Freitag, 22. Januar 2010
Mein Auszug aus dem System, das man Gemeinde nennt
Ich war ein Nachzügler der Jesuspeople, 1975 gläubig geworden - eine magische Jahreszahl für mich, genau wie 1989. Unsere Jugendgruppe in der Baptistengemeinde (Bamberg, Franken) platzte aus allen Nähten. Jeden Samstag waren wir in der Fußgängerzone und hatten mehrere Freizeiten im Jahr. Dann brach die charismatische Welle in die Gemeinde ein und es kamen Veränderungen. 1979 kam ich nach E. und war Mitglied in einer charismatischen Baptistengemeinde, die voll im Aufbruach war. Wir hatten einen Jugendchor mit Band von über 100 Leuten machten Musikaufnahmen und eine Tournee durchs Land. Schon da wurde es immer enger, immer aufwendiger, es hatte mit Arbeit, Anstrenung, Programm und Kontrolle zu tun. Mitte der Achziger gab es erste Probleme. Die Luft wurde immer stickiger, wenn man nach Lüdenscheid zur FCJG fuhr wurde man als Zigeuner und Abtrünniger bezeichnet. Sie wollten einen Geist der Rebellion bei mir austreiben. Das Kontrollsystem des Pastors und der Gemeindeältesten wurde zusätzlich mit innergemeinndlichen "Prophetien" gefestigt, es gab kein Entrinnen mehr. Bis der Befreiungsschlag von Gott kam - ich konnte eine Jüngerschaftsschule bei JMEM machen.

Die Gemeinde war froh, mich los zu haben und Gott führte mich und meine Familie in eine andere "hochcharismatische" freie Gemeinde, dort war der Anschluss und ich genoss die neue Freiheit und Unbfangenheit der Treffen in einer Schulaula. Alles war frisch, frei, beweglich offen für Innovationen. Doch beim Umzug in ein eigenes Gebäude, die Gemeinde hatte sich konsolidiert, wurde ein Geschwür sichtbar, die Gemeinde hatte sich längst infiziert. Alles wurde straff kontrolliert, Ordner, Türsteher, Begrüßungsteam, Gastfreunschaftsteam, Segnungsteam, „Fänger“, Tücher, Fahnen, Pastorales Team, Fürbitteteam, Lobpreisgruppen mit endlosen Übungszeiten, Seminarstress, ständig Gastredner aus den USA oder England, innnere Heilungsmarathons von wechelnden "Heilungsgurus" durchgeführt, Kurse, Programme und Aktionen ohne Ende. Auf der Bühne saß derPastor und bewachte seine Gemeinde und den Ablauf der charismatischen Liturgie. Immerhin blieben wir dort fast 10 Jahre, bis uns klar wurde, es geht einfach nicht weiter.

Nach ein bis zwei Jahren Gemeindelosigkeit trieb es uns zurück in den Schoß der Mutter Kirche. Doch anders als man annehmen könnte, wir versuchten wir uns in eine konservative, anticharismatische Gemeinde zu integrieren. Der Pastor war uns wohlgesonnen und öffnete uns die Tür, sogar für den Dienst innerhalb der Gemeinde. Es folgten ein paar interessante Jahre, bis die Gemeindeleitung anfing den Pastor aus der Gmeinde rauszumobben, was ihnen auch gelang. Das war auch unser Ende, es wurde sichtbar, wieviel Ablehnung das System der Gemeinde uns entgegenbrachte, wir waren so anders. Wir passten da nicht hinein, der menschliche Hilfsorgnismus der Gemeinde absorbierte uns einfach, so dass wir vom Körper abfielen, wie ein Teil, das gar nicht dazugehörte.

In dieser Zeit hatten wir erste Kontakte zu einer Hausgemeinde – das war interesant, das wollten wir wissen, wa da abläuft. Das Unkomplizierte, familienähnliche überraschte uns. Tischgemeinschaft, Essen, Unterhaltung, Diskussion und gemiensame Betrachtungen biblischer Texte waren unsere ersten Eindrücke. Wir wurden als Famililienmitglieder aufgenommen und durften unseren Teil beitragen ……

Ric

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Mittwoch, 13. September 2006
Ein heißer Tag.
Ja, ein Superschnäppchen bei e-bay ersteigert und abholen in der Vulkan- Eifel und
das verbinden wir mit einem „Betriebsausflug“ - au jaaa.


11.30 Ankunft bei der Verkäuferin, wir tätigen den Kauf, sie bietet uns eine Tasse Kaffee an, wir bleiben, unterhalten uns. Über den guten Kauf, die nette Wohnung, die schöne Gegend, die aufmüpfige Tochter, unsere Kinder, unseren Dienst, unsere Einstellung und … über Jesus. 12.30 Spaziergang im sehenswerten Nachbarort Hillesheim. 13.15 Pizzaessen vor Ort - kein Betriebsausflug ohne gutes Essen. Der Magen ist voller geworden, die Geldbörse wurde leerer.


14.30 Verdauungsspaziergang auf der Höhe – wie im Allgäu - man wird blöd angeguckt ...


15.30 Reiche Naturausbeute: 1 Tüte voller Schlehen, 1 Bund Zinnkraut, 1 Ladung Birnen – es hat sich gelohnt, wir staunen über Gottes Gaben.


16.00 Jetzt schnell, wir wollten doch gegen 18 Uhr zu Hause sein. Zum Nürburgring – die Burg noch schnell mitnehmen.


16.45 Dann ins Ahrtal, da ist es so schön - Kaffetrinken in Adenau unter Fachwerk-häusern - muss sein, noch Getränke kaufen, bei der Hitze, muss auch sein. br/>

18.00 Es wird knapp, weiter durchs Ahrtal – wo ist den die Ahr – da, in Altenahr, so schööön. Da müssen wir Halt machen, spazieren gehen, den Fluss, das Städtchen, die kleinen Berge genießen, Gottes Schöpfung.
br/>

19.00 Eigentlich zu spät für das was wir noch in Essen tun wollten. Egal, ein richtiger Betriebsausflug braucht einen guten Abschluss: Ein Ahrwein im Fässchen macht Laune. Wir freuen uns und sind uns sicher, unser Chef (Jesus) will es so. br/>

20.00 Ab nach Hause, es wird dunkel, mit Musik, Lobpreis und guter Unterhaltung.
22.00 Endlich zu Hause, ein guter heißer Tag, ein guter Betriebsausflug und vier gute Reifen, danke Vater im Himmel, dass dein Plan durchkommen konnte.

Ric

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