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Sonntag, 27. August 2006
Gemeinde ohne Mauer
risced, 17:50h
Teil 7 (letzter Teil) Gott selbst in ihrer Mitte
Die Apostel begannen nach Pfingsten, gedrängt durch den Heiligen Geist, einen mobilen Einsatz. Sie zirkulierten von einem Ort zum anderen und versahen unter mindestens 1000 Hausgemeinden einen wichtigen Dienst. Sie waren wie der natürliche Blutkreislauf eines großen Organismus, der die einzelnen Organe und den ganzen Körper mit den nötigen Nährstoffen versorgte. Es war ihre Aufgabe, die apostolische Lehre, auf der Grundlage der Reden Jesu, in die kleinen Gruppen hineinzutragen. In den Häusern bot sich die Gelegenheit, im Rede- und Antwortstil nicht nur die Glaubensgrundlagen zu lehren, sondern auch wichtige Themen des älltäglichen Lebens anzusprechen. Diese Kreise eigneten sich auch besonders für das intensive und anhaltende gemeinsame Gebet um bestimmte Anliegen.

In Apg.12 lesen wir die Geschichte, von Petrus, der von Herodes gefangen genommen wurde. Die ganze Gemeinde begann intensiv für seine Freilassung zu beten. Gott tat schließlich ein Wunder und schickte einen Engel, der Petrus befreite und herausführte. Dieser kam dann in der Nacht an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes Markus, wo sie versammelt waren und für Petrus beteten. Das Haus der Maria war nur ein Haus von vielen, wo die Gemeinde sich versammelte, um in dieser Bedrängnis zu Gott zu beten. Wie selbstverständlich bediente sich die junge Gemeinde der traditionellen Strukturen der jüdischen Kultur und füllte sie mit neuem explosivem Leben in ungeahnter Dynamik.

Das Einmalige und Neue war, dass sie "ein Herz und eine Seele" waren (Apg.4,32a). Sie pflegten eine Lebensgemeinschaft, die in dieser Art noch nie dagewesen war. Die Liebe Gottes, die durch den Heiligen Geist in ihre Herzen ausgegossen war, bestimmte den neuen Rhythmus ihrer Gemeinschaft, in der Worte und Werke aufeinander abgestimmt waren, dem anderen zu dienen und zu helfen. Es heißt: "... und auch nicht einer sagte, dass etwas von seiner Habe sein eigen sei, sondern es war ihnen alles gemeinsam" (Apg.4,32b). Wenn hier von Gütergemeinschaft die Rede ist, so beruhte sie keineswegs darauf, dass sie von den Aposteln organisiert oder bestimmt wurde. Nein, vielmehr gab jeder, wie er wollte, freiwillig von seinem Eigentum an die Gemeinschaft. Da sie das nahe Ende und die Wiederkunft Jesu noch zu ihrer Lebenszeit erwarteten, wurden soziale Verhältnisse und Besitztümer nebensächlich.
Und Gott selbst in ihrer Mitte.
Die neugeborenen Mitglieder der Familie Gottes, des neuen Bundesvolkes erinnerten sich an die Verheißungen Jesu: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen ver-sammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ Die Jünger mußten auch weiterhin nicht ohne Jesus Christus auskommen.

Gemäß seiner Worte war er unter ihnen und sie gedachten auch daran, dass Jesus den Tröster verheißen hatte, den Heiligen Geist, der jetzt auf sie gekommen war. Von ihm sagte Jesus, er werde sie in alle Wahrheit leiten, er werde von dem, was von ihm selbst komme, nehmen und ihnen geben. Und er würde sie an alles erinnern, was er gesagt hatte. Genau das erlebten sie jetzt ganz konkret. Die neue Gemeinde war geboren mit Gott selbst in ihrer Mitte. Damit erfüllte sich auch die Verheißung aus Sacharja, wo Gott keine Mauer wollte, sondern selbst die Mauer um sie herum sein wollte und er selbst in ihrer Mitte Wohnung wohnen wollte. (mit Auszügen aus „Die frühe Kirche, die erste Gemeinde“, Richard Schutty) Ric
Die Apostel begannen nach Pfingsten, gedrängt durch den Heiligen Geist, einen mobilen Einsatz. Sie zirkulierten von einem Ort zum anderen und versahen unter mindestens 1000 Hausgemeinden einen wichtigen Dienst. Sie waren wie der natürliche Blutkreislauf eines großen Organismus, der die einzelnen Organe und den ganzen Körper mit den nötigen Nährstoffen versorgte. Es war ihre Aufgabe, die apostolische Lehre, auf der Grundlage der Reden Jesu, in die kleinen Gruppen hineinzutragen. In den Häusern bot sich die Gelegenheit, im Rede- und Antwortstil nicht nur die Glaubensgrundlagen zu lehren, sondern auch wichtige Themen des älltäglichen Lebens anzusprechen. Diese Kreise eigneten sich auch besonders für das intensive und anhaltende gemeinsame Gebet um bestimmte Anliegen.

In Apg.12 lesen wir die Geschichte, von Petrus, der von Herodes gefangen genommen wurde. Die ganze Gemeinde begann intensiv für seine Freilassung zu beten. Gott tat schließlich ein Wunder und schickte einen Engel, der Petrus befreite und herausführte. Dieser kam dann in der Nacht an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes Markus, wo sie versammelt waren und für Petrus beteten. Das Haus der Maria war nur ein Haus von vielen, wo die Gemeinde sich versammelte, um in dieser Bedrängnis zu Gott zu beten. Wie selbstverständlich bediente sich die junge Gemeinde der traditionellen Strukturen der jüdischen Kultur und füllte sie mit neuem explosivem Leben in ungeahnter Dynamik.

Das Einmalige und Neue war, dass sie "ein Herz und eine Seele" waren (Apg.4,32a). Sie pflegten eine Lebensgemeinschaft, die in dieser Art noch nie dagewesen war. Die Liebe Gottes, die durch den Heiligen Geist in ihre Herzen ausgegossen war, bestimmte den neuen Rhythmus ihrer Gemeinschaft, in der Worte und Werke aufeinander abgestimmt waren, dem anderen zu dienen und zu helfen. Es heißt: "... und auch nicht einer sagte, dass etwas von seiner Habe sein eigen sei, sondern es war ihnen alles gemeinsam" (Apg.4,32b). Wenn hier von Gütergemeinschaft die Rede ist, so beruhte sie keineswegs darauf, dass sie von den Aposteln organisiert oder bestimmt wurde. Nein, vielmehr gab jeder, wie er wollte, freiwillig von seinem Eigentum an die Gemeinschaft. Da sie das nahe Ende und die Wiederkunft Jesu noch zu ihrer Lebenszeit erwarteten, wurden soziale Verhältnisse und Besitztümer nebensächlich.
Und Gott selbst in ihrer Mitte.
Die neugeborenen Mitglieder der Familie Gottes, des neuen Bundesvolkes erinnerten sich an die Verheißungen Jesu: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen ver-sammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ Die Jünger mußten auch weiterhin nicht ohne Jesus Christus auskommen.

Gemäß seiner Worte war er unter ihnen und sie gedachten auch daran, dass Jesus den Tröster verheißen hatte, den Heiligen Geist, der jetzt auf sie gekommen war. Von ihm sagte Jesus, er werde sie in alle Wahrheit leiten, er werde von dem, was von ihm selbst komme, nehmen und ihnen geben. Und er würde sie an alles erinnern, was er gesagt hatte. Genau das erlebten sie jetzt ganz konkret. Die neue Gemeinde war geboren mit Gott selbst in ihrer Mitte. Damit erfüllte sich auch die Verheißung aus Sacharja, wo Gott keine Mauer wollte, sondern selbst die Mauer um sie herum sein wollte und er selbst in ihrer Mitte Wohnung wohnen wollte. (mit Auszügen aus „Die frühe Kirche, die erste Gemeinde“, Richard Schutty) Ric
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Samstag, 26. August 2006
"Wer in Christus gestorben ist, kann nicht mehr beleidigt werden"
charly-l, 16:37h
"Wer in Christus gestorben ist, kann nicht mehr beleidigt werden"
oder: "Wenn Christus in mir lebt und ich beleidigt werde, so wird auch Christus beleidigt und ich kann diese Beleidigung an Christus abgeben und Ihm vertrauen, dass Er das Richtige damit macht und Ihm allen Ärger darüber einfach abgeben."
Schöne Sätze, die ich eben gehört habe, oder? So ersteinmal oberflächlich gelesen wirken die doch toll, oder nicht?
Aber sind sie auch wahr? Halten diese Sätze auch der Realität stand?
Ich meine: Nein, sie halten der Realität nicht stand. Und ich denke darüber nach, ob das Menschenbild dahinter nicht eher etwas pervers ist?
Also für mich leuchtet hier ein Menschenbild durch, indem der Mensch als Christ Puppengleich an den Fäden Gottes hängt. Christen sind hier Menschen ohne eigenes Selbstwertgefühl, lohnendes Ziel aller Unverschähmtheiten, offensichtlich in ihren Emotionen vollkommen erstarrt.
Erlöst zu sein bedeutet anscheinend aller Menschenwürde verlustig gegangen zu sein.
Nun glaube ich ja, dass wir in unserer Bekehrung alle Rechte an uns selber an Gott abgeben, Ihm uns völlig hingeben und eben "in Christus sterben". Aber hier bleibt es ja nicht stehen, denn wir "stehen mit Christus auch wieder von den Toten auf!" Daher meine ich, dass wir gerade in Gott vermittelt bekommen, dass wir sehrwohl wertvolle Menschen sind - wertvoll genug, dass der eine allmächtige Gott sich selber dem Tod ausgesetzt hat, damit wir leben. Für mich bedeutet das, dass wir sehrwohl ein gesundes Selbstwertempfinden haben sollen und uns durchaus von Beleidigungen zB getroffen fühlen dürfen.
Diese Sätze oben fiehlen im Zusammenhang mit dem Thema "Vergebung".
Für mich ist so zu denken aber keine Vergebung.
Vergebung fängt mMn damit an, dass wir den Schmerz, den Frust, unsere Emotionen auch haben, sie erleben und sogar (zumindest vor Gott) ausdrücken dürfen. Erst indem wir in Gott ein Gegenüber finden, der uns nicht nur nicht verwirft, sondern auch versteht und uns weiterhin zugewand bleibt, finden wir Raum diesen erlebten Schmerz etc. loszulassen und letztlich zu vergeben.
Also: ich bin zwar in Chrstus gestorben, aber auch mit Ihm wieder auferstanden. Ich lebe und empfinde sehrwohl. Mich kann man beleidgen und ich zucke, wenn Jemand es tut - denn ich bin keine "Leiche in Chrstus". Schmerz und Frust erlebe ich sehrwohl. In Gott aber habe ich ein Gegenüber, der mir die Freiheit schenkt nicht im Schmerz und Frust stehen zu bleiben oder gar zu versinken, ja sogar vergeben zu können.
Charly
oder: "Wenn Christus in mir lebt und ich beleidigt werde, so wird auch Christus beleidigt und ich kann diese Beleidigung an Christus abgeben und Ihm vertrauen, dass Er das Richtige damit macht und Ihm allen Ärger darüber einfach abgeben."
Schöne Sätze, die ich eben gehört habe, oder? So ersteinmal oberflächlich gelesen wirken die doch toll, oder nicht?
Aber sind sie auch wahr? Halten diese Sätze auch der Realität stand?
Ich meine: Nein, sie halten der Realität nicht stand. Und ich denke darüber nach, ob das Menschenbild dahinter nicht eher etwas pervers ist?
Also für mich leuchtet hier ein Menschenbild durch, indem der Mensch als Christ Puppengleich an den Fäden Gottes hängt. Christen sind hier Menschen ohne eigenes Selbstwertgefühl, lohnendes Ziel aller Unverschähmtheiten, offensichtlich in ihren Emotionen vollkommen erstarrt.
Erlöst zu sein bedeutet anscheinend aller Menschenwürde verlustig gegangen zu sein.
Nun glaube ich ja, dass wir in unserer Bekehrung alle Rechte an uns selber an Gott abgeben, Ihm uns völlig hingeben und eben "in Christus sterben". Aber hier bleibt es ja nicht stehen, denn wir "stehen mit Christus auch wieder von den Toten auf!" Daher meine ich, dass wir gerade in Gott vermittelt bekommen, dass wir sehrwohl wertvolle Menschen sind - wertvoll genug, dass der eine allmächtige Gott sich selber dem Tod ausgesetzt hat, damit wir leben. Für mich bedeutet das, dass wir sehrwohl ein gesundes Selbstwertempfinden haben sollen und uns durchaus von Beleidigungen zB getroffen fühlen dürfen.
Diese Sätze oben fiehlen im Zusammenhang mit dem Thema "Vergebung".
Für mich ist so zu denken aber keine Vergebung.
Vergebung fängt mMn damit an, dass wir den Schmerz, den Frust, unsere Emotionen auch haben, sie erleben und sogar (zumindest vor Gott) ausdrücken dürfen. Erst indem wir in Gott ein Gegenüber finden, der uns nicht nur nicht verwirft, sondern auch versteht und uns weiterhin zugewand bleibt, finden wir Raum diesen erlebten Schmerz etc. loszulassen und letztlich zu vergeben.
Also: ich bin zwar in Chrstus gestorben, aber auch mit Ihm wieder auferstanden. Ich lebe und empfinde sehrwohl. Mich kann man beleidgen und ich zucke, wenn Jemand es tut - denn ich bin keine "Leiche in Chrstus". Schmerz und Frust erlebe ich sehrwohl. In Gott aber habe ich ein Gegenüber, der mir die Freiheit schenkt nicht im Schmerz und Frust stehen zu bleiben oder gar zu versinken, ja sogar vergeben zu können.
Charly
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Freitag, 25. August 2006
Bei Maren: Thema Hausgemeinde
risced, 15:38h
Eine Gelegenheit einer Gruppe von interessierten Christen die Grundgedanken über Hauskirchen weiterzugeben:
1. Die Gemeindesituation weltweit zeigt, wir brauchen Neues – in Amerika treffen sich bereits ca 100 Mil. Christen außerhalb etablierter Gemeinden, die meisten davon in Hauskirchen (aus Revolution, George, www.barna.org) Die Leute wollen nicht mehr zur Kirche/ Gemeinde gehen, sie wollen Gemeinde sein. Simple Church = einfache Kirche, einfache Gemeinde heißt die Devise. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind da bin ich in ihrer Mitte, Mt.18)

2. Es folgte ein kurzer geschichtlicher Abriss der Gemeinde im 1./2. Jhdt. bis in unsere Zeit. Schon Jesus traf sich in den Häusern (7 Beispiele über Häuser) – im NT werden außerdem noch 26 Beispiele erwähnt, wie die Gemeinde sich im Haus getroffen hat.
3. Gemeindegründung und Hausgemeinde gehören zusammen - Mulitplikation statt Addition – HG sind einfach und lassen sich deshalb einfach reproduzieren, wenn die „DNA“ weitergegeben wird.
4. HG haben große Vorteile: Jeder kommt zu Wort, kann sich aktiv beteiligen, Gaben können eingesetzt und trainiert werden, Leute könnten für ihre Berufung freigesetzt werden, HG sind ein idealer Raum für Jüngerschaft und Leitertraining
Echte tiefe Gemeinschaft (Koinonia) kann in der kleinen Gruppe stattfinden.

3) Das Zwei- Taktmodell (Apg. 5,42) sie trafen sich im Tempel und in den Häusern – auch HG sollten neben den Treffen unter Woche hier und da sich mit anderen Gemeinden zum großen „Celebration- Gottesdeinst“ treffen.
4) Hausgemeinden können auf Dauer nur überleben, wenn sie vernetzt sind, mit anderen HG und Diensten. (Römer 12, 1.Korinther 12 ; der Leib ist vernetzt: siehe viele Glieder - ein Leib, der Blutkreislauf, das neuronale System …)
5) Auch der fünffältige Dienst (Eph.4,11) hält die Hausgemeinden zusammen, indem er durch Lehre und Dienst wie ein Blutkreislauf den Leib versorgt. (Eph. 4,11-16 ; Zurüstung, Auferbauung, durch das „Gelenk des Dienstes, Knotenpunkte …
Ric
1. Die Gemeindesituation weltweit zeigt, wir brauchen Neues – in Amerika treffen sich bereits ca 100 Mil. Christen außerhalb etablierter Gemeinden, die meisten davon in Hauskirchen (aus Revolution, George, www.barna.org) Die Leute wollen nicht mehr zur Kirche/ Gemeinde gehen, sie wollen Gemeinde sein. Simple Church = einfache Kirche, einfache Gemeinde heißt die Devise. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind da bin ich in ihrer Mitte, Mt.18)

2. Es folgte ein kurzer geschichtlicher Abriss der Gemeinde im 1./2. Jhdt. bis in unsere Zeit. Schon Jesus traf sich in den Häusern (7 Beispiele über Häuser) – im NT werden außerdem noch 26 Beispiele erwähnt, wie die Gemeinde sich im Haus getroffen hat.
3. Gemeindegründung und Hausgemeinde gehören zusammen - Mulitplikation statt Addition – HG sind einfach und lassen sich deshalb einfach reproduzieren, wenn die „DNA“ weitergegeben wird.
4. HG haben große Vorteile: Jeder kommt zu Wort, kann sich aktiv beteiligen, Gaben können eingesetzt und trainiert werden, Leute könnten für ihre Berufung freigesetzt werden, HG sind ein idealer Raum für Jüngerschaft und Leitertraining
Echte tiefe Gemeinschaft (Koinonia) kann in der kleinen Gruppe stattfinden.

3) Das Zwei- Taktmodell (Apg. 5,42) sie trafen sich im Tempel und in den Häusern – auch HG sollten neben den Treffen unter Woche hier und da sich mit anderen Gemeinden zum großen „Celebration- Gottesdeinst“ treffen.
4) Hausgemeinden können auf Dauer nur überleben, wenn sie vernetzt sind, mit anderen HG und Diensten. (Römer 12, 1.Korinther 12 ; der Leib ist vernetzt: siehe viele Glieder - ein Leib, der Blutkreislauf, das neuronale System …)
5) Auch der fünffältige Dienst (Eph.4,11) hält die Hausgemeinden zusammen, indem er durch Lehre und Dienst wie ein Blutkreislauf den Leib versorgt. (Eph. 4,11-16 ; Zurüstung, Auferbauung, durch das „Gelenk des Dienstes, Knotenpunkte …
Ric
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Mittwoch, 23. August 2006
Prophetie in der Hausgemeinde
risced, 18:10h
„ und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und Jesus als den Christus zu verkündigen" (Apg 5,42).
Treffen in Ritas Wohnung zum Seminar. Immerhin ausreichend Platz für die 17 Teilnehmer.

Charly übernimmt den ersten Part: Prophetie vom 1.Mose bis Offenbarung – ein Abriß darüber, wie Gott in der Geschichte immer wieder zu seinem Volk redete.
- Auch heute redet Gott zu seinen Kindern. Er möchte in beständiger Kommunikation mit uns sein, dass ist die Normalität und doch gibt es noch eine Steigerung. Gott gibt uns darüber hinaus bestimmte prophetische Gaben, die uns noch viel intensiver in den Willen Gottes einweihen und Verborgenes offenbaren.

Im zweiten Teil definierte Richard die Gaben begrifflich und auch inhaltlich um ein Grundlage für das richtige Verständnis von Prophetie zu schaffen. Von der natürlichen Begabung - einer besonderen Sensibilität für den Willen Gottes - das ist die Motivationsgabe Erkennen, über die Sprechgabe Weissagung und den drei Offenbarungsgaben (Wort der Erkenntnis, Wort der Weisheit, Unterscheidung der Geister), bis hin zum Dienst des Propheten, gibt Gott seinen Kindern kostbare Gaben zur Stärkung einzelner Christen und zum Aufbau der gesamten Gemeinde.
Am Nachmittag sprach Charly weiter über Prophetie und Charakter des Einzelnen.... Es ist wichtig, zu sehen, dass das, was wir von Gott hören und sehen, immer gefärbt durch unsere Persönlichkeit weitergeben wird. Um so wichtiger ist es, aus einer geheiligten und geheilten Grundhaltung zu sprechen. Auch ein kontinuierliches Wachstum ist notwendig, wenn wir in der Ausübung prophetischer Gaben klarer und genauer werden wollen.
Im letzten Abschnitt ging Richard auf die während des Lobpreises in der Runde gesammelten prophetischen Eindrücke ein und sprach über die Kriterien, nach denen Prophetie in der Gmeinde geprüft werden muss.
Zusammen mit Charly und mit Hilfe der versammelten Seminarteilnehmer interpretierten wir die gesammelten Prophetien und fanden die richtige Anwendung für uns.

Das rundete den Tag noch richtig ab und wir hatten das Gefühl, einen wichtigen Lehrbaustein über Prophetie gelernt zu haben. Im Anschluß blieb noch Zeit, in zwei Gebetsteams für Einzelne prophetisch zu beten.
Ric
Treffen in Ritas Wohnung zum Seminar. Immerhin ausreichend Platz für die 17 Teilnehmer.

Charly übernimmt den ersten Part: Prophetie vom 1.Mose bis Offenbarung – ein Abriß darüber, wie Gott in der Geschichte immer wieder zu seinem Volk redete.
- Auch heute redet Gott zu seinen Kindern. Er möchte in beständiger Kommunikation mit uns sein, dass ist die Normalität und doch gibt es noch eine Steigerung. Gott gibt uns darüber hinaus bestimmte prophetische Gaben, die uns noch viel intensiver in den Willen Gottes einweihen und Verborgenes offenbaren.

Im zweiten Teil definierte Richard die Gaben begrifflich und auch inhaltlich um ein Grundlage für das richtige Verständnis von Prophetie zu schaffen. Von der natürlichen Begabung - einer besonderen Sensibilität für den Willen Gottes - das ist die Motivationsgabe Erkennen, über die Sprechgabe Weissagung und den drei Offenbarungsgaben (Wort der Erkenntnis, Wort der Weisheit, Unterscheidung der Geister), bis hin zum Dienst des Propheten, gibt Gott seinen Kindern kostbare Gaben zur Stärkung einzelner Christen und zum Aufbau der gesamten Gemeinde.
Am Nachmittag sprach Charly weiter über Prophetie und Charakter des Einzelnen.... Es ist wichtig, zu sehen, dass das, was wir von Gott hören und sehen, immer gefärbt durch unsere Persönlichkeit weitergeben wird. Um so wichtiger ist es, aus einer geheiligten und geheilten Grundhaltung zu sprechen. Auch ein kontinuierliches Wachstum ist notwendig, wenn wir in der Ausübung prophetischer Gaben klarer und genauer werden wollen.
Im letzten Abschnitt ging Richard auf die während des Lobpreises in der Runde gesammelten prophetischen Eindrücke ein und sprach über die Kriterien, nach denen Prophetie in der Gmeinde geprüft werden muss.
Zusammen mit Charly und mit Hilfe der versammelten Seminarteilnehmer interpretierten wir die gesammelten Prophetien und fanden die richtige Anwendung für uns.

Das rundete den Tag noch richtig ab und wir hatten das Gefühl, einen wichtigen Lehrbaustein über Prophetie gelernt zu haben. Im Anschluß blieb noch Zeit, in zwei Gebetsteams für Einzelne prophetisch zu beten.
Ric
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Mittwoch, 23. August 2006
Taufe im Baggersee
risced, 01:03h
„Wer gläubig geworden ist und getauft worden ist, der wird gerettet.“ Die Taufe gehört zum persönlichen Glaubensbekenntnis.(Markus 16,18)
Auch wenn sie spät kommt, ist die Tauferkenntnis ein wichtiger Schritt im Christenleben. Zwei junge Frauen, die schon länger gläubig sind, wollen sich jetzt taufen lassen, weil sie gemerkt haben, dass dieser Glaubensschritt in ihrem Leben notwendig ist. Das Vertrauen zu „etablierten“ Gemeinden war verloren gegangen – aus einer gewissen Distanz zu ihnen haben sie ihr Glaubensleben versucht zu gestalten. Der Druck, du mußt …“dein Leben ändern“ … „dich taufen lassen“ hat sie mehr abgeschreckt als gefördert. Jetzt kam das Bedürfnis aus ihnen selbst, ausgelöst durch bestimmmte Lebensumstände und Erfahrungen. Das ist wertvoll und wichtig für das geistliche Leben und bringt die Tiefe echter Erkenntnis und ein starkes Verlangen, Jesus ganz nachfolgen zu wollen.
Immer wieder geschieht es, dass manche Gemeinden an die Taufe unzulässige Bedingungen knüpfen : „Wir können dich nur taufen, wenn dein Lebenswandel entsprechend ist – oder, „ wenn deine Gemeindezugehörigkeit auch geklärt ist“ , oder „wenn du den Glaubensgrundkurs absolviert hast“, usw.
Doch die Bibel sagt: „Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage etwa dreitausend Seelen (der Gemeinde) hinzugetan“.

Welcher Gemeinde wurden sie dann hinzugetan? Der überörtlichen Gemeinde. Zuerst die Bekehrung, dann die Taufe, dann die Gemeinde.
Gut, durch die Taufe wurde ihre Gemeindezugehörigkeit jetzt offiziell bestätigt – sie sind wie Noah mit seiner Famile in der Arche durch die Fluten hindurchgerettet und gehören zu seinem Volk. Zu Gottes Rettungsplan gehört eben auch die Gemeinde. Das war übrigens der Inhalt der Taufpredigt.
Der nächste Schritt ist die Klärung der Zugehörigkeit zu einer verbindlichen Gemeinschaft in einer lokalen Gemeinde, bzw. Hausgemeinde. Ihr Glaubensleben braucht neben der Bestätigung durch die Taufe und der Versiegelung durch den Heiligen Geist auch die sichtbare familiäre Anbindung in einer Gemeinde.
Ric
Auch wenn sie spät kommt, ist die Tauferkenntnis ein wichtiger Schritt im Christenleben. Zwei junge Frauen, die schon länger gläubig sind, wollen sich jetzt taufen lassen, weil sie gemerkt haben, dass dieser Glaubensschritt in ihrem Leben notwendig ist. Das Vertrauen zu „etablierten“ Gemeinden war verloren gegangen – aus einer gewissen Distanz zu ihnen haben sie ihr Glaubensleben versucht zu gestalten. Der Druck, du mußt …“dein Leben ändern“ … „dich taufen lassen“ hat sie mehr abgeschreckt als gefördert. Jetzt kam das Bedürfnis aus ihnen selbst, ausgelöst durch bestimmmte Lebensumstände und Erfahrungen. Das ist wertvoll und wichtig für das geistliche Leben und bringt die Tiefe echter Erkenntnis und ein starkes Verlangen, Jesus ganz nachfolgen zu wollen.
Immer wieder geschieht es, dass manche Gemeinden an die Taufe unzulässige Bedingungen knüpfen : „Wir können dich nur taufen, wenn dein Lebenswandel entsprechend ist – oder, „ wenn deine Gemeindezugehörigkeit auch geklärt ist“ , oder „wenn du den Glaubensgrundkurs absolviert hast“, usw.
Doch die Bibel sagt: „Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage etwa dreitausend Seelen (der Gemeinde) hinzugetan“.

Welcher Gemeinde wurden sie dann hinzugetan? Der überörtlichen Gemeinde. Zuerst die Bekehrung, dann die Taufe, dann die Gemeinde.
Gut, durch die Taufe wurde ihre Gemeindezugehörigkeit jetzt offiziell bestätigt – sie sind wie Noah mit seiner Famile in der Arche durch die Fluten hindurchgerettet und gehören zu seinem Volk. Zu Gottes Rettungsplan gehört eben auch die Gemeinde. Das war übrigens der Inhalt der Taufpredigt.
Der nächste Schritt ist die Klärung der Zugehörigkeit zu einer verbindlichen Gemeinschaft in einer lokalen Gemeinde, bzw. Hausgemeinde. Ihr Glaubensleben braucht neben der Bestätigung durch die Taufe und der Versiegelung durch den Heiligen Geist auch die sichtbare familiäre Anbindung in einer Gemeinde.
Ric
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Freitag, 18. August 2006
GeO: Neue Impulse
risced, 01:32h
Es bahnt sich langsam einen Weg, aber stetig. Es dringt mehr und mehr in das Bewußtsein einzelner Christen, dass etwas Neues geschehen muß. Noch etwas diffius und schwammig, nicht ganz greifbar. Nur so viel: Die Formen und Strukturen, wie wir unser Christsein heute leben, bringen uns nicht weiter. Es muß was geschehen, wir müssen etwas verändern -aber wie und was konkret. Brauchen wir neue Fromen von Leiterschaft, müssen wir neue Initiativen starten, sollen wir die Gemeinden von Innen heraus verändern?
<
Eins ist klar, es muß organisch sein, authentisch, echt, fühlbar spürbar und lebendig. Es muß von Gott selbst kommen, wir können es nicht machen, bauen oder organisieren. Eine Gemeinde, so wie sie auch im ersten Jahrhundert gelebt hat.
Herr hilf uns, dass wir echte Gemeinschaft mit Dir haben und mit unseren Geschwistern leben, keine Formen, keine organisierten Events und heilige Gottesdienste und perfekt oganisierte Veranstaltungen. Wir brauchen das pulsierende Leben aus dem Heiligen Geist und miteinander.
Bitte sende Deine Gnade und Barmherzigkeit und gib uns eine neue Chance, wir brauchen sie dringend in unserem Land.
Ric
<Eins ist klar, es muß organisch sein, authentisch, echt, fühlbar spürbar und lebendig. Es muß von Gott selbst kommen, wir können es nicht machen, bauen oder organisieren. Eine Gemeinde, so wie sie auch im ersten Jahrhundert gelebt hat.
Herr hilf uns, dass wir echte Gemeinschaft mit Dir haben und mit unseren Geschwistern leben, keine Formen, keine organisierten Events und heilige Gottesdienste und perfekt oganisierte Veranstaltungen. Wir brauchen das pulsierende Leben aus dem Heiligen Geist und miteinander.
Bitte sende Deine Gnade und Barmherzigkeit und gib uns eine neue Chance, wir brauchen sie dringend in unserem Land.
Ric
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Sonntag, 13. August 2006
Bekannter Hauskirchen-Pastor zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt
risced, 01:01h
04.08.2006
(kep) - Der bekannte chinesische Hauskirchenleiter Zhang Rongliang ist zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das berichtete der Sender "Radio Vatikan". Der Pastor steht an der Spitze der staatlich nicht registrierten Bewegung "China für Christus", der Schätzungen zufolge bis zu zehn Millionen Menschen angehören.
Zhang Rongliang war am 1. Dezember letzten Jahres von der Polizei in der chinesischen Provinz Henan festgenommen worden. Dabei beschlagnahmten die Sicherheitskräfte in seiner Wohnung im Dorf Xuzhai christliche DVDs, Literatur und Fotos, die ihn mit Ausländern zeigen. Später wurde ihm unerlaubter Grenzübertritt vorgeworfen. Er habe sich einen Pass unter Vortäuschung falscher Tatsachen verschafft.
Wie der Informationsdienst "Compass Direct" weiter berichtet, hat das Volksgericht der Stadt Zhongmu das Urteil am 29. Juni verkündet. Rongliang sei aber erst am 4. Juli davon unterrichtet worden.
"Heavenly Man"
Einer breiten Öffentlichkeit wurde Zhang Rongliang weltweit bekannt durch das kürzlich veröffentlichte Buch seines langjährigen Mitstreiters und chinesischen Dissidenten Bruder Yun, der mittlerweile in Deutschland politisches Asyl genießt: Das Buch erschien unter dem Titel "Heavenly Man" (Brunnen Verlag). Zhang Rongliang hat die ausführliche Einführung zu diesem Buch verfasst, das weltweit bereits über eine Million Mal verkauft wurde.
Übersetzungen liegen bereits in mehr als 25 Sprachen vor oder werden derzeit vorbereitet. Der 53-Jährige war bereits vor seiner Festnahme im Dezember aufgrund seiner Missionsarbeit wiederholt in Gefängnissen und Straflagern - insgesamt zwölf Jahre. Dabei wurde er mit Elektroschocks gefoltert. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sorgt sich um die Gesundheit des Kirchenleiters, der an Diabetes leidet.
Die Zahl der Christen unter den 1,3 Milliarden Chinesen wird auf 80 Millionen bis 100 Millionen geschätzt. Etwa drei Viertel von ihnen versammeln sich in staatlich nicht registrierten Gemeinden, weil sie sich nicht der Kontrolle des kommunistischen Regimes unterwerfen wollen.
Quelle: Christliches Medienmagazin Pro
(kep) - Der bekannte chinesische Hauskirchenleiter Zhang Rongliang ist zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das berichtete der Sender "Radio Vatikan". Der Pastor steht an der Spitze der staatlich nicht registrierten Bewegung "China für Christus", der Schätzungen zufolge bis zu zehn Millionen Menschen angehören.
Zhang Rongliang war am 1. Dezember letzten Jahres von der Polizei in der chinesischen Provinz Henan festgenommen worden. Dabei beschlagnahmten die Sicherheitskräfte in seiner Wohnung im Dorf Xuzhai christliche DVDs, Literatur und Fotos, die ihn mit Ausländern zeigen. Später wurde ihm unerlaubter Grenzübertritt vorgeworfen. Er habe sich einen Pass unter Vortäuschung falscher Tatsachen verschafft.
Wie der Informationsdienst "Compass Direct" weiter berichtet, hat das Volksgericht der Stadt Zhongmu das Urteil am 29. Juni verkündet. Rongliang sei aber erst am 4. Juli davon unterrichtet worden.
"Heavenly Man"
Einer breiten Öffentlichkeit wurde Zhang Rongliang weltweit bekannt durch das kürzlich veröffentlichte Buch seines langjährigen Mitstreiters und chinesischen Dissidenten Bruder Yun, der mittlerweile in Deutschland politisches Asyl genießt: Das Buch erschien unter dem Titel "Heavenly Man" (Brunnen Verlag). Zhang Rongliang hat die ausführliche Einführung zu diesem Buch verfasst, das weltweit bereits über eine Million Mal verkauft wurde.
Übersetzungen liegen bereits in mehr als 25 Sprachen vor oder werden derzeit vorbereitet. Der 53-Jährige war bereits vor seiner Festnahme im Dezember aufgrund seiner Missionsarbeit wiederholt in Gefängnissen und Straflagern - insgesamt zwölf Jahre. Dabei wurde er mit Elektroschocks gefoltert. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sorgt sich um die Gesundheit des Kirchenleiters, der an Diabetes leidet.
Die Zahl der Christen unter den 1,3 Milliarden Chinesen wird auf 80 Millionen bis 100 Millionen geschätzt. Etwa drei Viertel von ihnen versammeln sich in staatlich nicht registrierten Gemeinden, weil sie sich nicht der Kontrolle des kommunistischen Regimes unterwerfen wollen.
Quelle: Christliches Medienmagazin Pro
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Donnerstag, 10. August 2006
GeO: polypoikilos
risced, 15:54h
zu Eph.3,10
Die ganze Welt, alle Mächte, alle Gewalten in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt und alle Menschen sollen (und werden) die Weisheit Gottes kennenlernen, das ist das Ziel Gottes und das soll unser Ziel sein.
Wie soll das geschehen? Durch die Gemeinde, durch die Hausgemeinde. Gott will sich durch sie verherrlichen und seiner Weisheit Ausdruck verleihen. Seine Weisheit ist "polypoikilos".
poly = viel, groß, stark, reichlich, umfangreich ...
poikilos = bunt, vielfältig, mannigfach, verschieden, mancherelei ...
Also: äußerst vielfältig, extrem vielgestaltig und total bunt, eine Explosion von Farben, eine unüberschaubare Menge an vielgestaltigen Formen, Farben, Gestalten, Arten ... und keines wie das andere, keine Duplikate sondern alles echt und original- individuell für sich. Die gesamte Schöpfung spiegelt es wieder, die Menschen spiegeln es wieder und noch viel, viel mehr soll seine Gemeinde es sichtbar machen. Gott will sich und seine Weisheit in ihr zeigen.
Die ganze Welt, alle Mächte, alle Gewalten in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt und alle Menschen sollen (und werden) die Weisheit Gottes kennenlernen, das ist das Ziel Gottes und das soll unser Ziel sein.
Wie soll das geschehen? Durch die Gemeinde, durch die Hausgemeinde. Gott will sich durch sie verherrlichen und seiner Weisheit Ausdruck verleihen. Seine Weisheit ist "polypoikilos".
poly = viel, groß, stark, reichlich, umfangreich ...
poikilos = bunt, vielfältig, mannigfach, verschieden, mancherelei ...
Also: äußerst vielfältig, extrem vielgestaltig und total bunt, eine Explosion von Farben, eine unüberschaubare Menge an vielgestaltigen Formen, Farben, Gestalten, Arten ... und keines wie das andere, keine Duplikate sondern alles echt und original- individuell für sich. Die gesamte Schöpfung spiegelt es wieder, die Menschen spiegeln es wieder und noch viel, viel mehr soll seine Gemeinde es sichtbar machen. Gott will sich und seine Weisheit in ihr zeigen.
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Freitag, 4. August 2006
Einsatz in Rumänien
risced, 01:03h
Wieder zurück aus Transsilvanien und den Karpaten

- ich kann es kaum glauben, wie viel Gastfreundschaft und Liebe mir von den Christen (ca. 60 Personen) der kleinen Gemeinden mitgegeben wurde. Ein Camp in den Bergen der Nordkarpaten in Transsilvanien. Eine gesunde Mischung aus geistlicher Nahrung, deftiger einheimischer Kost, Kräutertees und sportlichen Aktivitäten.

Sie haben gelernt zuzuhören. Jeder Predigtabschnitt dauert nonstop mindestens 2 Stunden. Vormittags und abends, mit Begeisterung und voller Konzentration hören sie zu. Nachmittags gibt es Unterhaltung, Gebete, Sport und Wandern.

Die Salbung wird multipliziert, Synergieeffekte durch den Dienst eines Holländers treten auf, der in der Gabe der Kraftwirkungen fließt - viele lachen, fallen zu Boden, fangen an zu zittern. Der Heilige Geist und seine Wirkungen werden bei mir sichtbar durch die Weitergabe starker Prophetien, die ganze Lebensabschnitte Einzelner aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft offenbaren. Weisheit wie die Menschen sich richtig verhalten sollen usw. Einzelne werden in den Dienst eingesetzt.

Lehre über die Gaben – natürliche Gaben, geistliche Gaben und Dienstgaben.
Wie passt das alles zusammen, wie wirken diese in der Gemeinde zusammen, so dass der einzelne erbaut und zugerüstet wird und die Gemeinde mehr und mehr in das Bild Jesu hineinwächst.
Das Natürliche kommt zuerst, dann das Geistliche, dieser Ausspruch verwirrt – ist so gemeint, dass der Christ zu lernen hat, die natürlichen Dinge seines Lebens unter die Füße zu bekommen, dann wird er in geistliche Dimensionen weitergehen – die anvertrauten Pfunde werden zur geistlichen Vollmacht über Städte.

Die Gemeinde ist die Familie Gottes, keine Firma mit ausgeklügeltem Management. Vaterschaft ist das wichtigste in der Gemeinde, sie ist wahre Autorität – ohne sie bleiben die Gemeindemitglieder unmündig, unreif, fleischlich und geistlich einseitig abgehoben. Jüngerschaft als eine selbstverständliche Form des Wachstums in der Gemeinde – durch sie kommen die Gemeindemitglieder in echtes Wachstum und gehen die einzelnen Stufen vom Säugling bis zum reifen Mannesalter, bis zur Vaterschaft durch.
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Die ganze Umgebung, die Schöpfung, die Karpaten mit ihrer Schönheit dienen als Vorlage für die vielfältige Gnade Gottes (poikilos). Ein bunter Blumenstrauß in Gottes Hand sind wir, gebunden mit dem Band der Liebe.
Wir sollen einander lieben, mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat, als Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes. (1.Petr. 4,10)

An der Gemeinde soll die mannigfache (poly poikilos) Weisheit Gottes allen Mächten und Gewalten in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt kundgetan werden (Eph.3,10). Ich freue mich, nächstes Jahr wieder in den Karpaten zu sein.
Ric

- ich kann es kaum glauben, wie viel Gastfreundschaft und Liebe mir von den Christen (ca. 60 Personen) der kleinen Gemeinden mitgegeben wurde. Ein Camp in den Bergen der Nordkarpaten in Transsilvanien. Eine gesunde Mischung aus geistlicher Nahrung, deftiger einheimischer Kost, Kräutertees und sportlichen Aktivitäten.

Sie haben gelernt zuzuhören. Jeder Predigtabschnitt dauert nonstop mindestens 2 Stunden. Vormittags und abends, mit Begeisterung und voller Konzentration hören sie zu. Nachmittags gibt es Unterhaltung, Gebete, Sport und Wandern.

Die Salbung wird multipliziert, Synergieeffekte durch den Dienst eines Holländers treten auf, der in der Gabe der Kraftwirkungen fließt - viele lachen, fallen zu Boden, fangen an zu zittern. Der Heilige Geist und seine Wirkungen werden bei mir sichtbar durch die Weitergabe starker Prophetien, die ganze Lebensabschnitte Einzelner aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft offenbaren. Weisheit wie die Menschen sich richtig verhalten sollen usw. Einzelne werden in den Dienst eingesetzt.

Lehre über die Gaben – natürliche Gaben, geistliche Gaben und Dienstgaben.
Wie passt das alles zusammen, wie wirken diese in der Gemeinde zusammen, so dass der einzelne erbaut und zugerüstet wird und die Gemeinde mehr und mehr in das Bild Jesu hineinwächst.
Das Natürliche kommt zuerst, dann das Geistliche, dieser Ausspruch verwirrt – ist so gemeint, dass der Christ zu lernen hat, die natürlichen Dinge seines Lebens unter die Füße zu bekommen, dann wird er in geistliche Dimensionen weitergehen – die anvertrauten Pfunde werden zur geistlichen Vollmacht über Städte.

Die Gemeinde ist die Familie Gottes, keine Firma mit ausgeklügeltem Management. Vaterschaft ist das wichtigste in der Gemeinde, sie ist wahre Autorität – ohne sie bleiben die Gemeindemitglieder unmündig, unreif, fleischlich und geistlich einseitig abgehoben. Jüngerschaft als eine selbstverständliche Form des Wachstums in der Gemeinde – durch sie kommen die Gemeindemitglieder in echtes Wachstum und gehen die einzelnen Stufen vom Säugling bis zum reifen Mannesalter, bis zur Vaterschaft durch.
>Die ganze Umgebung, die Schöpfung, die Karpaten mit ihrer Schönheit dienen als Vorlage für die vielfältige Gnade Gottes (poikilos). Ein bunter Blumenstrauß in Gottes Hand sind wir, gebunden mit dem Band der Liebe.
Wir sollen einander lieben, mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat, als Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes. (1.Petr. 4,10)

An der Gemeinde soll die mannigfache (poly poikilos) Weisheit Gottes allen Mächten und Gewalten in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt kundgetan werden (Eph.3,10). Ich freue mich, nächstes Jahr wieder in den Karpaten zu sein.
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Donnerstag, 27. Juli 2006
Versöhnte Herzen sind das Ziel
charly-l, 22:15h
Mit einem Christen, der sich zu dieser bestimmten Gemeinschaft zählt, will sie nicht zu tun haben. Da verzichtet sie lieber auf den Austausch mit anderen Christen. Vor Jahren hat sie Schlimmes mit anderen Christen erlebt, die sich auch zu dieser Gruppe zählten. So Schlimmes, dass sie nun seit Jahren Seelsorge in Anspruch nimmt.
Sie ist Opfer geblieben und hat den Weg zur Versöhnung noch nicht geschafft. Doch, sie hätte alles vergeben, sagt sie. Alles an Gott abgegeben und schütze sich nun nur vor neuen Verletzungen. Aber muss die Begegnung mit anderen Christen, die auch diese Bezeichnung dieser Gruppierung innerhalb der Christen tragen zwangsläufig verletzend sein?
Hausgemeinden können zu einem Fluchtort mutieren oder gar als ein solcher starten. Ein Fluchtort vor dem, was als so schlimm in anderen Gemeinden / Gemeinschaften erlebt wurde. Hier in der Hausgemeinde treffen nun Christen in überschaubarer Zahl wöchentlich aufeinander, die eins gemeinsam haben: ihre Verletzungserfahrungen.
Das Wissen um das Verständnis der Anderen oder beim Anderen für die Folgen des erlebten stärkt - man ist nicht länger Alleine, der Exot unter den sonst anscheinend so Zufriedenen. Gemeinsam studiert man die Lehren, die man gehört hat anhand der Bibel neu. Man entdeckt Schwachstellen oder die Fehler, die zu den Verletzungen führten. Im Gebet ist man Füreinander da und erlebt Trost und Halt.
Hausgemeinde - ein Ort der Heilung. Ein gutes Zeugnis lebendiger Gottesbeziehung.
Aber kann / darf eine solche Gruppe lange Zeit so existieren und dennoch auf einem guten Weg sein? Wann wird aus der Hilfsgemeinschaft für verletzte Christen eine Konservierungsgemeinschaft der Verletzungen? Was ist das Ziel? Was ist Gottes Ziel mit seinen Kindern?
Versöhnte Herzen sind das Ziel.
Jemand erzählte, er habe mit dieser einen bestimmten Richtung bei den Christen schlimme Erfahrungen machen müssen und nun ist er seit längerer Zeit in einer Gemeinschaft, die in ihrer Frömmigkeit schier das Gegenteil dessen ist, was er vorher erlebt hat. Vorsichtig ist er in der Begegnung mit den Anderen geworden, sagt er. Und er fühlt sich in seiner jetzigen Gemeinschaft wohl - was sollte daran falsch sein?
Ich erzähle davon, dass ich auch von Angehörigen einer bestimmten Menschengruppe schwer und tief Verletzt wurde: von Frauen. Konkret: meine erste Frau ging fremd und unsere Ehe wurde nach über neun Jahren geschieden. Wenn nun Jemand, der solche tiefe Verletzungen nach dem selben Muster reagiert, wie es diese Glaubensgeschwister taten, was wäre die Konsequenz? Mann wurde von seiner Frau verlassen und erlebte tiefe Verletzungen und Jahre der Aufarbeitung waren notwendig. Was soll er nun machen? Sich völlig von dem anderen Geschlecht abwenden und sich dem einzig verbleibenden Geschlecht zuwenden - dem eigenen? Selbst in unserer Zeit ist so etwas nur in Ausnahmefällen zu finden. Es ist nicht die Regel. Regel ist vielmehr, das der Mann sich eine neue Frau sucht. Das setzt voraus, dass der Mann zunächst in seinem Herzen versteht, dass nicht alle Frauen so sein müssen, wie seine Frau war. Und wenn die neue Ehe nicht ein Aufguss der ersten Ehe werden soll, muss der Mann versöhnten Herzens sein.
In einem solchen Beispiel erscheint uns dieser Gedanke logisch und natürlich. Aber im Kontext denominationsspezifischer Erfahrungen scheint uns das oft nicht logisch und natürlich zu sein. Hier scheint oft der einzigste Weg in einer strengen Abgrenzung zur damaligen Denomination zu sein. Unterstützungen finden wir in bestimmten Fällen massenweise. Was bestimmte Denominationen oder Gruppen betrifft, so werden wir im Internet mit etlichem „Beweismaterial" versorgt, dass belegt, dass wir Richtig liegen und die Anderen falsch.
Aber wohin führt das? Zu versöhnten Herzen?
Was sind denn versöhnte Herzen? Was bedeutet es versöhnt zu sein?
Bedeutet das, dass man Falsches nicht mehr benennen darf? Dass ich schweigen muss über die Dinge die mir geschehen sind?
Tatsächlich lehren so manche chr. Gemeinschaften solches. Wahr ist das aber nicht. Wenn Gott unsere Übeltaten vergisst, wenn wir ehrlichen und bußfertigen Herzens zu ihm kommen, bedeutet das eben nicht, dass wir nun zwangsläufig auch alles vergessen müssen, was geschehen ist und uns den alten Peinigern wieder aussetzen müssen.
Und dennoch bedeutet versöhnten Herzens zu sein zu vergessen. Nicht das was geschehen ist, sondern den Hass, die Wut und die unerträgliche Abneigung zum Täter und auch zur angeblichen Tätergruppe. Wir erinnern was uns geschehen ist, aber unsere starken Emotionen sind in Gott zur Ruhe gekommen. Unser Denken wurde wieder frei und wir sind fähig zu erkennen, dass nicht nur die Täter womöglich selber Opfer ihrer Herzensverletzungen waren, sondern auch das nicht Jeder, der sich zu dieser Gruppierung zählt ganz genauso sein muss, wie die, die damals an uns schuldig wurden.
Zu Jemanden eine gesunde Distanz einnehmen, der sich als unzuverlässig, vielleicht sogar als gefährlich für uns erwiesen hat, ist eine gesunde Haltung. Ich muss nicht wieder in enger Gemeinschaft mit solchen leben. Nicht nur ich muss mit mir in Frieden gekommen sein, dass ich diese chr. Gemeinschaft verlassen habe - verstanden haben dass das ok war und keine Sünde. Ich muss auch dem Anderen in meinem Herzen erlauben zu gehen - ich muss ihn entlassen. Ich kann ihn in die Hände Gottes entlassen, der auch mich angenommen hat, als ich so verletzt wurde. Indem ich lerne Distanz halten zu dürfen und auch den aus meinem Herzen zu entlassen, der mich so verletzt hat, werde ich frei. Mein Leben kann sich wieder um Anderes, Schöneres drehen als um das, was mir geschehen ist.
Wohin also sollte sich eine solche Hausgemeinde entwickeln?
Zu versöhnten Herzen. Eine Hausgemeinde, die als Heilungsort gestartet ist, muss irgendwann dann einmal ein Heiler Ort sein. Ein Ort der Anfangs nur bestimmten Menschen offen stand muss zu einem Ort werden, wo alle Menschen willkommen sind. Eine solche Hausgemeinde bietet die Chance, dass sich hier Menschen treffen, die aus dem erlebten gelernt haben, die Verständnis haben und nun fähig sind Andere zum Ziel hin zu begleiten: das auch sie Versöhnung in ihren Herzen erleben.
Was ist es also was dich motiviert?
Musst du immer noch zu diesen Menschen strikte Distanz halten? Sind sie alle immer noch für dich gefährlich, weil sie dasselbe Etikett tragen? Oder hast du erfolgreich deine Täter aus deinem Herzen entlassen können und kannst Anderen offen begegnen, so wie Gott auch dir immer wieder neu begegnet?
Charly
Sie ist Opfer geblieben und hat den Weg zur Versöhnung noch nicht geschafft. Doch, sie hätte alles vergeben, sagt sie. Alles an Gott abgegeben und schütze sich nun nur vor neuen Verletzungen. Aber muss die Begegnung mit anderen Christen, die auch diese Bezeichnung dieser Gruppierung innerhalb der Christen tragen zwangsläufig verletzend sein?
Hausgemeinden können zu einem Fluchtort mutieren oder gar als ein solcher starten. Ein Fluchtort vor dem, was als so schlimm in anderen Gemeinden / Gemeinschaften erlebt wurde. Hier in der Hausgemeinde treffen nun Christen in überschaubarer Zahl wöchentlich aufeinander, die eins gemeinsam haben: ihre Verletzungserfahrungen.
Das Wissen um das Verständnis der Anderen oder beim Anderen für die Folgen des erlebten stärkt - man ist nicht länger Alleine, der Exot unter den sonst anscheinend so Zufriedenen. Gemeinsam studiert man die Lehren, die man gehört hat anhand der Bibel neu. Man entdeckt Schwachstellen oder die Fehler, die zu den Verletzungen führten. Im Gebet ist man Füreinander da und erlebt Trost und Halt.
Hausgemeinde - ein Ort der Heilung. Ein gutes Zeugnis lebendiger Gottesbeziehung.
Aber kann / darf eine solche Gruppe lange Zeit so existieren und dennoch auf einem guten Weg sein? Wann wird aus der Hilfsgemeinschaft für verletzte Christen eine Konservierungsgemeinschaft der Verletzungen? Was ist das Ziel? Was ist Gottes Ziel mit seinen Kindern?
Versöhnte Herzen sind das Ziel.
Jemand erzählte, er habe mit dieser einen bestimmten Richtung bei den Christen schlimme Erfahrungen machen müssen und nun ist er seit längerer Zeit in einer Gemeinschaft, die in ihrer Frömmigkeit schier das Gegenteil dessen ist, was er vorher erlebt hat. Vorsichtig ist er in der Begegnung mit den Anderen geworden, sagt er. Und er fühlt sich in seiner jetzigen Gemeinschaft wohl - was sollte daran falsch sein?
Ich erzähle davon, dass ich auch von Angehörigen einer bestimmten Menschengruppe schwer und tief Verletzt wurde: von Frauen. Konkret: meine erste Frau ging fremd und unsere Ehe wurde nach über neun Jahren geschieden. Wenn nun Jemand, der solche tiefe Verletzungen nach dem selben Muster reagiert, wie es diese Glaubensgeschwister taten, was wäre die Konsequenz? Mann wurde von seiner Frau verlassen und erlebte tiefe Verletzungen und Jahre der Aufarbeitung waren notwendig. Was soll er nun machen? Sich völlig von dem anderen Geschlecht abwenden und sich dem einzig verbleibenden Geschlecht zuwenden - dem eigenen? Selbst in unserer Zeit ist so etwas nur in Ausnahmefällen zu finden. Es ist nicht die Regel. Regel ist vielmehr, das der Mann sich eine neue Frau sucht. Das setzt voraus, dass der Mann zunächst in seinem Herzen versteht, dass nicht alle Frauen so sein müssen, wie seine Frau war. Und wenn die neue Ehe nicht ein Aufguss der ersten Ehe werden soll, muss der Mann versöhnten Herzens sein.
In einem solchen Beispiel erscheint uns dieser Gedanke logisch und natürlich. Aber im Kontext denominationsspezifischer Erfahrungen scheint uns das oft nicht logisch und natürlich zu sein. Hier scheint oft der einzigste Weg in einer strengen Abgrenzung zur damaligen Denomination zu sein. Unterstützungen finden wir in bestimmten Fällen massenweise. Was bestimmte Denominationen oder Gruppen betrifft, so werden wir im Internet mit etlichem „Beweismaterial" versorgt, dass belegt, dass wir Richtig liegen und die Anderen falsch.
Aber wohin führt das? Zu versöhnten Herzen?
Was sind denn versöhnte Herzen? Was bedeutet es versöhnt zu sein?
Bedeutet das, dass man Falsches nicht mehr benennen darf? Dass ich schweigen muss über die Dinge die mir geschehen sind?
Tatsächlich lehren so manche chr. Gemeinschaften solches. Wahr ist das aber nicht. Wenn Gott unsere Übeltaten vergisst, wenn wir ehrlichen und bußfertigen Herzens zu ihm kommen, bedeutet das eben nicht, dass wir nun zwangsläufig auch alles vergessen müssen, was geschehen ist und uns den alten Peinigern wieder aussetzen müssen.
Und dennoch bedeutet versöhnten Herzens zu sein zu vergessen. Nicht das was geschehen ist, sondern den Hass, die Wut und die unerträgliche Abneigung zum Täter und auch zur angeblichen Tätergruppe. Wir erinnern was uns geschehen ist, aber unsere starken Emotionen sind in Gott zur Ruhe gekommen. Unser Denken wurde wieder frei und wir sind fähig zu erkennen, dass nicht nur die Täter womöglich selber Opfer ihrer Herzensverletzungen waren, sondern auch das nicht Jeder, der sich zu dieser Gruppierung zählt ganz genauso sein muss, wie die, die damals an uns schuldig wurden.
Zu Jemanden eine gesunde Distanz einnehmen, der sich als unzuverlässig, vielleicht sogar als gefährlich für uns erwiesen hat, ist eine gesunde Haltung. Ich muss nicht wieder in enger Gemeinschaft mit solchen leben. Nicht nur ich muss mit mir in Frieden gekommen sein, dass ich diese chr. Gemeinschaft verlassen habe - verstanden haben dass das ok war und keine Sünde. Ich muss auch dem Anderen in meinem Herzen erlauben zu gehen - ich muss ihn entlassen. Ich kann ihn in die Hände Gottes entlassen, der auch mich angenommen hat, als ich so verletzt wurde. Indem ich lerne Distanz halten zu dürfen und auch den aus meinem Herzen zu entlassen, der mich so verletzt hat, werde ich frei. Mein Leben kann sich wieder um Anderes, Schöneres drehen als um das, was mir geschehen ist.
Wohin also sollte sich eine solche Hausgemeinde entwickeln?
Zu versöhnten Herzen. Eine Hausgemeinde, die als Heilungsort gestartet ist, muss irgendwann dann einmal ein Heiler Ort sein. Ein Ort der Anfangs nur bestimmten Menschen offen stand muss zu einem Ort werden, wo alle Menschen willkommen sind. Eine solche Hausgemeinde bietet die Chance, dass sich hier Menschen treffen, die aus dem erlebten gelernt haben, die Verständnis haben und nun fähig sind Andere zum Ziel hin zu begleiten: das auch sie Versöhnung in ihren Herzen erleben.
Was ist es also was dich motiviert?
Musst du immer noch zu diesen Menschen strikte Distanz halten? Sind sie alle immer noch für dich gefährlich, weil sie dasselbe Etikett tragen? Oder hast du erfolgreich deine Täter aus deinem Herzen entlassen können und kannst Anderen offen begegnen, so wie Gott auch dir immer wieder neu begegnet?
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