... newer stories
Sonntag, 9. Mai 2010
250er Todestag von Nikolaus Graf von Zinzendorf
risced, 23:06h
Er verband Christen: Nikolaus von Zinzendorf
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf mit den Losungen von 1761.
Als die Mauern zwischen den Kirchen noch sehr hoch waren, übersprang sie Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. Der gläubige Graf, Gründer und genialer Förderer der Herrnhuter Brüdergemeine, starb am 9. Mai 1760. 250 Jahre später sind seine Visionen unvermindert aktuell.
Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, 1700 in Dresden geboren, wuchs bei seiner Grossmutter in Grosshennersdorf in der sächsischen Oberlausitz auf. Die fromme Frau lebte ihm ihren einfachen und direkten Glauben vor. Später prägte ihn die Schule des berühmten pietistischen Pädagogen August Hermann Francke in Halle. Nach seiner Heirat mit Erdmuth Dorothea von Reuss 1722 arbeitete der Graf zuerst als Jurist am Dresdner Hof. Doch er wollte der Ausbreitung des Evangeliums mehr Zeit widmen. Wie andere Zeitgenossen sammelte Zinzendorf in seinem Haus Gäste zu Bibellektüre, Gesang und Gebet.
1722 hatte sich eine Gruppe von Protestanten aus Mähren auf dem Gut Berthelsdorf unweit von Grosshennersdorf, das der Graf erworben hatte, angesiedelt. Sie gaben dem neuen Ort den Namen Herrnhut. Bewusst wollten sie unter der Hut ihres himmlischen Herrn und Gottes leben. 1727 zog Zinzendorf mit seiner Frau nach Berthelsdorf, um sich ganz der neuen Gemeinschaft zu widmen.
Durchbruch zur Einheit
In einem handfesten Streit ereignete sich ein Durchbruch, als die Gemeinschaft am 13. August wieder zusammenkam, um das Abendmahl zu feiern: Menschen, die sich vorher ganz gegeneinander verhärtet hatten, öffneten sich voreinander und vor Gott und gestanden einander Fehler ein. In der Folge entwickelte sich eine dynamische Gemeinschaft. 1728 zog eine Gruppe unverheirateter Brüder im «Brüderhaus» zusammen, mit dem Verlangen, der Berufung von Jesus verbindlicher zu folgen. Im selben Jahr wurden die Losungen zum erstenmal gezogen - sie werden bis heute weltweit gelesen.
Mission der Herzen
1731 lernte Zinzendorf den schwarzen Sklaven Anton von der dänischen Karibik-Insel St. Thomas kennen. Die Gemeinde in Herrnhut wurde berührt vom Schicksal der Sklaven. Zwei Herrnhuter brachen nach St. Thomas auf, um mit ihnen zu leben. In den folgenden Jahren verliessen viele junge Männer und Frauen ihre Heimat, um von Grönland und Labrador bis nach Südafrika und Südamerika das Evangelium zu verbreiten. Das Ziel der Mission war dabei nie die Christianisierung ganzer Landstriche, sondern man ging den einzelnen Menschen nach, um ihnen Gottes Liebe nahezubringen.
Bei Wilden und Sklaven
Als souveräner Organisator, origineller Theologe und unermüdlicher Prediger und Seelsorger gab Zinzendorf der Brüdergemeine das Gepräge. Er besuchte die Missionare, weilte bei Indianern in Nordamerika, bei Sklaven in der Karibik, bei Leibeigenen in Estland und Lettland. In Europa knüpfte er zahlreiche Kontakte zu frommen Persönlichkeiten - Vorreiter einer Ökumene brüderlicher Beziehungen.
International erfolgreich
In England bemühte sich Zinzendorf um die Anerkennung der Herrnhuter durch die anglikanische Staatskirche. In Deutschland legte er eine theologische Prüfung ab, um als rechtgläubiger Lutheraner anerkannt zu werden. Zinzendorf schwebte das Zusammenführen der unterschiedlichen christlichen Konfessionen vor - ohne dass er sie auflösen wollte. Entscheidend war für ihn die persönliche Beziehung zu Jesus Christus.
Am 9. Mai 1760 starb Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf in Herrnhut.
Webseite der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine: http://www.ebu.de/
Quelle: Livenet / Evangelische Brüder-Unität
Autor: Peter Schmid
Datum: 08.05.2010
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf mit den Losungen von 1761.
Als die Mauern zwischen den Kirchen noch sehr hoch waren, übersprang sie Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. Der gläubige Graf, Gründer und genialer Förderer der Herrnhuter Brüdergemeine, starb am 9. Mai 1760. 250 Jahre später sind seine Visionen unvermindert aktuell.
Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, 1700 in Dresden geboren, wuchs bei seiner Grossmutter in Grosshennersdorf in der sächsischen Oberlausitz auf. Die fromme Frau lebte ihm ihren einfachen und direkten Glauben vor. Später prägte ihn die Schule des berühmten pietistischen Pädagogen August Hermann Francke in Halle. Nach seiner Heirat mit Erdmuth Dorothea von Reuss 1722 arbeitete der Graf zuerst als Jurist am Dresdner Hof. Doch er wollte der Ausbreitung des Evangeliums mehr Zeit widmen. Wie andere Zeitgenossen sammelte Zinzendorf in seinem Haus Gäste zu Bibellektüre, Gesang und Gebet.
1722 hatte sich eine Gruppe von Protestanten aus Mähren auf dem Gut Berthelsdorf unweit von Grosshennersdorf, das der Graf erworben hatte, angesiedelt. Sie gaben dem neuen Ort den Namen Herrnhut. Bewusst wollten sie unter der Hut ihres himmlischen Herrn und Gottes leben. 1727 zog Zinzendorf mit seiner Frau nach Berthelsdorf, um sich ganz der neuen Gemeinschaft zu widmen.
Durchbruch zur Einheit
In einem handfesten Streit ereignete sich ein Durchbruch, als die Gemeinschaft am 13. August wieder zusammenkam, um das Abendmahl zu feiern: Menschen, die sich vorher ganz gegeneinander verhärtet hatten, öffneten sich voreinander und vor Gott und gestanden einander Fehler ein. In der Folge entwickelte sich eine dynamische Gemeinschaft. 1728 zog eine Gruppe unverheirateter Brüder im «Brüderhaus» zusammen, mit dem Verlangen, der Berufung von Jesus verbindlicher zu folgen. Im selben Jahr wurden die Losungen zum erstenmal gezogen - sie werden bis heute weltweit gelesen.
Mission der Herzen
1731 lernte Zinzendorf den schwarzen Sklaven Anton von der dänischen Karibik-Insel St. Thomas kennen. Die Gemeinde in Herrnhut wurde berührt vom Schicksal der Sklaven. Zwei Herrnhuter brachen nach St. Thomas auf, um mit ihnen zu leben. In den folgenden Jahren verliessen viele junge Männer und Frauen ihre Heimat, um von Grönland und Labrador bis nach Südafrika und Südamerika das Evangelium zu verbreiten. Das Ziel der Mission war dabei nie die Christianisierung ganzer Landstriche, sondern man ging den einzelnen Menschen nach, um ihnen Gottes Liebe nahezubringen.
Bei Wilden und Sklaven
Als souveräner Organisator, origineller Theologe und unermüdlicher Prediger und Seelsorger gab Zinzendorf der Brüdergemeine das Gepräge. Er besuchte die Missionare, weilte bei Indianern in Nordamerika, bei Sklaven in der Karibik, bei Leibeigenen in Estland und Lettland. In Europa knüpfte er zahlreiche Kontakte zu frommen Persönlichkeiten - Vorreiter einer Ökumene brüderlicher Beziehungen.
International erfolgreich
In England bemühte sich Zinzendorf um die Anerkennung der Herrnhuter durch die anglikanische Staatskirche. In Deutschland legte er eine theologische Prüfung ab, um als rechtgläubiger Lutheraner anerkannt zu werden. Zinzendorf schwebte das Zusammenführen der unterschiedlichen christlichen Konfessionen vor - ohne dass er sie auflösen wollte. Entscheidend war für ihn die persönliche Beziehung zu Jesus Christus.
Am 9. Mai 1760 starb Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf in Herrnhut.
Webseite der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine: http://www.ebu.de/
Quelle: Livenet / Evangelische Brüder-Unität
Autor: Peter Schmid
Datum: 08.05.2010
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 30. April 2010
Mein neues Buch "Einfach(e) Gemeinde leben" erscheint Mitte Mai - hier ein Auszug
risced, 15:36h

Ein Netzwerk braucht Ausgewogenheit
Auf die Entwicklung unseres Gemeindelebens wirken immer verschiedene Kräfte, die wir oft nicht erkennen und die erst nach langer Zeit von einigen Gemeindegliedern erkannt und von anderen womöglich gar nicht wahrgenommen werden. Traditionen und Gewohnheiten können zum Beispiel solche Kräfte sein. Oft ist es auch Machtstreben einzelner Gemeindeglieder oder Methoden, die aus der Welt adaptiert werden. Wir wissen, dass wir in einem Kampf mit unsichtbaren Kräften stehen und die Aufgabe haben geistliches Land zu erobern. Wenn wir aber stillstehen, werden wir verlieren. Manchmal sind es ganz normale Dinge, ja ich würde sagen „Naturgesetze“, die, weil wir sie nicht beachten und nicht richtig nutzen, einen negativen Effekt ausüben. So ist es auch mit den zwei Kräften, die ich im Folgenden beschreiben will.
Die Zentripetalkraft und die Zentrifugalkraft
Ein starkes „Gemeindezentrum“ erzeugt eine große Anziehungskraft, weil es über viele verschiedene Gaben, Fähigkeiten, finanzielle Kräfte und zahlreiche Angebote verfügt. Für die meisten Menschen bzw. Christen ist das attraktiver als eine kleine einfache Gemeinde, die nur begrenzte Möglichkeiten hat. Wenn sich aber die gemeindlichen Aktivitäten der Gläubigen zu stark auf ein solches Zentrum ausrichten, kann es gefährlich werden, denn die meisten vorhandenen Ressourcen, die es in der Umgebung gibt, werden in diesen lokalen Mittelpunkt hineingezogen. Es entsteht eine Art Zentripetalkraft, die eine Sogwirkung ausübt. Die Wirkungsweise ist vergleichbar mit den schwarzen Löchern, die man im Universum beobachten kann. Planeten, die einem schwarzen Loch zu nahe kommen, werden unweigerlich von ihm aufgesogen, die Anziehungskraft ist so stark, dass sie ihre Bahn nicht mehr halten können und in ihnen verschwinden. Auch innerhalb unserer Gemeindestrukturen lassen sich ähnliche Wirkungen beobachten. Gläubige, die einem solchen Zentrum nahe kommen, werden unweigerlich von dessen Attraktivität wie magnetisch angezogen. Anfangs ist das sicher bereichernd und wertvoll und gehört mit zu den positiven Glaubenserfahrungen. Die Beobachtung, die ich aber leider mehrfach machen musste, zeigte dann aber doch einen negativen Trend. Das System des Gemeindezentrums prägte die Mitglieder so stark, dass sich eine Abgrenzung nach Außen entwickelte und ein elitärer Geist sichtbar wurde. Die Freiheit und Individualität der einzelnen Gemeindemitglieder wurde dem großen System einverleibt, an ihre Stelle trat Einheit durch Uniformität.
Durch die starke Anziehungskraft richtet sich alles auf das Zentrum aus und ballt sich an einem Ort zusammen. Kräfte, Gaben und Berufungen werden gebunden und dem Reich Gottes entzogen. Ich habe erlebt, wie in solchen Gemeindezentren berufene und begabte Jünger durch den organisatorischen und programmorientierten Ablauf des Gemeindesystems vereinnahmt wurden, um die „Show am Laufen zu halten“, anstatt für ihren eigentlichen Dienst freigesetzt zu werden. Wertvolle Ressourcen lagen viele Jahre brach und wurden fragwürdigen Events und gottesdienstlichen Programmen geopfert. Viele dieser Leute hatten ehrliche Absichten und wollten der Gemeindleitung gehorsam sein, obwohl sie den Drang zum „Dienst nach Draußen“ tief in sich spürten. In vielen Fällen wurden dadurch auch Gemeindespaltungen ausgelöst.
Auch der Versuch des Gemeindezentrums einer zentripetalen Entwicklung entgegenzuwirken, z.B. durch die Einrichtung einer breitflächigen Zellstruktur, hat keine Chance gegen die starke Kraft, die nach innen zieht, wenn das Zentrum und seine Programme die Priorität bleiben. Ich habe es mehrmals erlebt, wie ein starkes Gemeindezentrum, in dem ich zu Hause war, das selbständige, dezentrale Leben, an der Peripherie auf die Dauer erstickte, bzw. in sich aufsog, aus Angst, die Kontrolle zu verlieren. Eine Multiplikation von Diensten und Gemeinden kann da nicht entstehen und steht meist auch nicht auf der Gemeindeagenda.
Andererseits gibt es auch eine große Gefahr, wenn wir uns zu sehr auf Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Individualität einlassen. Dadurch wird eine starke Zentrifugalkraft ausgelöst, die zu einer Falle werden kann. Bei Hausgemeinden oder einfachen Gemeinden kann das zu einer Bedrohung werden, die wir nicht unterschätzen sollten. Zum echten Problem wird es dann, wenn einzelne Hausgemeinden gegen Vernetzung sind, ein Zentrum und eine gemeinsame Ausrichtung prinzipiell ablehnen und sich weigern eine gemeinsame Identität als Gemeinschaft mit anderen einfachen Gemeinden zu suchen. Sie haben Angst ihre eigene Identität als Gemeinde zu verlieren und wollen sich lieber weiter unabhängig entwickeln. Dadurch kommen sie nicht in den Genuss der Gaben vieler anderer und sind nicht angeschlossen an den regelmäßigen Einfluss der Dienste. Sie verlieren leicht die Objektivität und können in extreme Richtungen abgleiten. Wenn diese Entwicklung kommt, dann wird eine starke Fliehkraft entstehen, die dazu führt, dass sich die Hausgemeinden immer weiter voneinander entfernen, bald ganz zerstreut sind und „auseinander fliegen“.
Einfache Gemeinden brauchen die Anbindung an ein Netzwerk und an eine gemeinsame Vision, um nicht in Unverbindlichkeit und Unbedeutsamkeit unterzugehen. Dazu gehören gemeinsame, zentrale Feiergottesdienste, Lehrveranstaltungen und andere Events, an denen die einzelnen Hausgemeinden teilnehmen können. Offenheit und Aufnahme der mobilen Dienste aus Eph. 4.11, die ihre Einsicht und Gaben in die Hausgemeinden bringen, ist hier wichtig, um ein Gleichgewicht herzustellen. Damit sich ein Netzwerk von Hausgemeinden gesund zwischen beiden Extremen entwickeln kann, muss eine Ausgewogenheit zwischen Anziehungs- und Fliehkraft herrschen. Der Heilige Geist will diese Balance herstellen, bei der beide Kräfte in ein Gleichgewicht kommen und die unterschiedlichen Tendenzen gut aufeinander abgestimmt werden. Das zeigt sich in der Struktur eines Netzwerkes, wo sich die Verteilung der verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten entsprechend einpendelt. Auch hier müssen wir weniger machen, planen und organisieren, als vielmehr beobachten und erkennen, in welche Richtung uns der Heilige Geist führen möchte. Da gibt es keine Schablonen, die auf alle Netzwerke gleich anzulegen sind, sondern es entstehen immer individuelle Strukturen, die vom Charakter der Personen, der Hausgemeinden, der Orte und den Bedingungen und Gegebenheiten abhängen. Die Ausbreitung der Gemeinden im 1. Jahrhundert geschah offensichtlich ohne Schwierigkeiten in ausbalancierten Netzwerkstrukturen, weil die Dienste, die Paulus in Epheser 4,11 erwähnt, ungehindert wirken konnten. Als sie später blockiert wurden, veränderten sich die Strukturen und führten zum Kirchensystem, das wir heute noch haben.
VORBESTELLUNGEN FÜR DAS BUCH NEHME ICH GERNE ENTGEGEN
Richard Schutty
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 22. April 2010
Die Wolke beobachten
risced, 01:32h
Wie gebannt beobachten zur Zeit Millionen von Menschen die Wolke. Sie schauen die Nachrichten und wollen wissen, wo die Aschewolke aus dem isländischen Vulkan sich jetzt befindet und ob sie weiterhin gefährlich für den Flugverkehr sein kann. Auf den Flughäfen im Ausland und Inland warten die Leute, dass sich was bewegt und viele machen sich mit Bussen und Bahn schon auf den Weg.
Das Leben ist für ein paar Tage in manchen Bereichen zum Stillstand gekommen auf den Flughäfen war und ist noch gähnende Leere, nichts bewegt sich, die automatischen Ansagen "Bitte achten Sie auf ihr Gepäck" klingen grotesk, wie ein Überbleibsel aus fernen Zeiten. Leute sind verzweifelt, zornig und voller Ungeduld, weil sie sich nicht weiterbewegen dürfen und "provisorische Zelte" in der Fremde aufbauen müssen. Plötzlich merkt man, wie hilflos man ist, wenn mal so ein Bereich der Technik nicht mehr eingesetzt werden kann oder darf. Man sagt, dass auch die Großwetterlage für die Wolke über Europa werantwortlich ist. Die atmosphärischen Bedingungen halten die Wolke in der Höhe. Da kann man nur sagen "Höhere Gewalt", der sich der Mensch beugen muss.
Vor mehren tausend Jahren schickte Gott eine Wolke dem Volk Israel in die Wüste, um sie zu führen. Sie beobachteten damals auch die Wolke, Gottes Wolke, Seine Gegenwart. Wenn sie still stand, mussten die Israeliten auch stillstehen, und ihre Zelte aufbauen, wenn sie sich bewegte dann konnten sie alle Sachen wieder packen uns sich weiterbewegen, in die Richtung, die die Wolke zeigte. Das war für viele demütigend, da sie nicht mehr selbst über ihre Beweglichkeit bestimmen konnten. Stattdessen waren sie abhängig von einer höheren Gewalt, von Gott selbst. Er bestimmte ihren Lebensvollzug und ihren Alltag und das nicht nur für ein paar Tage, sondern für 40 Jahre.
Nichts geschieht zufällig - aber immer hat eine "höhere Gewalt" damit zu tun. Welch eine Gnade, wenn der Mensch erkennen darf, dass nicht er den Ablauf des Lebens bestimmen kann. Wenn alles gut geht, dann merkt er es kaum, aber wenn ein gewaltiger Stillstand kommt, dann sind alle erstaunt, erbost und hilflos.
Im Leben müsste es nicht so sein, wenn wir mehr die Wolke Gottes beobachten würden. Das heißt, wenn wir uns darum mühen würden zu fragen, zu suchen, zu sehen, wo Gott ist, was Gott tut, was er tun möchte und was er tun wird. Wenn wir uns danach richten, dann kann Gott uns ins verheißene Land führen.
Der Mensch tut gut daran, die Wolke Gottes in seinem Leben zu suchen, bzw. zu beobachten, dann wird er erkennen, wohin Gott ihn führt und wann er sich in Bewegung setzen soll, immer in der Abhängigkeit zu Ihm. Der "Stillstand", das "Einhalten" und auf Gott achten ist notwendig, um das Wesentliche zu erfahren, und den richtigen Weg, zur richtigen Zeit zu gehen. Besonders die Christen müssen das neu lernen. Sie sind so voll mit ihren selbstgemachten Programmen, Abläufen und Selbstverständlichkeiten, dass sie die Wolke nicht beachten können. Die Wolke beobachten heißt, dass wir bei allem was wir tun, vorhaben und planen, zuerst die Wolke beobachten, ob sie es auch zulässt, wenn nicht, dann müssen wir einhalten. Aber wie können wir die Wolke sehen, sie ist so weit "oben". Die Aufklärungsflugzeuge haben die Vulkanwolke gesehen, dass sie tatsächlich da ist. Wir haben ein Aufklärungsflugzeug, das uns die Wolke zeigt, das ist der Heilige Geist, für den müssen wir offen sein und ihn nicht missachten.
Ric
Das Leben ist für ein paar Tage in manchen Bereichen zum Stillstand gekommen auf den Flughäfen war und ist noch gähnende Leere, nichts bewegt sich, die automatischen Ansagen "Bitte achten Sie auf ihr Gepäck" klingen grotesk, wie ein Überbleibsel aus fernen Zeiten. Leute sind verzweifelt, zornig und voller Ungeduld, weil sie sich nicht weiterbewegen dürfen und "provisorische Zelte" in der Fremde aufbauen müssen. Plötzlich merkt man, wie hilflos man ist, wenn mal so ein Bereich der Technik nicht mehr eingesetzt werden kann oder darf. Man sagt, dass auch die Großwetterlage für die Wolke über Europa werantwortlich ist. Die atmosphärischen Bedingungen halten die Wolke in der Höhe. Da kann man nur sagen "Höhere Gewalt", der sich der Mensch beugen muss.
Vor mehren tausend Jahren schickte Gott eine Wolke dem Volk Israel in die Wüste, um sie zu führen. Sie beobachteten damals auch die Wolke, Gottes Wolke, Seine Gegenwart. Wenn sie still stand, mussten die Israeliten auch stillstehen, und ihre Zelte aufbauen, wenn sie sich bewegte dann konnten sie alle Sachen wieder packen uns sich weiterbewegen, in die Richtung, die die Wolke zeigte. Das war für viele demütigend, da sie nicht mehr selbst über ihre Beweglichkeit bestimmen konnten. Stattdessen waren sie abhängig von einer höheren Gewalt, von Gott selbst. Er bestimmte ihren Lebensvollzug und ihren Alltag und das nicht nur für ein paar Tage, sondern für 40 Jahre.
Nichts geschieht zufällig - aber immer hat eine "höhere Gewalt" damit zu tun. Welch eine Gnade, wenn der Mensch erkennen darf, dass nicht er den Ablauf des Lebens bestimmen kann. Wenn alles gut geht, dann merkt er es kaum, aber wenn ein gewaltiger Stillstand kommt, dann sind alle erstaunt, erbost und hilflos.
Im Leben müsste es nicht so sein, wenn wir mehr die Wolke Gottes beobachten würden. Das heißt, wenn wir uns darum mühen würden zu fragen, zu suchen, zu sehen, wo Gott ist, was Gott tut, was er tun möchte und was er tun wird. Wenn wir uns danach richten, dann kann Gott uns ins verheißene Land führen.
Der Mensch tut gut daran, die Wolke Gottes in seinem Leben zu suchen, bzw. zu beobachten, dann wird er erkennen, wohin Gott ihn führt und wann er sich in Bewegung setzen soll, immer in der Abhängigkeit zu Ihm. Der "Stillstand", das "Einhalten" und auf Gott achten ist notwendig, um das Wesentliche zu erfahren, und den richtigen Weg, zur richtigen Zeit zu gehen. Besonders die Christen müssen das neu lernen. Sie sind so voll mit ihren selbstgemachten Programmen, Abläufen und Selbstverständlichkeiten, dass sie die Wolke nicht beachten können. Die Wolke beobachten heißt, dass wir bei allem was wir tun, vorhaben und planen, zuerst die Wolke beobachten, ob sie es auch zulässt, wenn nicht, dann müssen wir einhalten. Aber wie können wir die Wolke sehen, sie ist so weit "oben". Die Aufklärungsflugzeuge haben die Vulkanwolke gesehen, dass sie tatsächlich da ist. Wir haben ein Aufklärungsflugzeug, das uns die Wolke zeigt, das ist der Heilige Geist, für den müssen wir offen sein und ihn nicht missachten.
Ric
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 8. April 2010
Die Krüge die Fackeln und die Hörner
risced, 17:25h
"Und er (Gideon) teilte die dreihundert Mann in drei Abteilungen und gab ihnen allen Hörner in die Hand und leere Krüge, und in den Krügen waren Fackeln.... Da stießen die drei Abteilungen in die Hörner und zerbrachen die Krüge. Und sie ergriffen mit ihrer linken Hand die Fackeln und mit ihrer rechten Hand die Hörner zum Blasen und riefen: Schwert für den HERRN und für Gideon! .... Und sie blieben stehen, jeder an seiner Stelle, rings um das Heerlager (der Feinde). Da lief das ganze Heerlager durcheinander, und sie schrieen laut und flohen" Richter 3,16-21
Dieser Text hat mich heute morgen stark angesprochen, als ich für die Situation der einfachen Gemeinden in unserer Region gebetet habe. Viele einfache Gemeinden gibt es ja nicht bei uns - doch es gibt mittlerweile viele, die ihre institutionelln Gemeinden verlassen haben und sie nicht mehr besuchen. Viele von ihnen sind alleine, aber sie gehören trotzdem zum Volk Gottes in dieser Region und beklagen die schwierige geistliche Situation die hier herrscht.
In der Geschichte ruft Gideon 32000 Mann zum Kampf gegen das Heerlager Midians auf, das die ganze Region, in der die Israeliten lebten, unter Druck hielt. Von den rekrutierten Freiwilligen bleiben gerade 300 übrig, also weniger als ein Prozent. Gott wollte mit wenigen eine Wende herbeiführen, das ist auch heute noch seine Vorgehensweie, davon bin ich überzeugt.
Vielleicht gibt es in der Rhein- Ruhr- Region 5000 Christen, dann wären das im Vergleich weniger als 50 Leute. Wenn sie entschieden sind, für den Herrn zu leben und zu sterben, dann macht das einen großen Unterschied in einer Region, die unter einer dunklen Druckwolke lebt. (So meine Gedanken beim Gebet.)
Die Dreihundert kämpften nicht mit dem Schwert und mit menschlicher Stärke. Stattdessen brachten sie in der Nacht tönerne Krüge mit und stellten ihre Fackeln hinein, sodass der Lichtschein nicht nach Außen dringen konnte. In der Dunkelheit zerbrachen sie plötzlich ihre Gefässe und bliesen die Hörner wie zu einem Angriff. Die Machtverhältnisse änderten sich daraufhin schlagartig.
Da denke ich daran, dass es doch 30- 50 einfache, schwache (tönerne) Gläubige in der Region geben könnte, die wie diese Krüge, das starke Brennen des Geistes, das lodernde Licht Gottes in sich verborgen halten. Was wäre, wenn sie in zerbrochenem Zustand zusammenkommen, damit ihr Licht plötzlich hell in der Nacht leuchtet und mit den anderen zusammen zu einem großen Schein wird, bzw. zu einem großen Lichtermeer wird.
Die Dreihundert hatten in der einen Hand die brennende Fackel und in der Hand hielten sie eine Posaune und bliesen diese kräftig, sodass ein lauter Schall im ganzen Tal ertönte. Das gehört mit dazu, dass die Zusammenkommenden ihre Stimme, ihre Instrumente erschallen lassen, damit die Finsternis erschüttert wird.
Ich weiß, es hat schon viele solcher, oder ähnlicher Visionen im Ruhrgebiet gegeben, die alle mehr oder minder im Sande verlaufen waren. Trotzdem, so glaube ich, ist Gott mit dieser Vision noch nicht am Ende. Drei Dinge könnten dabei enscheidend sein:
1. Die Zerbrochenheit der einzelnen Jünger, damit das Licht in die Öffentlichkeit dringen kann.
2. Die Bereitschaft uneigennützig, über konfessionelle Schranken hinweg, mit anderen zusammenzukommen, um zum richtigen Zeitpunkt mit gebündelter Lichtenrergie zu scheinen.
3. Das Verlangen, unsere Stimmen und Instrumente zur Ehre Gottes zu erheben.
Ric
Dieser Text hat mich heute morgen stark angesprochen, als ich für die Situation der einfachen Gemeinden in unserer Region gebetet habe. Viele einfache Gemeinden gibt es ja nicht bei uns - doch es gibt mittlerweile viele, die ihre institutionelln Gemeinden verlassen haben und sie nicht mehr besuchen. Viele von ihnen sind alleine, aber sie gehören trotzdem zum Volk Gottes in dieser Region und beklagen die schwierige geistliche Situation die hier herrscht.
In der Geschichte ruft Gideon 32000 Mann zum Kampf gegen das Heerlager Midians auf, das die ganze Region, in der die Israeliten lebten, unter Druck hielt. Von den rekrutierten Freiwilligen bleiben gerade 300 übrig, also weniger als ein Prozent. Gott wollte mit wenigen eine Wende herbeiführen, das ist auch heute noch seine Vorgehensweie, davon bin ich überzeugt.
Vielleicht gibt es in der Rhein- Ruhr- Region 5000 Christen, dann wären das im Vergleich weniger als 50 Leute. Wenn sie entschieden sind, für den Herrn zu leben und zu sterben, dann macht das einen großen Unterschied in einer Region, die unter einer dunklen Druckwolke lebt. (So meine Gedanken beim Gebet.)
Die Dreihundert kämpften nicht mit dem Schwert und mit menschlicher Stärke. Stattdessen brachten sie in der Nacht tönerne Krüge mit und stellten ihre Fackeln hinein, sodass der Lichtschein nicht nach Außen dringen konnte. In der Dunkelheit zerbrachen sie plötzlich ihre Gefässe und bliesen die Hörner wie zu einem Angriff. Die Machtverhältnisse änderten sich daraufhin schlagartig.
Da denke ich daran, dass es doch 30- 50 einfache, schwache (tönerne) Gläubige in der Region geben könnte, die wie diese Krüge, das starke Brennen des Geistes, das lodernde Licht Gottes in sich verborgen halten. Was wäre, wenn sie in zerbrochenem Zustand zusammenkommen, damit ihr Licht plötzlich hell in der Nacht leuchtet und mit den anderen zusammen zu einem großen Schein wird, bzw. zu einem großen Lichtermeer wird.
Die Dreihundert hatten in der einen Hand die brennende Fackel und in der Hand hielten sie eine Posaune und bliesen diese kräftig, sodass ein lauter Schall im ganzen Tal ertönte. Das gehört mit dazu, dass die Zusammenkommenden ihre Stimme, ihre Instrumente erschallen lassen, damit die Finsternis erschüttert wird.
Ich weiß, es hat schon viele solcher, oder ähnlicher Visionen im Ruhrgebiet gegeben, die alle mehr oder minder im Sande verlaufen waren. Trotzdem, so glaube ich, ist Gott mit dieser Vision noch nicht am Ende. Drei Dinge könnten dabei enscheidend sein:
1. Die Zerbrochenheit der einzelnen Jünger, damit das Licht in die Öffentlichkeit dringen kann.
2. Die Bereitschaft uneigennützig, über konfessionelle Schranken hinweg, mit anderen zusammenzukommen, um zum richtigen Zeitpunkt mit gebündelter Lichtenrergie zu scheinen.
3. Das Verlangen, unsere Stimmen und Instrumente zur Ehre Gottes zu erheben.
Ric
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 8. April 2010
Focus Jesus - Kräfte bündeln - neue Ufer erreichen
risced, 01:48h
Ich denke, es ist nicht im Interesse Jesu, wenn wir als seine Jünger, als gläubige Nachfolger, uns nicht versammeln und isoliert versuchen, unser Glaubensleben zu leben.
Richtig, viele von uns haben schmerzliche Erfahrungen, z.T. sogar Missbrauch in institutionellen Gemeinden erlebt und sind froh, dass sie einen Weg aus den falschen Gemeindesystemen gefunden haben. Doch darf das nicht dahin führen, dass wir keine Gemeinschaft mehr mit anderen Gläubigen haben.
Jesu Anliegen ist, dass seine Gemeinde in dieser Welt sichtbar und präsent ist, sie hat einen großen Auftrag, dazu müssen wir zusammen kommen und uns einander dienen und uns gegenseitig ergänzen. Dann erst wird die Power Jesu in unserer Umwelt aktiviert und die Welt kann erkennen, das wir seine Jünger sind. Ja ich glaube, dass dadurch ein doppelter Synergieeffekt in der unsichtbaren Welt freigesetzt wird, der unbedingt notwendig ist, die Kraft des Heiligen Geistes und die Kraft der Gemeinschaft.
Wenn wir das nicht tun, dann bleiben wir auf unserer einsamen Insel, weitab vom Festland und konservieren unser geistliches Leben, was eigentlich nicht geht. Geistliches Leben braucht die Erweiterung und die Aktion im Verbund mit anderen. Deshalb, so meine ich, ist es wichtig, dass wir uns zusammenfinden, wo immer es möglich ist, gemeinsam beten, das Wort hören, Beziehungen leben, Gott feiern und seine Taten verkündigen.
Ich bete und wünsche, dass Gott uns hilft, besonders hier in unserer Region, dem Ruhrgebiet, das in den nächsten Jahren mehr zu verwirklichen. Wie auch aus anderen Ballungsräumen bekannt, gibt es mittlerweile viele Christen, die versuchen, ausserhalb der "Gemeindemauern" ihr Christsein zu leben. Das ist zunächst eine verständliche Entwicklung, die ernst zu nehmen ist. Doch muss daraus auch etwas Neues entstehen, was Gemeinde und Reich Gottes zum Inhalt hat. Wenn wir uns fragen, was das Neue ist, das entstehen soll, dann kommen wir wieder zu den altbekannten Werten. Intensive Gemeinschaft, Jüngerschaft und missionarische Kraft.
Der Focus bleibt bei Jesus und am besten können wir uns in der Gemeinschaft dazu ermutigen. Den Ruf zur Jüngerschaft können wir auch nur dann nachgehen, wenn wir uns mit dem Bruder und der Schwester auseinandersetzen und den gemeinsamen Auftrag erkennen. Das setzt letztlich die Kraft frei, die sich Bahn machen will, die frohe botschaft auch zu denen zu bringen, die sie noch nicht kennen.
Wer macht mit?
Ric
Richtig, viele von uns haben schmerzliche Erfahrungen, z.T. sogar Missbrauch in institutionellen Gemeinden erlebt und sind froh, dass sie einen Weg aus den falschen Gemeindesystemen gefunden haben. Doch darf das nicht dahin führen, dass wir keine Gemeinschaft mehr mit anderen Gläubigen haben.
Jesu Anliegen ist, dass seine Gemeinde in dieser Welt sichtbar und präsent ist, sie hat einen großen Auftrag, dazu müssen wir zusammen kommen und uns einander dienen und uns gegenseitig ergänzen. Dann erst wird die Power Jesu in unserer Umwelt aktiviert und die Welt kann erkennen, das wir seine Jünger sind. Ja ich glaube, dass dadurch ein doppelter Synergieeffekt in der unsichtbaren Welt freigesetzt wird, der unbedingt notwendig ist, die Kraft des Heiligen Geistes und die Kraft der Gemeinschaft.
Wenn wir das nicht tun, dann bleiben wir auf unserer einsamen Insel, weitab vom Festland und konservieren unser geistliches Leben, was eigentlich nicht geht. Geistliches Leben braucht die Erweiterung und die Aktion im Verbund mit anderen. Deshalb, so meine ich, ist es wichtig, dass wir uns zusammenfinden, wo immer es möglich ist, gemeinsam beten, das Wort hören, Beziehungen leben, Gott feiern und seine Taten verkündigen.
Ich bete und wünsche, dass Gott uns hilft, besonders hier in unserer Region, dem Ruhrgebiet, das in den nächsten Jahren mehr zu verwirklichen. Wie auch aus anderen Ballungsräumen bekannt, gibt es mittlerweile viele Christen, die versuchen, ausserhalb der "Gemeindemauern" ihr Christsein zu leben. Das ist zunächst eine verständliche Entwicklung, die ernst zu nehmen ist. Doch muss daraus auch etwas Neues entstehen, was Gemeinde und Reich Gottes zum Inhalt hat. Wenn wir uns fragen, was das Neue ist, das entstehen soll, dann kommen wir wieder zu den altbekannten Werten. Intensive Gemeinschaft, Jüngerschaft und missionarische Kraft.
Der Focus bleibt bei Jesus und am besten können wir uns in der Gemeinschaft dazu ermutigen. Den Ruf zur Jüngerschaft können wir auch nur dann nachgehen, wenn wir uns mit dem Bruder und der Schwester auseinandersetzen und den gemeinsamen Auftrag erkennen. Das setzt letztlich die Kraft frei, die sich Bahn machen will, die frohe botschaft auch zu denen zu bringen, die sie noch nicht kennen.
Wer macht mit?
Ric
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 24. März 2010
Einfache Gemeinde - eine neue Phase beginnt
risced, 13:12h
(nicht nur aus der Sicht der Rhein- Ruhr- Region)
Ab ca. 1999/2000 begann in Deutschland ein neues Erwachen in Bezug auf Gemeinde. Es war das, was man damals die "Hauskirchenbewegung" nannte. In Wirklichkeit war es weniger eine Bewegung, als mehr eine neue "Gemeindewelle". Ausgelöst wurde sie, unter anderem durch das Buch von Wolfgang Simson, "Häuser die die Welt verändern". Etwa bis 2004/5 hatte diese Entwicklung einen Höhepunkt erreicht und ebbte dann ab.
Gleichzeitig spürten viele, dass Gott etwas Neues machen will, indem er nach solchen Leuten suchte, die ernsthaft daran interessiert waren dranzubleiben, um auf eine neue und einfache Weise Gemeinde leben zu wollen, auch wenn es nötig wäre, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Viele gute und ernstzunehmende einfache Gemeinden/ Hausgemeinden und Netzwerke sind in dieser Zeit entstanden.
Im Laufe dieser zweiten Phase wurden aber drei Dinge sichtbar, die eine positive Weiterentwicklung blockieren:
Erstens wurde deutlich, dass für viele die Aufarbeitung der institutionellen Gemeindevergangenheit ein langwieriger Prozess wurde, der die Entwicklung einfacher Gemeindestrukturen hemmte. Alte Muster, Prägungen und unbewältigte persönliche Krisen bestimmten das Gemeinschaftsleben sehr stark und verhinderten das Kreieren einer gesunden Gemeinschaft.
Zum zweiten war zu erkennen, dass das Zusammenleben in einem Netzwerk, das nicht aus einer Stammgemeinde entstanden war, schwer zu realisieren ist. Zwar hatten viele jetzt gelernt, die Priorität auf die kleine Gemeinde im Haus zu setzen, doch fehlte dann für die meisten das Verlangen, die Zugehörigkeit zu einer "geistlichen Sippe" im Größeren zu suchen. Netzwerktreffen über die eigene Stadt hinaus wurden von einem Großteil der Leute so nicht angenommen.
Drittens die Zusammenarbeit unter den verantwortlichen Leuten in der Region wurde immer schwieriger, bis dahin, dass manche Beziehungen sogar ganz abbrachen. Es entstanden auf Dauer keine gemeinsamen Werte und Strukturen welche die Zusammenarbeit unter den Verantwortlichen des größeren Netzwerkes in der Region hätten regeln können.
Ich glaube, dass jetzt eine dritte Phase beginnt, ein neuer Abschnitt für die Hauskirchen, Hausgemeinden oder einfachen Gemeinden in Deutschland. Gott wird ein neues "initiatives Element" hinzufügen, das notwendig ist, die gegenwärtigen Blockaden zu überwinden. In diesem neuen Abschnitt wird es eine neue Zusammenarbeit unter den Verantwortlichen und ein neues Zusammenleben unter den einfachen Gemeinden in einem größeren Netzwerk geben. Es werden Leute in Erscheinung treten, die ein gesundes Verständnis vom Reich Gottes haben. Denn letztlich hat Jesus seine Jünger beauftragt, das Reich Gottes zu verkündigen, das über die Grenzen der Gemeinde hinausgeht. Darüberhinaus wird es eine neue Zusammenarbeit der Dienste in "gabenorientierten Teams" geben. Sie können durch ihre Unterschiedlichkeit die einfachen Gemeinden optimal zurüsten und das größere Netzwerk zusammenhalten.
Deutlich wird dann die doppelte Struktur der einfachen Gemeinden im Netzwerk zum Vorschein kommen, wo es ein flexibles Zentrum geben wird und gleichzeitig die dezentrale Struktur der einfachen Gemeinden im Netzwerk beibehalten wird. Das Zentrum wird sein wie das "Zelt der Begnung", oder die "Hütte Davids", wo bei den Israeliten aus aus den verschiedenen Familien (Sippen) die Gläubigen zusammenkommen, um Gott zu feiern. Es wird aber auch sein wie die "Schule des Tyrannus", wo im ersten Jahrhundert in Ephesus die Gläubigen in Jüngerschaft trainiert wurden und einzelne zum Dienst nach Eph. 4,11 zugerüstet wurden.
Ab ca. 1999/2000 begann in Deutschland ein neues Erwachen in Bezug auf Gemeinde. Es war das, was man damals die "Hauskirchenbewegung" nannte. In Wirklichkeit war es weniger eine Bewegung, als mehr eine neue "Gemeindewelle". Ausgelöst wurde sie, unter anderem durch das Buch von Wolfgang Simson, "Häuser die die Welt verändern". Etwa bis 2004/5 hatte diese Entwicklung einen Höhepunkt erreicht und ebbte dann ab.
Gleichzeitig spürten viele, dass Gott etwas Neues machen will, indem er nach solchen Leuten suchte, die ernsthaft daran interessiert waren dranzubleiben, um auf eine neue und einfache Weise Gemeinde leben zu wollen, auch wenn es nötig wäre, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Viele gute und ernstzunehmende einfache Gemeinden/ Hausgemeinden und Netzwerke sind in dieser Zeit entstanden.
Im Laufe dieser zweiten Phase wurden aber drei Dinge sichtbar, die eine positive Weiterentwicklung blockieren:
Erstens wurde deutlich, dass für viele die Aufarbeitung der institutionellen Gemeindevergangenheit ein langwieriger Prozess wurde, der die Entwicklung einfacher Gemeindestrukturen hemmte. Alte Muster, Prägungen und unbewältigte persönliche Krisen bestimmten das Gemeinschaftsleben sehr stark und verhinderten das Kreieren einer gesunden Gemeinschaft.
Zum zweiten war zu erkennen, dass das Zusammenleben in einem Netzwerk, das nicht aus einer Stammgemeinde entstanden war, schwer zu realisieren ist. Zwar hatten viele jetzt gelernt, die Priorität auf die kleine Gemeinde im Haus zu setzen, doch fehlte dann für die meisten das Verlangen, die Zugehörigkeit zu einer "geistlichen Sippe" im Größeren zu suchen. Netzwerktreffen über die eigene Stadt hinaus wurden von einem Großteil der Leute so nicht angenommen.
Drittens die Zusammenarbeit unter den verantwortlichen Leuten in der Region wurde immer schwieriger, bis dahin, dass manche Beziehungen sogar ganz abbrachen. Es entstanden auf Dauer keine gemeinsamen Werte und Strukturen welche die Zusammenarbeit unter den Verantwortlichen des größeren Netzwerkes in der Region hätten regeln können.
Ich glaube, dass jetzt eine dritte Phase beginnt, ein neuer Abschnitt für die Hauskirchen, Hausgemeinden oder einfachen Gemeinden in Deutschland. Gott wird ein neues "initiatives Element" hinzufügen, das notwendig ist, die gegenwärtigen Blockaden zu überwinden. In diesem neuen Abschnitt wird es eine neue Zusammenarbeit unter den Verantwortlichen und ein neues Zusammenleben unter den einfachen Gemeinden in einem größeren Netzwerk geben. Es werden Leute in Erscheinung treten, die ein gesundes Verständnis vom Reich Gottes haben. Denn letztlich hat Jesus seine Jünger beauftragt, das Reich Gottes zu verkündigen, das über die Grenzen der Gemeinde hinausgeht. Darüberhinaus wird es eine neue Zusammenarbeit der Dienste in "gabenorientierten Teams" geben. Sie können durch ihre Unterschiedlichkeit die einfachen Gemeinden optimal zurüsten und das größere Netzwerk zusammenhalten.
Deutlich wird dann die doppelte Struktur der einfachen Gemeinden im Netzwerk zum Vorschein kommen, wo es ein flexibles Zentrum geben wird und gleichzeitig die dezentrale Struktur der einfachen Gemeinden im Netzwerk beibehalten wird. Das Zentrum wird sein wie das "Zelt der Begnung", oder die "Hütte Davids", wo bei den Israeliten aus aus den verschiedenen Familien (Sippen) die Gläubigen zusammenkommen, um Gott zu feiern. Es wird aber auch sein wie die "Schule des Tyrannus", wo im ersten Jahrhundert in Ephesus die Gläubigen in Jüngerschaft trainiert wurden und einzelne zum Dienst nach Eph. 4,11 zugerüstet wurden.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 16. März 2010
Der Seestern im Automobil
risced, 12:44h
Als ich heute Morgen in meiner Büroküche betend auf und ab lief warf ich mal kurz einen Blick nach draußen, auf die Strasse und entdeckte etwas interessantes: Ein parkendes Auto, mit einem Seestern auf der Ablage.

War das ein Zufall? Noch gestern beschäftigte ich mit der neuen Starfish Serie von Wolfgang Simson, die brandneu auf You Tube veröffentlicht wurde. Das gibt mir jetzt den Anstoß mich näher damit zu befassen. Gesetern abend hatte ich ein langes Telefonat mit einem "Einfache Gemeinde Mitstreiter" aus der Rhein- Ruhr- Region. Am vergangenen Samstag hatten wir ein erstes Netzwerktreffen für Einfache Gemeinde.
In unserem feedback überlegten wir, wie wir die Vison praktisch umsetzen können. Da geht es auf der einen Seite um die Entstehung vieler neuer Gemeinden und auch darum, was möglich ist, damit diese Gemeinde sich zu einem gemeinsamen Netzwerk halten. Welche Antworten gibt die Starfish Serie dazu?
Hier ist sie: Die Starfish Serie
von Wolfang Simson
Ric

War das ein Zufall? Noch gestern beschäftigte ich mit der neuen Starfish Serie von Wolfgang Simson, die brandneu auf You Tube veröffentlicht wurde. Das gibt mir jetzt den Anstoß mich näher damit zu befassen. Gesetern abend hatte ich ein langes Telefonat mit einem "Einfache Gemeinde Mitstreiter" aus der Rhein- Ruhr- Region. Am vergangenen Samstag hatten wir ein erstes Netzwerktreffen für Einfache Gemeinde.
In unserem feedback überlegten wir, wie wir die Vison praktisch umsetzen können. Da geht es auf der einen Seite um die Entstehung vieler neuer Gemeinden und auch darum, was möglich ist, damit diese Gemeinde sich zu einem gemeinsamen Netzwerk halten. Welche Antworten gibt die Starfish Serie dazu?
Hier ist sie: Die Starfish Serie
von Wolfang Simson
Ric
... link (1 Kommentar) ... comment
Sonntag, 7. März 2010
The King has left the building ...
risced, 19:08h
Der König hat das Gebäude verlassen ...
Jesus hat das Gebäude verlassen und die Gemeinde mit ihm. Sie ist die "ekklesia" die Herausgerufene, die Ihm folgt, es sind die Jünger, die dem Meister folgen. Sie folgen keinem Menschen, sondern dem Herrn und Haupt der Gemeinde.
Wer die Augen nicht verschließt, sieht, was in unserem Land, unter den Christen lost ist. Institutionelle Kirchen und Gemeinden kommen in Krisen, weil sie sich verkalkuliert und überschätzt haben. In den letzten Jahren haben sie sich mehr damit beschäfitgt, ihre Gemeindetempel und heiligen Hallen zu errichten, um der Welt zu beweisen, dass sie auch was können, um ihr eigenes Königreich auszuweiten.

Viele Gläubige, die es gut gemeint haben und mit ihrem Geld und mit ihrer Kraft diese Gemeindesysteme unterstützt haben, liegen erschöpft und ausgebrannt am Boden. Sie sind enttäuscht und desillusioniert von ihren Leitern, weil hinter der Fassade der starken geistlichen Männer und Frauen immer mehr Schwächen, menschliches Versagen, und Zusammenbruch sichtbar werden. Viele erkennen jetzt, dass sie nur Menschen und deren Ideen gefolgt sind, aber nicht dem Auferstandenen. Gläubge verlassen die Gemeindegebäude und treten aus den kirchl. Organisation und Vereinen, die sich Gemeinde nennen aus. Aber sie verlassen nicht die Gemeinschaft mit dem Herrn. Im Gegenteil, sie wollen näher mit Ihm und mit ihren Geschwistern zusammen sein, Gemeinschaft leben und ungezwungen in ihre Berufung hineinwachsen können. Das haben sie lange vermisst, weil sie gebunden waren und nur zu religiösen Veranstaltung gelaufen sind und sich an frommen Programmen beteiligt haben.
Das, was sich vor Jahrzehnten in den Landeskirchen abgezeichnet hat, passiert jetzt überall in Freikirchen und in charismatischen Gemeinden. Die Gläubigen sind dem frommen Gemeinderahmen, den Liturgien, den anstrengenden Programmen, dem äußerlichen Firlefanz und den Gemeindeshows, überdrüssig geworden. Sie suchen nach echter Herzensgemeinschaft und nicht nach Zuschauerrollen und Gemeindearbeitsbeziehungen. Sie wollen der toten Organisation entfliehen, wo sie ihren Wert und ihre Anerkennung durch Aktiväten und Gemeindeämter bekommen - sie suchen nach der bedingungslosen Liebe, wollen um ihrer selbst anerkannt und geliebt sein, ohne die Erfüllung von Bedingungen, Statuten, Vereinssatzungen und neuen christlichen Gesetzen und Verhaltensregeln.
Auf der Suche nach dem Wesentlichen, verlassen sie die Gemeindesysteme, treffen sich mit Gleichgesinnten um neue Ansätze zu finden. Sie verlassen ihre Gemeinden, nicht weil ich sie ihren Gauben verloren haben, sondern sie wollen ihren Glauben nicht verlieren, deshalb gehen sie. Der Heilige Geist bahnt sich überall neue Flussbette, wo er sich ausbreiten kann, um das Land zu bewässern, weil er blockiert wurde. Ein ehrfurchtgebietendes Szenario spielt sich vor unseren Aufgen ab: Überall im Land stehen Gebäude, die immer leerer werden und draußen, auf den Wiesen, an den Flüssen, in den Auen in den Häusern treffen sich Nachfolger Jesu in kleinen Gruppen und fragen nicht danach, aus welcher Konfession, Denomination oder "Gemeinde" sie kommen, sie wissen sich herausgerufen, verstehen sich als Gemeinde, auch wenn sie nur zu zweit oder zu dritt sind, sie sind erneut unterwegs zum verheißenen Land, dem Reich Gottes unter der Leitung ihres großen Herrschers Jesus Christus.
ric
Jesus hat das Gebäude verlassen und die Gemeinde mit ihm. Sie ist die "ekklesia" die Herausgerufene, die Ihm folgt, es sind die Jünger, die dem Meister folgen. Sie folgen keinem Menschen, sondern dem Herrn und Haupt der Gemeinde.
Wer die Augen nicht verschließt, sieht, was in unserem Land, unter den Christen lost ist. Institutionelle Kirchen und Gemeinden kommen in Krisen, weil sie sich verkalkuliert und überschätzt haben. In den letzten Jahren haben sie sich mehr damit beschäfitgt, ihre Gemeindetempel und heiligen Hallen zu errichten, um der Welt zu beweisen, dass sie auch was können, um ihr eigenes Königreich auszuweiten.

Viele Gläubige, die es gut gemeint haben und mit ihrem Geld und mit ihrer Kraft diese Gemeindesysteme unterstützt haben, liegen erschöpft und ausgebrannt am Boden. Sie sind enttäuscht und desillusioniert von ihren Leitern, weil hinter der Fassade der starken geistlichen Männer und Frauen immer mehr Schwächen, menschliches Versagen, und Zusammenbruch sichtbar werden. Viele erkennen jetzt, dass sie nur Menschen und deren Ideen gefolgt sind, aber nicht dem Auferstandenen. Gläubge verlassen die Gemeindegebäude und treten aus den kirchl. Organisation und Vereinen, die sich Gemeinde nennen aus. Aber sie verlassen nicht die Gemeinschaft mit dem Herrn. Im Gegenteil, sie wollen näher mit Ihm und mit ihren Geschwistern zusammen sein, Gemeinschaft leben und ungezwungen in ihre Berufung hineinwachsen können. Das haben sie lange vermisst, weil sie gebunden waren und nur zu religiösen Veranstaltung gelaufen sind und sich an frommen Programmen beteiligt haben.
Das, was sich vor Jahrzehnten in den Landeskirchen abgezeichnet hat, passiert jetzt überall in Freikirchen und in charismatischen Gemeinden. Die Gläubigen sind dem frommen Gemeinderahmen, den Liturgien, den anstrengenden Programmen, dem äußerlichen Firlefanz und den Gemeindeshows, überdrüssig geworden. Sie suchen nach echter Herzensgemeinschaft und nicht nach Zuschauerrollen und Gemeindearbeitsbeziehungen. Sie wollen der toten Organisation entfliehen, wo sie ihren Wert und ihre Anerkennung durch Aktiväten und Gemeindeämter bekommen - sie suchen nach der bedingungslosen Liebe, wollen um ihrer selbst anerkannt und geliebt sein, ohne die Erfüllung von Bedingungen, Statuten, Vereinssatzungen und neuen christlichen Gesetzen und Verhaltensregeln.
Auf der Suche nach dem Wesentlichen, verlassen sie die Gemeindesysteme, treffen sich mit Gleichgesinnten um neue Ansätze zu finden. Sie verlassen ihre Gemeinden, nicht weil ich sie ihren Gauben verloren haben, sondern sie wollen ihren Glauben nicht verlieren, deshalb gehen sie. Der Heilige Geist bahnt sich überall neue Flussbette, wo er sich ausbreiten kann, um das Land zu bewässern, weil er blockiert wurde. Ein ehrfurchtgebietendes Szenario spielt sich vor unseren Aufgen ab: Überall im Land stehen Gebäude, die immer leerer werden und draußen, auf den Wiesen, an den Flüssen, in den Auen in den Häusern treffen sich Nachfolger Jesu in kleinen Gruppen und fragen nicht danach, aus welcher Konfession, Denomination oder "Gemeinde" sie kommen, sie wissen sich herausgerufen, verstehen sich als Gemeinde, auch wenn sie nur zu zweit oder zu dritt sind, sie sind erneut unterwegs zum verheißenen Land, dem Reich Gottes unter der Leitung ihres großen Herrschers Jesus Christus.
ric
... link (0 Kommentare) ... comment
Brauchen wir für Erweckung Hauskirchen?
risced, 13:01h
Meine Antwort:
1) Es kommt darauf an, wie wir Erweckung definieren. Wenn E. nur auflodern des Evangeliumsfeuer in den Herzen Einzelner für eine kurze Periode ist, dann würde ich sagen NEIN.
Wenn aber Erweckung dauerhaft sein soll und unsere Gemeindestrukturen, unseren Lebensstil, unsere Gemeinschaft und unsere Entschiedenheit in Jüngerschaft betrifft, dann sage ich unbedingt JA. Sie sind dann ein unverzichtbarer Teil in der Bewegung Gottes in einer Kultur.
2) Es kommt darauf an, was man unter Hauskirchen versteht. Wenn H. nur eines von vielen Gemeindemodellen ist, in denen immer wieder das gleiche abläuft, dann würde ich sagen NEIN. Man kann nämlich auch im Kleinen, im Wohnzimmer das gleiche Gemeindesystem in Miniaturform leben. Da kann in einer solchen "Hauskirche" die selbe Liturgie (sogar charismatisch) ablaufen lassen und die selben Werte und Verhaltensweisen propagieren wie in institutionellen Gemeinden.
Wenn aber Hauskirche als einfache Gemeinde, bzw. als organische Gemeinde gelebt wird, dann würde ich sagen JA, wir brauchen unbedingt Hauskirchen. Warum - weil sie der Ausdruck von Gemeinde überhaupt sind. Jede Gemeinde ist in ihrer Anfangsphase "einfach" und "organisch", also sie ist eine "Hauskirche". Problem ist, dass man bei der anfänglichen Frische nicht mehr bleibt, sondern immer größer wird und eine Institution bildet, bei der es dann mehr um Programme und Veranstaltungen geht. Gemeinde an der Basis ist aber Gemeinschaft im Kleinen, auf die eine ganze Gemeinde (Stadtgemeinde) aufgebaut sein soll. Es geht nicht anders.
Ich denke, es geht nicht um die Frage, welches Gemeindemodell besser für Erweckung ist, sondern es geht um die innersten Werte der Gemeinde, um die Frage, was ist Gemeinde.
Wir sehen heute die Großveranstaltungen der "christlich- kirchlichen Insitututionen" (Vereine, Körperschaften des öffentlichen Rechts) meist als Gemeinden an, aber das ist nicht die Gemeinde Jesu - vielmehr sind das Veranstaltungen und Programme, die von vielen Christen in gemeinsamer Arbeit zusammengestellt wurden. Viele Menschen, Gläubige, die zur Gemeinde Jesu der Stadt (des Ortes) gehören und auch Nichtgläubige kommen zusammen um das vorbereitete Programm zu konsumieren.
1) Es kommt darauf an, wie wir Erweckung definieren. Wenn E. nur auflodern des Evangeliumsfeuer in den Herzen Einzelner für eine kurze Periode ist, dann würde ich sagen NEIN.
Wenn aber Erweckung dauerhaft sein soll und unsere Gemeindestrukturen, unseren Lebensstil, unsere Gemeinschaft und unsere Entschiedenheit in Jüngerschaft betrifft, dann sage ich unbedingt JA. Sie sind dann ein unverzichtbarer Teil in der Bewegung Gottes in einer Kultur.
2) Es kommt darauf an, was man unter Hauskirchen versteht. Wenn H. nur eines von vielen Gemeindemodellen ist, in denen immer wieder das gleiche abläuft, dann würde ich sagen NEIN. Man kann nämlich auch im Kleinen, im Wohnzimmer das gleiche Gemeindesystem in Miniaturform leben. Da kann in einer solchen "Hauskirche" die selbe Liturgie (sogar charismatisch) ablaufen lassen und die selben Werte und Verhaltensweisen propagieren wie in institutionellen Gemeinden.
Wenn aber Hauskirche als einfache Gemeinde, bzw. als organische Gemeinde gelebt wird, dann würde ich sagen JA, wir brauchen unbedingt Hauskirchen. Warum - weil sie der Ausdruck von Gemeinde überhaupt sind. Jede Gemeinde ist in ihrer Anfangsphase "einfach" und "organisch", also sie ist eine "Hauskirche". Problem ist, dass man bei der anfänglichen Frische nicht mehr bleibt, sondern immer größer wird und eine Institution bildet, bei der es dann mehr um Programme und Veranstaltungen geht. Gemeinde an der Basis ist aber Gemeinschaft im Kleinen, auf die eine ganze Gemeinde (Stadtgemeinde) aufgebaut sein soll. Es geht nicht anders.
Ich denke, es geht nicht um die Frage, welches Gemeindemodell besser für Erweckung ist, sondern es geht um die innersten Werte der Gemeinde, um die Frage, was ist Gemeinde.
Wir sehen heute die Großveranstaltungen der "christlich- kirchlichen Insitututionen" (Vereine, Körperschaften des öffentlichen Rechts) meist als Gemeinden an, aber das ist nicht die Gemeinde Jesu - vielmehr sind das Veranstaltungen und Programme, die von vielen Christen in gemeinsamer Arbeit zusammengestellt wurden. Viele Menschen, Gläubige, die zur Gemeinde Jesu der Stadt (des Ortes) gehören und auch Nichtgläubige kommen zusammen um das vorbereitete Programm zu konsumieren.
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 3. März 2010
Organisches Gemeindeleben funktioniert nicht, wenn ... (von Frank Viola)
risced, 13:38h
Ein statement, das ich auf Konferenzen und Treffen immer und immer wieder gemacht habe ist folgendes:
"Organisches Gemeindeleben ist das wunderbarste, was ein Christ jemals erleben kann, aber es funktioniert nicht und es wird niemals funktionieren, wenn wir nicht das Kreuz erfassen."
Nach meiner Erfahrung funktioniert die Gemeinde Jesu Christi nur dann, wenn wir unsere Leben vor dem Kreuz niederlegen. Es geht nur, wenn wir unser Leben verlieren, es füreinander und für den Herrn hingeben und Christus Raum geben, damit er leben kann, sich bewegen kann und sein Leben durch uns zu lebt.
"Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten." (Luk.9,23-24)
Deshalb ist das authentische "body life" eine der glorreichsten, aber schwierigsten Angelegenheiten, in die ein Christ kommen kann. Es ist eine Bahnstrecke zum Kreuz. Und das ist auch der Grund, warum es unser Leben so sehr verändert.
Frank Viola
(siehe http://frankviola.wordpress.com/2010/02/19/organic-church-life-does...)
übersetzt von Richard Schutty
"Organisches Gemeindeleben ist das wunderbarste, was ein Christ jemals erleben kann, aber es funktioniert nicht und es wird niemals funktionieren, wenn wir nicht das Kreuz erfassen."
Nach meiner Erfahrung funktioniert die Gemeinde Jesu Christi nur dann, wenn wir unsere Leben vor dem Kreuz niederlegen. Es geht nur, wenn wir unser Leben verlieren, es füreinander und für den Herrn hingeben und Christus Raum geben, damit er leben kann, sich bewegen kann und sein Leben durch uns zu lebt.
"Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten." (Luk.9,23-24)
Deshalb ist das authentische "body life" eine der glorreichsten, aber schwierigsten Angelegenheiten, in die ein Christ kommen kann. Es ist eine Bahnstrecke zum Kreuz. Und das ist auch der Grund, warum es unser Leben so sehr verändert.
Frank Viola
(siehe http://frankviola.wordpress.com/2010/02/19/organic-church-life-does...)
übersetzt von Richard Schutty
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 2. März 2010
C02
risced, 18:59h
CO2 heißt „Church of Two“ und dahinter steht folgende Idee, die in Amerika unter anderem von John White, einem Coach für Hausgemeindegründer angewandt wird: 2 Personen treffen sich möglichst jeden Tag zu 2 Disziplinen.
Zwei Personen:
Das Zweierkonzept begegnet uns sehr häufig im Neuen Testament. Zum Beispiel bevollmächtige Jesus 12 Jünger das Reich Gottes zu verkündigen und teilte sie in 6 Zweiergruppen ein. So lesen wir in Mt.10, 1-4,
„Und als er seine zwölf Jünger herangerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: der erste Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder; und Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus; Simon, der Kananäer, und Judas, der Iskariot, der ihn auch überlieferte.“
Ein anderes Beispiel ist die Beauftragung der 70 (Luk.10), wo Jesus diese zu je zwei aussandte. Danach waren Petrus und Johannes in der ersten Zeit der Jerusalemer Gemeinde immer zu zweit unterwegs. Auch Paulus und Barnabas brachen zu zweit als Apostel zur Missionsreise auf. Später setzte Barnabas das mit Johannes Markus fort und Paulus wählte sich Silas ….
Finde eine motivierte Person, mit der du dich regelmäßig treffen kannst. Meist ist es einer, der die Initiative ergreift, damit es zustande kommt. Es muss vorher geklärt sein, worum es geht. Man kann sich überall treffen, wo man genug Ruhe findet, um zu reden und zu beten.
Zwei Disziplinen:
1. Eng zusammen
Gemeinschaft von Herz zu Herz, offen, transparent, verbindlich. Es gibt gegenseitige Ermutigung zum Sieg über Sünden, Motivation und Schwung um im Glauben vorwärts zu gehen. Durch die enge Gemeinschaft mit Jesus in der Mitte wird eine Transformation geschehen. Jesus hatte selbst viele gute Zweierbeziehungen, er wusste was im Menschen ist, durch die Begegnung mit ihm geschah Befreiung, Heilung, Veränderung und Sendung.
2. Täglich treffen
Je intensiver die Zweiergemeinschaft, desto stärker und schneller der Veränderungs-prozess, desto beständiger die Entwicklung. Deshalb möglichst jeden Tag. Es kann auch kurz und komprimiert sein.
Jesus war 3 Jahre lang täglich mit seinen Jüngern zusammen. Die erste Gemeinde traf sich täglich im Tempel und in den Häusern. In Hebr. 3,13 lesen wir: „sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es "heute" heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde!“
Für die gemeinsame Zeit gibt es 4 Schlüssel:
1) Still werden 2) auf Jesus sehen/ hören 3) auf spontane Gedanken achten 4) Gedanken aussprechen und aufschreiben
CO2 ist ein wirkungsvolles Werkzeug für das Reich Gottes. Es fördert enorm die Bildung von Jüngerschaftsgruppen und die Gründung von Gemeinden.
Ric
Zwei Personen:
Das Zweierkonzept begegnet uns sehr häufig im Neuen Testament. Zum Beispiel bevollmächtige Jesus 12 Jünger das Reich Gottes zu verkündigen und teilte sie in 6 Zweiergruppen ein. So lesen wir in Mt.10, 1-4,
„Und als er seine zwölf Jünger herangerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: der erste Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder; und Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus; Simon, der Kananäer, und Judas, der Iskariot, der ihn auch überlieferte.“
Ein anderes Beispiel ist die Beauftragung der 70 (Luk.10), wo Jesus diese zu je zwei aussandte. Danach waren Petrus und Johannes in der ersten Zeit der Jerusalemer Gemeinde immer zu zweit unterwegs. Auch Paulus und Barnabas brachen zu zweit als Apostel zur Missionsreise auf. Später setzte Barnabas das mit Johannes Markus fort und Paulus wählte sich Silas ….
Finde eine motivierte Person, mit der du dich regelmäßig treffen kannst. Meist ist es einer, der die Initiative ergreift, damit es zustande kommt. Es muss vorher geklärt sein, worum es geht. Man kann sich überall treffen, wo man genug Ruhe findet, um zu reden und zu beten.
Zwei Disziplinen:
1. Eng zusammen
Gemeinschaft von Herz zu Herz, offen, transparent, verbindlich. Es gibt gegenseitige Ermutigung zum Sieg über Sünden, Motivation und Schwung um im Glauben vorwärts zu gehen. Durch die enge Gemeinschaft mit Jesus in der Mitte wird eine Transformation geschehen. Jesus hatte selbst viele gute Zweierbeziehungen, er wusste was im Menschen ist, durch die Begegnung mit ihm geschah Befreiung, Heilung, Veränderung und Sendung.
2. Täglich treffen
Je intensiver die Zweiergemeinschaft, desto stärker und schneller der Veränderungs-prozess, desto beständiger die Entwicklung. Deshalb möglichst jeden Tag. Es kann auch kurz und komprimiert sein.
Jesus war 3 Jahre lang täglich mit seinen Jüngern zusammen. Die erste Gemeinde traf sich täglich im Tempel und in den Häusern. In Hebr. 3,13 lesen wir: „sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es "heute" heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde!“
Für die gemeinsame Zeit gibt es 4 Schlüssel:
1) Still werden 2) auf Jesus sehen/ hören 3) auf spontane Gedanken achten 4) Gedanken aussprechen und aufschreiben
CO2 ist ein wirkungsvolles Werkzeug für das Reich Gottes. Es fördert enorm die Bildung von Jüngerschaftsgruppen und die Gründung von Gemeinden.
Ric
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories


>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
