Donnerstag, 22. April 2010
Die Wolke beobachten
Wie gebannt beobachten zur Zeit Millionen von Menschen die Wolke. Sie schauen die Nachrichten und wollen wissen, wo die Aschewolke aus dem isländischen Vulkan sich jetzt befindet und ob sie weiterhin gefährlich für den Flugverkehr sein kann. Auf den Flughäfen im Ausland und Inland warten die Leute, dass sich was bewegt und viele machen sich mit Bussen und Bahn schon auf den Weg.

Das Leben ist für ein paar Tage in manchen Bereichen zum Stillstand gekommen auf den Flughäfen war und ist noch gähnende Leere, nichts bewegt sich, die automatischen Ansagen "Bitte achten Sie auf ihr Gepäck" klingen grotesk, wie ein Überbleibsel aus fernen Zeiten. Leute sind verzweifelt, zornig und voller Ungeduld, weil sie sich nicht weiterbewegen dürfen und "provisorische Zelte" in der Fremde aufbauen müssen. Plötzlich merkt man, wie hilflos man ist, wenn mal so ein Bereich der Technik nicht mehr eingesetzt werden kann oder darf. Man sagt, dass auch die Großwetterlage für die Wolke über Europa werantwortlich ist. Die atmosphärischen Bedingungen halten die Wolke in der Höhe. Da kann man nur sagen "Höhere Gewalt", der sich der Mensch beugen muss.

Vor mehren tausend Jahren schickte Gott eine Wolke dem Volk Israel in die Wüste, um sie zu führen. Sie beobachteten damals auch die Wolke, Gottes Wolke, Seine Gegenwart. Wenn sie still stand, mussten die Israeliten auch stillstehen, und ihre Zelte aufbauen, wenn sie sich bewegte dann konnten sie alle Sachen wieder packen uns sich weiterbewegen, in die Richtung, die die Wolke zeigte. Das war für viele demütigend, da sie nicht mehr selbst über ihre Beweglichkeit bestimmen konnten. Stattdessen waren sie abhängig von einer höheren Gewalt, von Gott selbst. Er bestimmte ihren Lebensvollzug und ihren Alltag und das nicht nur für ein paar Tage, sondern für 40 Jahre.

Nichts geschieht zufällig - aber immer hat eine "höhere Gewalt" damit zu tun. Welch eine Gnade, wenn der Mensch erkennen darf, dass nicht er den Ablauf des Lebens bestimmen kann. Wenn alles gut geht, dann merkt er es kaum, aber wenn ein gewaltiger Stillstand kommt, dann sind alle erstaunt, erbost und hilflos.

Im Leben müsste es nicht so sein, wenn wir mehr die Wolke Gottes beobachten würden. Das heißt, wenn wir uns darum mühen würden zu fragen, zu suchen, zu sehen, wo Gott ist, was Gott tut, was er tun möchte und was er tun wird. Wenn wir uns danach richten, dann kann Gott uns ins verheißene Land führen.
Der Mensch tut gut daran, die Wolke Gottes in seinem Leben zu suchen, bzw. zu beobachten, dann wird er erkennen, wohin Gott ihn führt und wann er sich in Bewegung setzen soll, immer in der Abhängigkeit zu Ihm. Der "Stillstand", das "Einhalten" und auf Gott achten ist notwendig, um das Wesentliche zu erfahren, und den richtigen Weg, zur richtigen Zeit zu gehen. Besonders die Christen müssen das neu lernen. Sie sind so voll mit ihren selbstgemachten Programmen, Abläufen und Selbstverständlichkeiten, dass sie die Wolke nicht beachten können. Die Wolke beobachten heißt, dass wir bei allem was wir tun, vorhaben und planen, zuerst die Wolke beobachten, ob sie es auch zulässt, wenn nicht, dann müssen wir einhalten. Aber wie können wir die Wolke sehen, sie ist so weit "oben". Die Aufklärungsflugzeuge haben die Vulkanwolke gesehen, dass sie tatsächlich da ist. Wir haben ein Aufklärungsflugzeug, das uns die Wolke zeigt, das ist der Heilige Geist, für den müssen wir offen sein und ihn nicht missachten.

Ric

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