte per e- mail melden:

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Samstag, 14. Mai 2011
Die Wanderprediger entsprechend Eph.4,11 im 1. Jahrhundert und im 21. Jahrhundert.
Im 1.Jahrhundert war es üblich, dass Apostel, Propheten und Lehrer überall im römischen Reich von Ort zu Ort, von Gemeinde zu Gemeinde unterwegs waren. Sie folgten, der Gewohnheit der 12 Apostel Jesu Christi, die ebenfalls mobil waren und überall das Reich Gottes verkündigten. Paulus erwähnt diese Dienste in Eph. 4,11 und zeigt auf, dass sie für die Zurüstung und Auferbauung (Ausbildung und Training) der Gläubigen in den Gemeinden notwendig sind und für diese Aufgabe von Jesus selbst berufen werden.
Diese Wanderprediger brachten damals die apostolisch- prophetische Lehre in die frühchristlichen Gemeinden und trugen damit zum Wachstum und zur geistlichen Reife bei. Ihre Tätigkeit umfasste auch die Gemeindegründung und die Bestätigung der Ältesten in den Gemeinden, als auch die nachfolgende Belehrung und Unterweisung.

In der Didache („Lehre der 12 Apostel“), einer Schrift, die zwischen 80 und 100 n. Chr. zusammengestellt wurde, finden sich in den letzten Kapiteln Anweisungen und Empfehlungen über diese Dinge. Es war sozusagen eine erste Gemeindeordnung, geschrieben für die damalige Zeit.
Dort kommt den Wanderpredigern (Aposteln, Propheten und Lehrer) noch eine viel größere Bedeutung in der Gemeinde zu als den Bischöfen und Diakonen, deren Amt damals noch in der Entwicklung war. Die Lehre und Offenbarung kam von Außen, durch die Eph.4,11- Dienste, Taufe und Abendmahl wurde von einfachen Gläubigen durchgeführt und nicht von ordinierten Bischöfe, die wie heutige Pastoren fungierten.

Mehrere Kapitel der Schrift regeln die Gepflogenheiten betreffs Aufnahme und Bewirtung der reisenden Apostel und Propheten. Einerseits ging es darum Güte und Gastfreundschaft zu praktizieren, andererseits wurde auch Vorsicht geboten, da es unter ihnen immer wieder Schwindler und Sektierer gab, die man erkennen musste:
„ Betreffs der Apostel und Propheten haltet es entsprechend der Vorschrift des Evangeliums also: Jeder Apostel, der zu euch kommt, soll aufgenommen werden wie der Herr; er soll aber nicht länger als einen Tag bleiben; wenn's nötig ist, noch den zweiten; drei Tage aber wenn er bleibt, ist er ein falscher Prophet. Wenn der Apostel weggeht, soll er nur Brot mitnehmen, bis er wieder einkehrt; wenn er aber Geld verlangt, ist er ein falscher Prophet. Und jeden Propheten, der im Geiste redet, sollt ihr nicht prüfen noch richten; denn "jede Sünde wird vergeben werden, diese Sünde aber wird nicht vergeben werden". Aber nicht jeder, der im Geiste redet, ist ein Prophet, sondern nur wenn er die Lebensweise des Herrn hat; an der Lebensweise erkennt man den falschen Propheten und den (rechten) Propheten.“(Didache 11,3-8)

Es gab auch ortsansässige Propheten und Lehrer, sie wurden von der Gemeinde durch den Zehnten der Gemeindeglieder unterhalten:
„Jeder wahre Prophet, der sich bei euch niederlassen will, "ist seines Brotes wert". Ebenso ist ein wahrer Lehrer genau wie "der Arbeiter seines Brotes wert" (Didache 13,1-2)

Ab dem 2. Jahrhundert verschwanden die Wanderprediger ganz, weil die Gemeinden einen stärkeren institutionellen Charakter annahmen und ein Kirchenrecht einführten, das die Belange der Gemeinden anders regelte. Dahinter stand die große Angst vor Sektierertum und Schwärmerei, die in der nachapostolischen Zeit immer stärker wurde. Schon im 1. Jahrhundert gab es Propheten und Lehrer, die es vorzogen in Gemeinden zu bleiben und leitende Funktionen als Presbyter zu übernahmen, wie es auch schon in Antiochien der Fall war (Apg.13,1-2).

Mit der aufkommenden apostolischen und prophetischen Bewegung im 20. und im 21.Jahrhundert erreicht der Dienst der Wanderprediger heute eine Renaissance, die eine große Bedeutung besonders für die Bewegung einfacher Gemeinden (Hauskirchen, Hausgemeinden) hat. Anders als in den institutionellen Gemeinden zeigt sich dabei wieder deutlich das ureigentliche Bild der Dienste aus Eph. 4,11. Nicht als Superstars oder Leiter eines großen Gemeindenetzwerkes treten sie auf, sondern als einfache Diener Gottes, die den großen Leib Jesu im Blick haben und von Gemeinde zu Gemeinde unterwegs sind. Sie sind und auf die Zusammenarbeit mit den Gemeinden angewiesen und brauchen deren Mandat. So wie damals ist es auch heute wieder notwendig, die Berufung der wandernden Prediger zu erkennen und die Gemeinden für ihren Dienst zu öffnen.
Wanderprediger dieser Art gibt es in kleinen Netzwerken, die ihren Dienst in einer Region tun und es gibt solche, die im größeren Beriech und in anderen Regionen und Ländern ihrer Berufung nachgehen.

Ich wünsche mir, dass wir in den nächsten Jahren viele dieser Leute innerhalb der Bewegung einfacher Gemeinden entdecken. Sie sind da und warten auf ihre Freisetzung und Anerkennung im Leib Jesu, innerhalb des Rahmens einfacher Gemeinden und darüber hinaus.

Ric

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Dienstag, 15. Juni 2010
Der Internetmissionar
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, Begriffe, Worte und Aussagen zu definieren. Warum – weil ich erlebt habe, dass durch saubere Definitionen Missverständnisse ausgeräumt werden und gemeinsame Grundlagen geschaffen werden. Das erst schafft meines Erachtens die Basis für ein erfolgreiches gemeinsames Vorangehen, was die meisten von uns doch wollen, wenn es um Internet, Vernetzung und Mission geht. Zu oft habe ich erlebt, dass verschiedene Parteien einen Begriff und die Bedeutung die dahinter ist verschieden verstanden haben – eine Einheit kam deshalb nicht zustande. Da gäbe es viele Beispiele aus dem christlichen Bereich, die ich jetzt aufführen könnte.

Bei dem Begriff Mission, bzw. Missionar ist das meiner Meinung nach auch der Fall.
Das Internet als solches haben wir genug definiert und beschreiben, deshalb sollten wir uns mehr auf den Missionar konzentrieren.
Es handelt sich hier um einen schillernden Begriff, der von christlichen Zeitgenossen sehr unterschiedlich mit Inhalt gefüllt wird. Für die einen ist ein Missionar ein Christ, der einer Berufung nach geht, die ihn ins Ausland führt, um dort in verschiedenen Bereichen eine Art christliche Entwicklungshilfe zu leisten. Manche als Brunnenbauer, Ärzte oder Sozialhelfer, andere als Bibelschullehrer, Pastoren oder Evangelisten. Wieder andere sehen das altbekannte Bild vor ihren Augen, das einen Mann mit Tropenhelm zeigt, der im Kochtopf von Menschenfressern schmort. Für andere sind Missionare einfach nur Evangelisten, die überall auf verschiedene Art und Weise versuchen Nichtgläubige, bzw. Nichtchristen zu Jesus zu führen.

Seit der Reformation entwickelte sich auf religiöser Ebene ein säkularisiertes Bild vom geistlichen Dienst der Christen, das heute noch in den Köpfen der meisten Christen vorherrscht. Dabei steht einem großen Heer von Laien- Christen eine kleine Anzahl Kleriker gegenüber, die ihr ganzes Leben dem Dienst in der Gemeinde, bzw. in der Mission als Profis widmen. Gläubige, die ihre Nachfolge überdurchschnittlich ernst nehmen sollten demnach am besten Kleriker werden. Wenn sie diesen Schritt tun, bietet sich dann entweder die Ausbildung zum Pfarrer oder Pastor an, der im Heimatland in seiner lokalen Gemeinde einen geistlichen Dienst für Gott tut, oder er wählt die Ausbildung zum Missionar, der in einem anderen Land dient, oder als Evangelist im eigenen Land tätig ist. Das ist leider heute noch die vorherrschende Vorstellung, die uns immer noch blockiert.

Wenn wir die Wurzeln des Begriffes und den geschichtlichen Hintergrund betrachten, entdecken wir ein anderes Bild vom Dienst, speziell von dem Dienst des Missionars. Dieser so oft benutzte Grundbegriff ist aus dem Lateinischen entnommen und heißt wörtlich „Gesandter“. In altgriechisch heißt dasselbe Wort „Apostel“, das ist bekannt aus dem Neuen Testament. Im klassischen Sinne ist demnach ein Missionar ein Apostel. Nicht nur die 12 Jünger Jesu waren Apostel, sondern es gab danach noch viele andere Apostel, die ausgesandt vom Heiligen Geist im gesamten römischen Reich tätig waren. Ihre Aufgabe war es nicht, als sozial-diakonische Arbeiter zu wirken und sie waren in Ihrer Berufung auch nicht Pastoren oder Evangelisten. Vielmehr war ihr Dienst umfangreich und vielfältig, sie mussten alles beherrschen, was zum Aufbau und zur Ausrüstung der Gemeinde gehört. Zunächst waren es Pioniere, die in neues unbekanntes Land vorstießen, dort verkündigten sie die Botschaft vom Reich Gottes, was mehr umfasste als nur das Evangelium zu verkündigen. Wenn ein Anzahl Ungläubige sich zu Jesus bekehrten, dann widmeten sich die Apostel, manchmal 2- 3 Jahre dem Training und der Ausbildung von Jüngern und Mitarbeitern (z.B. Apg. 19,9-10). Wenn fähige Leiter hervorgekommen waren, wurden diese als Älteste eingesetzt. Die Apostel übertrugen ihnen dann die lokale Verantwortung und zogen weiter in neues unbekanntes Gebiet. Ihr Dienst geschah in erster Linie in einer ganzen Region und an der ganzen Gemeinde. Sie hatten alles, was zum Leib Jesu gehörte im Blick, ihre Perspektive ging über die einzelne Gemeinde weit hinaus. Sie sahen das gesamte Netzwerk der Gemeinden, in dem sie dann von einer Gemeinde zur anderen kursierten, um die Gläubigen zum Dienst auszubilden und fähig zu machen. Sie waren Pioniere, Motivatoren, Lehrer, Trainer Mentoren und Moderatoren für die Gläubigen, gleichzeitig verkündigten sie auch den Unerreichten die frohe Botschaft.

Der Apostel reiht sich ein in die Aufzählung der anderen vier Dienste aus Eph. 4,11, die wir hier auf jeden Fall auch berücksichtigen müssen. So wie es in der „realen Gemeinde“ eine bestimmte Aufgabenbeschreibung bei den Diensten gibt, sollten wir meiner Meinung nach auch für die überregionale Internetgemeinde unbedingt dieser Beschreibung gerecht werden. Missionar ist eben nicht gleich Missionar, wenn ich es mal so sagen darf.
Wenn jemand seinen Dienst vorrangig darin sieht, im Internet und über das Internet, seelsorgerlich ausgewählte Leute zu betreuen, dann ist das eine wunderbare Aufgabe, wo der Betreffende sich aber nicht als Internetmissionar betätigt, sondern als Internetpastor. Von einem dieser Pastoren bekomme ich (unaufgefordert) regelmäßig e-mails mit Seelsorgethemen, die fast nur über Heiligung, Befreiung und Glaubenswachstum handeln. Ein anderer, der mit Hingabe und Leidenschaft durch verschiedene Methoden im Internet vorrangig das Evangelium an Nichtgläubige weitergibt, betätigt sich als Internetevangelist. Vor kurzem habe ich einen link zu einer solchen Internetseite bekommen, wo in umfangreicher Weise dort das Evangelium gepredigt wird, und zwar durch Beiträge, Videos, Audios, Songs, Heilungsberichte und Zahlen – wunderbar. Weiter denke ich an eine hervorragende Seite, wo hunderte von guten Lehrbeiträgen als Videos zum download angeboten werden. Dieser Dienst ist für die Ausrüstung der Heiligen sehr wichtig, aber es steht nicht ein Internetmissionar dahinter, sondern ein Internetlehrer. Ich glaube jeder aktive Christ im Internet kennt auch die verschiedenen prophetischen Internetseiten, davon gibt es mehrere. Hier betätigen sich auf eine gute Weise Internetpropheten, in dem sie der Christenheit und auch den Nichtgläubigen die verborgenen und zukünftigen Handlungen Gottes offenbaren wollen. (Wer die speziellen links zu den erwähnten Seiten haben will, dem schicke ich sie gerne zu.)

Wenn das so stimmt, dann müssen wir uns fragen, was dann ein Internetmissionar wirklich ist und wie seine Dienstbeschreibung aussieht.
Im Prinzip ist er ein Internetapostel, ein Allrounder, der die aufgezählten Bereiche auch ausfüllen kann, aber eben nicht als Spezialist in diesen Bereichen tätig ist, sondern als Pionier. Es gibt viele andere, die viel besser pastorale Fürsorge ausüben, die viel besser und erfolgreicher das Evangelium verkünden können, die intensiver prophetisch dienen können und wesentlich gründlicher und ausführlicher lehren können. Trotzdem, zur Unterstützung und zum Aufbau der Gemeinde muss der Internetmissionar in all den Bereichen fit sein. Und er muss lernen, wann und wie er die Arbeit, so bald es geht, an die Spezialisten weitergeben kann. Hier sollten sich die einzelnen Internetangebote ergänzen und ein großes Bild ergeben. Wie im realen Leben ist er federführend beteiligt beim Entstehen von Projekten (Gemeinden, neuen Internetauftritten und Veranstaltungen) motiviert die Beteiligten und bringt die nötigen Ressourcen und Spezialisten zusammen um das Werk zu schaffen. Als Initiator und Gründer bringt er den Stein ins Rollen und hält mit seiner Ausdauer und den Motor am Laufen.
In allem ist er ein hervorragender Netzwerker der weiß, wie man gute Kontakte knüpft und Beziehungen dauerhaft aufrecht hält. Er weiß, wie aus Bekannten Freunde und Mitarbeiter im Dienst werden, damit das große Netz des Reiches Gottes an allen Enden und Ecken des Landes gehalten und gezurrt werden kann. Dieses Netz besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Diensten und Arbeiten im übergeordneten Reich Gottes. Sie sind wie die Knoten des Netzes, die miteinander verbunden sind - am Ende sollen sich darin die Fische fangen.
Als ein Ausbilder und Trainer ist sein Bestreben, überall, das zu tun, was notwendig ist. Er versteht es, auch Glaubenskurse, Jüngerschaftsschulung und Leiterausbildung durch das Internet wirkungsvoll auszubreiten, damit das Netz geknüpft wird und die Verbindungen hergestellt und repariert werden. (s. https://www.hknw.de/themen/55-vernetzung/93-gemeinde-ist-netzwerk-richard-schutty.html)
Was den Internetmissionar besonders kennzeichnet ist die Fähigkeit zum Visionär in „geistlich- praktischen“ Dingen. Wobei sein Hauptaugenmerk auf die Umsetzbarkeit der „virtuellen Internetaktionen“ im realen Leben ausgerichtet ist. Deshalb wird er nicht im Internet in einer Versenkung verschwinden und in einer irrealen Traumwelt leben, sondern er wird das Internet als Werkzeugkiste für das reale Leben nutzen und seine „Träume“ dadurch einmal mehr realisieren. Seine Fähigkeit zu „Sehen“ konzentriert sich mehr auf den Bereich des praktischen Gemeindeaufbaus, wie er auch im Internet möglich ist. Sein Hauptverantwortungsbereich ist nicht die lokale Gemeinde, sondern die überregionale Gemeinde, die überall zu finden ist. Gerade da bietet ihm das Internet, hervorragende Mittel, um die Beziehungen und Kontakte im weiten Bereich zu halten. Dazu nutzt er alle Möglichkeiten, die das Netz bieten: Website, Blog, Forum, Community, Chatroom, E-Mail, Themenartikel, Audios Videos und mehr.

Richard Schutty

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Dienstag, 2. Februar 2010
Knechte Jesu Christi
Paulus, Timotheus, Epaphras, Petrus, Judas, und Johannes nannten sich selbst Knecht Jesu Christi, Knecht Gottes, bzw. wurden von anderen so genannt. In verschiedenen Briefen des Neuen Testaments lesen wir diese Bezeichnung jeweils in den Eingangsgrußworten. (siehe Röm. 1,1; Phil. 1,1; Kol. 4,12; Tit. 1,1; 2.Petr. 1,1; Jud. 1; Offb. 1,1).

Aber sagte Jesus nicht selbst in Joh.15,15 zu seinen Jüngern „Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe“.
Wie können die Apostel, die als Vorbilder des Glaubens gelten, sich selbst als Sklaven oder Knechte bezeichnen? Widersprechen sie etwa der guten Botschaft von der Freiheit des Evangeliums? Nein, ich denke, ihr Vorbild war Jesus Christus selbst, er wurde als der leidende Gottesknecht bezeichnet. Er „nahm die Gestalt eines Knechtes an“, das lesen wir in Phil.2, 7.
Wenn Jesus uns nicht mehr Sklaven nennt, sondern Freunde und Söhne, dann will er damit aussagen, dass er uns in seine Pläne, Absichten und Arbeiten als Mitarbeiter hineinnehmen wird. Unser Status soll nicht mehr der eines unwissenden Sklaven sein, der keine Ahnung von dem hat, was mit ihm und mit der Welt geschieht. Jesus will uns in seine Wege einweihen und der Heilige Geist wird uns in den Wegen Jesu Christi lehren. Wir sind dann nicht mehr wie die unmündigen Kinder oder Sklaven sondern wir werden in den Stand gehoben, seine eigenen Freunde zu sein, die wissen, was er tut.

Wenn die Apostel sich dennoch als Sklaven bezeichnen, dann tun sie das im Blick auf ihre Berufung, denn sie wurden von Gott für einen speziellen Dienst ausgesondert und abgeordnet, den nicht jeder Christ erfüllen kann. Es ist in Dienst der Absage an die Welt und der ganzen Hingabe an das Evangelium und der Verkündigung des Reiches Gottes. Ein Dienst des Leides und der Versöhnung. Wer zu diesem Dienst von Gott berufen ist, der findet keine andere Lebenserfüllung, außer der, dass er bedingungslos Gott und seiner Berufung Gehorsam leistet, wie ein Versklavter, der keinen anderen Weg gehen kann. Ähnliche Worte gebrauchte Paulus in seinen Briefen an die Korinther.

Gilt die Herausforderung Jesus zu dienen aber nicht jedem Christen, sind wir nicht alle dazu berufen Diener aller zu werden? Im Mathäusevangelium sagt Jesus:
„Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein…“ Wirklich, hier zeigt Jesus uns allen den Maßstab für christliches Leben. Wir sind nur dann groß im Reich Gottes und in der Gemeinde, wenn wir den Menschen echt dienen, anstatt über sie zu herrschen, wie es in der Welt üblich ist.
Aber Jesus sagt an dieser Stelle auch, „... und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein; gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“
Es gibt also noch eine Steigerung zum „dienen“, wenn jemand unter den Jüngern der „Erste“ und „Größte“ sein will, dann geht es nur, wenn für alle ein Sklave ist und in gleicherweise wie Jesus sein Leben ganz hingibt.

Das griechische Wort für „Diener“ ist in dieser Bibelstellte diakonos, es bedeutet „der zu Tisch dienende - es ist jemand, der in seiner Haltung freiwillig dem anderen in „Ehrerbietung zuvorkommt“ und ihn bedient, jemand, der den „anderen höher achtet als sich selbst“, weil Jesus es so vorgelebt hat. Dieser Diener ist ein „freiwilliger Knecht“ in diesem Sinne, dass er aus Liebe zu Gott sich entschieden hat, den Menschen zu dienen.
Das Griechische Wort für „Sklave“ lautet doulos, das ist ein Diener, der keine eigenen Rechte mehr hat und nur seinem Herrn dient. Er hat seine Selbstbestimmung an seinen Herrn abgetreten. Es ist ein Knecht im Sinne von Sklave, bzw. Liebeigener seines Herrn. Er soll zwar auch ein Diener der Menschen sein, aber er ist kein Sklave der Menschen, sondern ein Sklave Gottes oder Jesu Christi, wie ich es vorher über die Apostel gesagt habe.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009
Der Dienst im Netzwerk einfacher Gemeinden
Es ist wichtig anzumerken, dass die mobilen Dienste aus Epheser 4,11 nicht mit den Leitern einer lokalen Gemeinde gleichzusetzen sind. Vielmehr bilden sie eine unabhängige und selbständige Einheit. War die Entwicklung im Netzwerk positiv, werden die Dienste mit den Ältesten der Gemeinden auf kooperativer Weise zusammenarbeiten. Es gibt nur eine Ausnahme, nämlich in der Gründungsphase einer neuen Gemeinde. In dieser Zeit wird der Dienst, also der Apostel und der Prophet auch die Leitungsfunktion in der neuen lokalen Gemeinde haben. Er ist dann sozusagen der erste Älteste der Gemeinde, weil es noch keine erfahrenen Jünger gibt, die diese Funktion übernehmen. Rechtzeitig aber müssen sich die Diener aus dieser Funktion zurückziehen, um sich auf ihren eigentlichen Auftrag zu besinnen, unerreichtes Gebiet zu durchdringen, neue Gemeinden zu gründen und die bestehenden Gemeinden von außen zu stärken. Wenn sie das nicht tun, dann blockieren sie früher oder später den organischen Zyklus, aus dem immer wieder neue Älteste und Dienste kommen.

Apostel, Propheten, Lehrer und Evangelisten sind Leiter in der übergeordneten Gemeinde und nicht in der lokalen. Sie sollen auch nicht das Leitungsgremium eines Netzwerkes von mehreren Gemeinden sein, das bleibt ebenfalls den Ältesten vorbehalten, andernfalls bauen sie eine neue Kirchenhierachie auf. Und auf keinen Fall sind sie die Präsidenten einer neuen Denomination. Trotzdem sollen und werden die Dienste auch innerhalb der lokalen Gemeinde vertreten sein, weil sie dort, in ihrer „geistlichen Heimat“ zur Reife gekommen sind und weil im Normalfall aus der Gemeinde immer wieder neue Dienste hervorkommen werden und das braucht Zeit. In der organischen Struktur eines Netzwerkes von einfachen Gemeinden werden die freigesetzten Dienste aber in der Regel neben den Gemeinden eine selbständige Einheit bilden. Zusammen mit den Gemeinden bilden sie eine große apostolische Familie oder Sippe.

Eine wichtige Aufgabe der Dienste ist es, vollmächtig in die Gemeinde hineinzusprechen, um Konflikte und Probleme zu lösen. Wenn sie den nötigen „Abstand“ zur Gemeinde haben und den Überblick behalten, können sie objektiver auftreten.
Von sich selbst aus hat der Dienst keine Vollmacht zum Wirken in der lokalen Gemeinde, er braucht dazu ein Mandat, das ihm von den Ältesten, bzw. von der Gemeinde gegeben wird. Unter normalen Umständen wird der apostolisch- prophetische Dienst, in den Gemeinden, die von ihm gegründet wurden, eine natürliche Autorität haben, doch kann er diese nicht immer einfordern. Am Beispiel des Paulus sehen wir, dass es eine Zeit gab, wo er seinen Einfluss in der korinthischen Gemeinde nur schwer geltend machen konnte, obwohl diese Gemeinde von ihm gegründet wurde. Das folgende Schaubild soll die Verknüpfung des Dienstes mit dem Netzwerk einfacher Gemeinden zeigen.


Ein Dienst sollte nicht versuchen für sich alleine zu wirken, Zusammenarbeit mit anderen Diensten ist immer besser, um wirkungsvoller sein zu können. Der Dienst im Team ist eine Gemeinschaft von berufenen Dienern für einen gemeinsamen von Gott gegebenen Auftrag. Teamarbeit ist keine Erfindung unserer Zeit, sondern ein Ausdruck des Reiches Gottes von Anfang an. Schon Paulus berücksichtigte die Prinzipien der Teamarbeit in seinem Dienst und bevor er auf Missionsreise ging, stellte er ein Team für den Dienst zusammen. (siehe mein Artikel "Team und Teamarbeit im Netzwerk einfacher Gemeinden")

Das kooperative Gabenteam der Gemeinde sind alle Glieder, das verantwortliche Team für die Aufsicht des lokalen Gemeindenetzwerkes sind die Ältesten, das verantwortliche Team in der überörtlichen Gemeinde ist das Eph.4,11- Team in gegenseitiger Ergänzung.

Richard Schutty

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Donnerstag, 29. Oktober 2009
Der Dienst außerhalb der Gemeindenmauer (der institutionellen Gemeinde)
„Christus Spricht: Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.“ (Joh.12,26)

In unserer Zeit wächst eine neue Generation von christlichen Dienern und Dienerinnen heran, die sich "außerhalb der Gemeindebox" befinden. Sie können die Absichten Gottes für diese Zeit viel besser erreichen, als es die uns bekannten Dienste innerhalb der christlichen Institutionen (Bibelschul- Missionar, Pastoraler Gemeindedienst etc.) tun können.

Viele Christen denken immer noch, dass der vollzeitliche Dienst für Gott nur innerhalb des christlich- kirchlichen Rahmens für Gemeinde und Mission möglich ist. Doch dieses Konzept hat ausgedient, es bringt nicht mehr die Frucht, die Gott sucht.
Die neuen Dienste konzentrieren sich auf das Leben außerhalb der Gemeindemauern, um Gottes Plan und Vision in dieser Zeit zu erfüllen und die Verlorenen zu erreichen. Dazu passt ein prophetischer Hinweis aus Sacharja 2,8-9:
„Und er sprach zu ihm: Lauf, rede zu diesem jungen Mann: Eine offene Stadt wird Jerusalem bleiben wegen der Menge an Menschen und Vieh in seiner Mitte, (ein offenes Land; d.h. ohne Befestigungsmauer). Und ich selbst werde ihm ringsherum eine feurige Mauer sein, spricht der HERR, und ich werde zur Herrlichkeit in seiner Mitte sein.“


Eine tiefgreifende Transformation ist nötig und einige sind schon davon erfasst, weg von der „Komm- in- unsere- Gemeinde- Struktur“ hin zur „Geh- hinaus- zur Welt- Struktur“. Die neuen Diener sind wie die 70, die Jesus in die umliegenden Orte und Häuser sandte, um den Menschen das Reich Gottes zu bringen und in ihren Häusern zu bleiben.
Innerhalb der Gemeindemauern sind die meisten Christen zu Konsumenten eines christlichen Unterhaltungsprogramms geworden oder sie gehören zu den wenigen, die die christliche Show am Laufen halten. Erst außerhalb der Mauern beginnt der wahre Dienst für Gott, als Gesandte in einer vollzeitlichen Arbeit für das Reich Gottes, das sich ausbreitet wie ein Sauerteig.
Während der Dienst innerhalb der Mauer auf bestimmte Bereiche des innergemeindlichen Lebens zugeschnitten ist, wie Pastor, Sonntagsschulmitarbeiter, Seelsorger, Diakon, Ordner, Begrüßer, Putzer, Lobpreiser etc. ist der Dienst außerhalb auf keine Rolle beschränkt. Da ist es nicht entscheidend, um welche Aufgabe es gerade geht, viel wichtiger ist dass darauf geachtet wird, wie der Herr in den verschiedenen Situationen führt. Da ist es auch nicht entscheidend, wo ich bin, ob am Arbeitsplatz, im Privatleben oder in der Nachbarschaft, der Dienst, die Sendung bleibt gleich, die Aufgaben variieren.

Immer mehr Christen verlassen die Gemeindemauern und gehen hinaus in die Welt, weil sie spüren, dass Jesus das kirchliche Gebäude verlassen hat. Es ist kein Wunder, dass sich in unseren Tagen die Hauskirchenbewegung, bzw. die einfachen Gemeindeformen immer mehr ausbreiten, denn sie schaffen den nötigen Raum für die Zurüstung und Stärkung dieser neuen Dienste. Hier werden sie motiviert, sich an dem Missionsauftrag von Mk.16,15 beteiligen.
Jeder gläubige Jünger Jesu ist von Gott beauftragt, den „Dienst außerhalb der Kirchenmauern“ zu tun. "Viele, nämlich alle Gläubigen, sind dazu berufen" (Mt. 22,14) und werden von Gott befähigt. Ihr Teil ist die Bereitschaft, sich senden zu lassen, für alles andere wird Gott sorgen. Jesus sagt: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch gesetzt, daß ihr geht und Frucht bringt, und dass eure Frucht bleibt“ (Joh.15,16).

Ric

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Dienstag, 20. Oktober 2009
Die Unterweisung im Wort und die Bezahlung
„Wer im Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil!“ (1Kor 9,11.14; Phil 4,16)

Was hier mit Unterweisung angesprochen wird, bezeichnet weniger die Art und Form der Predigt oder der Lehre, sondern meint mehr die Aufgabe bzw. den Dienst für die Gemeinde selbst. Schon in den ersten Jahrhunderten der Gemeinde entwickelte sich der spezielle Aufgabenbereich des „Katecheten“, als ein Lehrer in Glaubensdingen.
Das griech. Wort „katecheo“ bedeutet mitteilen, berichten, unterrichten, Unterweisung erteilen. Es bezeichnet eine Aufgabe, eine spezielle Berufung, die es offensichtlich innerhalb der Gemeinde Jesu damals gab. Ich gehe davon aus, dass es sich bei diesen Dienern der Gemeinde ausschließlich um berufene Lehrer im Sinne von Eph.4,11 gehandelt hat, sonst würde das Ganze keinen Sinn machen.
Heute kennen wir diesen Wortzusammenhang nur noch in stark abgeschwächten Sinn in dem Wort „Katechismus“, dem Lehrbuch über den Glauben und aus der seltsamen Bezeichnung „katechetischer Unterricht“.



Wenn Lukas und Paulus das Wort Unterweisung gebrauchen, und das ist nicht selten, dann ausschließlich im Sinne von „Unterricht über den Glaubensinhalt geben“. Das gab es in diesem Sinne auch schon im vorchristlichen Judentum, bekannt durch die Pharisäer und Schriftgelehrten, danach wurde es, auch wie das Wort „Ältester“, für den christlichen Bereich adaptiert.
In 1.Tim.5,17 sagt Paulus auch:
„Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre gewürdigt werden, besonders die in Wort und Lehre arbeiten.“
Bei meiner Recherche des griechischen Texts, kam ich zu dem Schluss, dass auch bei dieser Aussage, so wie in dem Text aus Gal.6,6, der materielle Wert im Vordergrund steht - gemeint ist also die Bezahlung für eine gute Arbeit.
Offensichtlich gab es zwei Arten von Ältesten, solche, die mit praktisch- verwaltender und organisatorischer Aufsicht beschäftigt waren, also mehr im diakonischen Sinne und andere, deren Aufsicht und Hirtendienst stärker auf die geistliche Versorgung durch die Unterweisung im Wort und im Gebet lag. Beide ergänzten sich und ich glaube, dass ein Teil der Katecheten in der Gemeinde solche Älteste waren und andere von Gemeinde zu Gemeinde unterwegs waren. Die Apostel Johannes und Petrus zählten z.b. zu den Ältesten und waren doch in ihrem Dienst auch unterwegs, um die Gemeinden im wort zu unterweisen (siehe ihre Briefe).
Katecheten waren Diener der Gemeinde, die nicht nur ein „Aufseheramt“ inne hatten, sondern auch zum Dienst gemäß Eph.4,11 berufen waren. Wenn Paulus empfiehlt, diese mit doppelter Ehre zu bedenken, also ihnen auch materielle Güter zukommen zu lassen, dann nicht, weil er dem Dienst der Lehre mehr Ansehen und Wert geben will, sondern deshalb, weil der Dienst am Wort viel umfassender ist, eine ungeteilte volle Hingabe für die Versorgung der Gemeinde erfordert und damit wesentlich intensiver und aufreibender ist. Denken wir daran, wie Paulus selbst von sich sagt, dass er „Tag und Nacht mit Bitten vor Gott für die Auserwählten“ Zeit verbringt und „mit vielen Tränen und Schmerzen ermahnt“. In 1.Kor.14,19 sagt er auch, dass er „lieber mit fünf Worten die Gemeinde und andere unterweisen will (katecheo), als zehntausend Worte in Zungen zu reden, wodurch er die Bedeutung der Unterweisung unterstreicht.

Man kann also davon ausgehen, dass Gal.6.6 ein Hinweis auf ein berufsmäßiges Lehrertum in der Gemeinde war, dessen Anspruch auf Lebensunterhalt von Paulus stark vertreten wurde, denn dies sind nicht die einzigen Bibelstellen, die Bezug darauf nehmen.
Leider aber hat sich dieser Bereich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert und erscheint uns heute, wenn wir Verfechter einfacher Gemeindestrukturen sind, in einem sehr schlechten Image. Zum einen entwickelte sich daraus der professionelle und bezahlte Lehrunterricht an Bibelschulen und theologischen Fakultäten und zum anderen wurde schon früh daraus die Legitimation des bezahlten Priesters oder des Pastors der Gemeinde abgeleitet. Klar, dass damit das klerikale System unterstützt wurde und die hierarchische Struktur der institutionellen Kirche erst richtig Auftrieb erhielt. Davon haben wir uns ja bewusst abgewandt, wir wollen nicht länger hinter einem System von bezahlten Klerikern stehen, durch welche die Gemeinde entmündigt wird und die neutestamentlichen Dienste in einem verzerrten und abartigen Bild erscheinen, oder sogar ganz weg rationalisiert wurden.

Halten wir aber fest, dass diejenigen, die den Dienst der Unterweisung damals ausübten, in erster Linie berufene Diener, Apostel, Propheten und Lehrer waren. Es waren keine ordinierten Priester und auch keine professionellen Theologen mit akademischen Grad. Es waren geisterfüllte und begabte Personen, die zuerst von Gott selbst berufen waren und von der Gemeinde anerkannt wurden, weil sie das Zeugnis ihrer Vollmacht selbst erlebt hatten. Diese Dienste gibt es auch heute noch und sie sind für die einfachen Gemeinden sehr wichtig. Ich denke, es ist eine Notwendigkeit, sie zu erkennen und zu akzeptieren, dass sie von Gott berufen wurden, die Gläubigen im Wort zu unterweisen. Es ist ihre vornehmliche Aufgabe dies zu tun und wenn wir in den Genuss guter Belehrung und Unterweisung kommen wollen, müssen wir als Gemeinden dafür sorgen, dass sie ihren Dienst frei, ungezwungen und unbesorgt tun können. Das geht nur, wenn wir sie dafür freisetzen, das wiederum geschieht auch durch finanzielle Entlastung.
In der Vergangenheit wurde in den Hauskirchen immer wieder hervorgehoben, dass durch die einfachen Strukturen Geld freigesetzt wird, dass wir in andere Bereiche investieren können. Nun, einer dieser Bereiche ist die Unterweisung im Wort, und damit die Dienste, die von Gemeinde zu Gemeinde gehen und die Gläubigen mit apostolischer Lehre und prophetischer Weisung versorgen.


Ric

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Sonntag, 2. August 2009
Eine neue Generation von Aposteln für Europa
Original:
Das Entstehen einer neuen Generation "paulinischer und petrinischer Apostel"

In seinem neuen Artikel schreibt Dick Soggins über den Unterschied von paulinischen und petrinischen Aposteln, den er vorher nicht bedacht hatte. Tatsächlich findet er, belegt aus der Bibel, Hinweise darauf, dass es diese Unterscheidung wirklich gibt. Dann bringt er Gründe, warum der petrinische Apostel gerade in der westlichen, postchirstlichen Welt in unserer Zeit sehr wichtig ist und Gott in nächster zeit viele davon hervorbringen wird.
Im nachfolgenden Artikel schreibt Dick Scoggins ausführlich darüber, leider ist es in Englisch und die Übersetztung ist mir jetzt zu viel Arbeit. Der Text ist leicht verständlich - es gibt aber auf dem Blog auch die Möglichkeit der Google- Übersetzung. Hier der Link für den Artikel:
Nurturing a new generation of pauline and petrine apostels

Ric

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Mittwoch, 20. Mai 2009
Die apostolisch- prophetische Lehre, Teil 8
Es gibt Apostel (Propheten), apostlische (prophetische) Helfer und apostolische (prophetische) Menschen.
Paulus hatte auf seinen Missionsreisen immer apostolische Helfer in seinem Team. Zum Beispiel Johannes- Markus, Lukas, Timotheus, Tychikus, Trophimus und andere unterstützen Paulus in seinem Dienst während seiner Reisen. Diess Männer standen oft in einer Jüngerschaftsbeziehung zu Paulus. Zusammen verfolgten sie den apostolischen Auftrag, den Gott den Paulus gegeben hatte und die Helfer unterstellten sich diesem Auftrag.

Apostlisch- prophetische Menschen sollen wir jedoch alle sein, egal, ob wir mit der Erfüllung eines vollzeitlichen und konkreten Missionsauftrages beschäftigt sind oder nicht. Jesus ruft alle seine Nachfolger.
Willst du ein apostolischer Mensch sein, dann beachte folgende Dinge:

„Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist; und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren!
Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu!
Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat.
Wenn aber auch jemand am Wettkampf teilnimmt, so erhält er nicht den Siegeskranz, er habe denn gesetzmäßig gekämpft.
Der Ackerbauer, der sich müht, muss als Erster an den Früchten Anteil haben.
Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen.“
(2.Tim.2,1-7)

1. Ganz klar, es ist der Auftrag andere zu Jünger zu machen, und das, bis in die 4. Generation, damit eine Jüngerschafts- bzw. Gemeindebewegung entseht. Basiert auf dem großen Missionsbefehl Jesu in Mt. 28,19, wo Jesus seine Jünger in die ganze Welt sendet, ganze Völker zu Jünger zu machen.

2. Erfolderlich ist darin die Bereitschaft zum Leiden, denn Jesus sagte bei der Aussendung der 70 selbst: „Siehe, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe“. Im Kapitel davor spricht Paulus über sein eigenes Leid bei der Erfüllung dieses Auftrages.

3. Dieser Dienst ist vergleichbar mit einem Kriegsdienst, zu dem einzelne einberufen werden, der dann zur ersten Prorität im Leben wird. Die Belange des normalen und alltäglichen Lebens müssen zurücktreten, da sie sonst von der eigentlichen Aufgabe ablenken. Der Dienst erfordert ganze Konzentration und Aufmerksamkeit, das erwartet Gott von denen, die gerufen wurden.

4. Die Teilnahme an diesem Dienst gleicht der Teilnahme an einem Wettkampf, bei dem wir gewinnen, wenn wir uns an die Regeln halten, das wird uns von Gott garantiert. Die Spielregeln haben zu tun mit unserem Lebensstil, unserem Charakter und unserem Verhalten in vier wesentlichen Bereichen, die den Rahmen bilden (so Wolfgang Simson):
a) Gott – Du sollst Ihm allein dienen und keine anderen Götter daneben haben
b) Macht – Es muss dir darum gehen, den Menschen zu dienen, nicht zu herrschen
c) Geld – Unser Dienst soll uneigennüzig sein und kein Geschäft
d) Sex – Habe deine Lust am Herrn und er wird dir geben, was du brauchst

5. Du sollst wissen, wenn du dich so um die Erfüllung des Auftrages kümmerst, wird Gott sich um deinen Lohn kümmern. Da du beständig dein Feld bestellst, wird die Ernte auch für deine materielle Versorgung ausreichen. Du kümmerst dich um die Bedürfnisse des Reiches Gottes un Gott kümmert sich um deine Bdeürfnisse.
6. Halte diese einfachen Punktre in deinem Gedächtnis, was du jetzt nicht verstehst, wird Gott dir später offenbaren.

Ric

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Mittwoch, 29. April 2009
Die apostolisch- Prophetische Lehre, Teil 7
Damit in einer Gemeinde viele Gläubige zum Dienst zugerüstet werden können, muss der apostolisch- prophetische Einfluss stark präsent sein. Dadurch kommt der ganze geistliche Leib in ein kontinuierliches Wachstum, wie es in Eph. 4, 11-16 beschrieben wird. Nur eine zugerüstete und auferbaute Gemeinde ist fähig den Missionsauftrag in der Welt konsequent durchzuführen. Hauptverantwortlich für die Zurüstung und Auferbauung der Heiligen sind Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer. Der Dienst der Apostel und Propheten nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.

Aus dem Wort Gottes können wir deutlich ableiten, dass die Nachfolger Jesu Christi ein apostolisch- prophetisches Volk sein sollen. Zum Beispiel sagt Jesus in Joh. 20, 21 zu seinen 12 Jüngern:
„Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat (griech. apostello), sende ich auch euch.“
Jesus Christus ist der große Gesandte, bzw. Apostel (Apostolos), der vom Vater in diese Welt gesandt wurde, um uns zu erlösen. Jesus selbst überträgt seine Sendung auf seine Jünger, er beauftragt sie, das Evangelium den Menschen zu bringen. In Mk 3,14 lesen wir die praktische Seite der Sendung:
„ … und er berief zwölf, damit sie bei ihm seien und damit er sie aussende (apostello), zu predigen.“
Und in Lukas 10,3 sendet Jesus auch siebzig andere Jünger aus:
„Nach diesem aber bestimmte der Herr siebzig andere und sandte sie zu je zwei vor seinem Angesicht her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst kommen wollte“
So wie Jesus damals seine Sendung an seine Jünger weitergegeben hat, so tut er es auch heute noch – immer wieder sendet er seine Gemeinde mit dem Evangelisations- und Misisonsauftrag in die Welt. Die letzten Worte Jesu aus Mt. 28,18-20 und Mk. 16,15 sind die Basis dieser Sendung. Gott sendet sein Volk mit einem großen Auftrag zur Verkündigung und Jüngerschaft in die Welt. In diesem Sinne sollen wir alle apostolisch sein.

Die Gemeinde hat aber auch die Berufung ein prophetisches Volk zu sein. Schon im Alten Testament weist Mose darauf hin, indem er sagt:
„Mögen doch alle im Volk des HERRN Propheten sein, daß der HERR seinen Geist auf sie lege!“
In Apg 2,17-21 erinnert Petrus diesbezüglich an die bekannte Verheißung aus dem Propheten Joel:
"Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, daß ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Traumgesichte haben.“
Auch Paulus bringt darüber eine klare Aussage. In 1.Kor.14, 5 sagt er:
„Ich möchte aber, daß ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, daß ihr weissagt“.
Das große Ziel für die Gemeinde ist, dass sie zu Gottes prophetischem Volk in dieser Welt wird und ihre prophetische Stimme erhebt. Die Gemeinde hat ein große Verantwortung, immer wieder Gottes Sicht in die Gesellschaft zu bringen. Sie soll die Sünde der Menschen, die soziale Ungerechtigkeit und die menschliche Verirrung offen ansprechen und das Licht der Offenbarung durch Jesus bringen.

Diese doppelte, apostolische und prophetische Berufung der Gemeinde wird für mich auch in einem anderen Zusammenhang sichtbar:
In 1. Petr. 2,9 sagt Petrus:
"Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat."
In Gottes Augen ist die ganze Gemeinde, nicht nur einzelne Apostel und Propheten, ein königliches Priestertum, mit dem Auftrag inmitten einer dunklen und abgefallenen Welt das Licht in Jesus Christus apostolisch und prophetisch zu bringen.

Ric

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