Mittwoch, 19. Juli 2006
GeO: Was wir brauchen
Notwendiger als alles andere brauchen wir Liebe. Wir müssen uns der Liebe Gottes bewußt werden - es heißt, dass sie ausgegossen ist in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Diese Liebe ist da, auch wenn wir sie nicht spüren. Sie ist es, die uns trägt, aus der wir leben und die uns zum Leben motiviert. Wenn wir aufgesättigt sind mit dieser Liebe, dann sind wir stark und überwinden alle Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt.

Dann heißt es aber auch „werdet voll (immer wieder) Heiligen Geistes. Wir können nie genug haben von der Liebe, vom Heiligen Geist, denn kein Mensch lebt im vollen Maß der Liebe Gottes. Nur einer tat das, Jesus – von ihm heißt es, dass er den Geist ohne Maß hatte. Wir sind begrenzt und haben es immer wieder nötig, uns füllen zu lassen, weil wir es nicht schaffen, beständig in diesem Zufluß des Heilgen Geistes zu bleiben. Deshalb gehört eine gewisse Übung oder Disziplin dazu.
Jesus sagte in dem Beispiel von den Reben und vom Weistock: „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann werdet ihr viel Frucht bringen und meine Jünger werden. Wenn wir beständig mit Jesus verbunden sind, dann kann die Liebe Gottes vom Weinstock Jesus in uns beständig hineinfließen, dann kommt viel Frucht für andere Menschen hervor und wir selbst sind ständig satt.
Jesus: „Wenn du von dem Wasser trinken würdest, das ich dir gebe, dann wird dir nicht mehr dürsten.“ Das ist wunderbar, Jesus stillt den Durst unseres Lebens nach Liebe vollkommen und Jesus ist beständig bei uns, er ist die Quelle in uns, die immer sprudelt, wir brauchen nur zu nehmen.
Aber wie alte Leute es oft vergessen zu trinken, so vergessen wir oft, von dieser Quelle zu trinken. Wieder geht es nur mit einer gewissen Übung und Disziplin. Die Liebe Gottes, die uns durch Gnade gegeben worden ist, schließt nicht aus, dass wir uns aufmachen müssen, diese Liebe anzunehmen, aufzunehmen, zu schöpfen, fließen zu lassen.

Ric

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Dienstag, 18. Juli 2006
Die Gemeinde eine Gemeinschaft der Transformation
von Dick Scoggins (übersetzt von Richard Schutty)

Wenn wir über Gemeinde oder über Team nachdenken, dann denken wir meistens mehr an die Aufgabe zu der sie berufen ist, anstatt an das was sie selbst ist. Die meisten Leute denken, dass es die Aufgabe eines Gemeindegründungsteam ist, eine Gemeinde zu gründen. Aber in Wirklichkeit ist die Hauptaufgabe eines solchen Teams, seine Telnehmer in das Bild Jesu zu verändern, das ist ein fundamentaler Teil unserer Berufung zu dem, was wir sein sollen. Jesus berief die zwölf damit sie mit ihm seien und um zu predigen. Die wichtigste Sache ist, mit Ihm zu sein und daraus werden wir die Dinge tun. Was wir tun, muss aus dem hervorkommen, was wir sind.
Es ist viel wichtiger, was Gott in dir tun kann, als das, was er durch dich tun kann. Es ist notwendig, dass wir in seine Herrlichkeit verwandelt werden. Das ganze Programm unserer Lebens auf dieser Erde ist es, uns für die Herrlichkeit vorzube-reiten. Gottes tiefste Absicht ist es, Söhne für die Ewigkeit zu machen und nicht Gemeindegründer für den Moment. Wir müssen das in unserem Verstand festhalten – Gottes Plan ist es, uns von einer Stufe der Herrlichkeit in die andere zu verändern.
2. Kor.3, 18: „ Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist geschieht.“ ….

Gottes Plan ist unsere fortschreitende Transformation und die findet in der Gemein- schaft statt, speziell dann, wenn wir mit Personen zusammentreffen, die die Dinge nicht so sehen, wie wir sie sehen. In Wirklichkeit wird jeder von uns persönlich vom unsichtbaren Gott geleitet. Er kennt uns und er weiß, dass jeder von uns einzigartig ist und dass jeder von uns eine Begegnung mit Ihm braucht, entsprechend seiner individuellen Nöte. Gott ist groß genug, um das zu tun.
Es kann sein, dass wir Gott zum Beispiel auf einer Basis von Wahrheit suchen. Gott sagt – „Ich kann das für dich tun“. Jemand anders braucht vielleicht mehr eine emotionale Erfahrung wie „den Arm Gottes um sich spüren“, und Er kann auch dieser Person auf diese Art begegnen. Jeder von uns hat verschiedene Bedürfnisse und jeder von uns ist verschieden gestaltet und der einzige Gott des Universums kann uns persönlich begegnen, auf die Art und Weise, wie wir es brauchen.

Das Problem in der Gemeinde ist, dass es uns oft nicht gefällt, wenn Gott einer Person anders begegnet, als uns. „Wie Gott mir begegnet, das ist das Normale“, ist oft das Denken. Doch wer so denkt, der macht sich sein eigenes Bild von Gott. Deshalb gibt es so wenig Transformation in der Gemeinde, denn in Wahrheit mögen wir es nicht, mit Leuten zusammen zu sein, die eine andere Gotteserfahrung haben als wir.
Sein Wesen ist so vielfältig, dass es in all den verschiedenen Leuten zu sehen ist. Wir sind lieber mit Menschen zusammen, die ähnliche Erfahrungen haben wie wir, da fühlen wir uns wohler. Deshalb sind Nichtcharismatiker zusammen mit Nichtcharis- matiker und Charismatiker halten sich zu Charismatikern. Wenn wir das tun, brauchen wir uns nicht mit Gott auseinandersetzen, der beides beinhaltet. Im Himmel wird es keine Aufteilung geben. Echte Transformation ereignet sich, weil die Menschen die Dinge verschieden sehen….

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Donnerstag, 13. Juli 2006
GeO: Das „Muss“ des Dienstes
aus 1.Kor.9,14.16
Wer für das Evangelium lebt, der soll auch von dem Evangelium leben.
Diese göttliche Ordnung gab es schon im Alten Testament: Die Leviten waren von Gott bestimmt, sich ganz dem Dienst im Tempel zu widmen und sie lebten auch ganz von den Tempelabgaben. Es gab 5 Dienste, die von Priestern im Tempel ausgeübt wurden (1.Chr.23 -26)
Genauso gibt es 5 Dienste im „Tempel des Evangeliums“ des Neuen Testaments (Eph.4,11 – Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer). Sie sind von Gott für den Dienst in der überörtlichen Gemeinde bestimmt und sie sollen auch von der Gemeinde versorgt werden, das ist Gottes Wille.
Ihr Auftrag für den Dienst ist allerdings keine freiwillige Lohnarbeit, die sie verrichten, sondern eine Tätigkeit, zu der sie, unabhängig von Bezahlung verpflichtet sind. Sie werden nicht von den Gemeinden zum Dienst beauftragt, denn dann könnten sie die Bezahlung fordern - nein, sie wurden von Gott selbst zum Dienst bestimmt und erhalten ihre Aufträge vom obersten Hauptquartier. Sie haben keine andere Wahl, als den Dienst zu tun. Die Hand Gottes liegt auf ihnen. Dafür wird Gott sie auch durch das Evangelium versorgen.
Die Gläubigen in den Hausgemeinden und Hauskirchen- Netzwerken brauchen diesen Dienst, damit sie selbst zum Dienst zugerüstet werden. Die Hausgemeinden brauchen diesen Dienst damit sie in die volle Mannesreife hineinwachsen können, fruchtbar werden und sich gesund reproduzieren können.

Ric

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Mittwoch, 12. Juli 2006
Geo: Getrennt und nicht zusammen.
Wir sind von einander getrennt: Solche, die ihr Leben Jesus Christus als dem Herrn und Sohn Gottes anvertraut haben und solche, die davon nichts wissen wollen, die ihr Leben nach anderen Dingen ausrichten.
Auf der einen Seite die Aussage und Haltung, nur in Jesus ist die Erfüllung für dein Leben – auf der anderen Seite die Grundhaltung jeder muss seinen eigenen Weg finden und es gibt keine absolute Wahrheit, es gibt nicht nur eine Tür zum Leben sondern viele verschiedene.
Das eine klingt vermessen, arrogant, intolerant und dumm, das andere klingt plausibel, angemessen, tolerant, attraktiv und verständlich. Eine Trennung wird sichtbar. Sie ist scharf und total, es gibt kein Zwischending, entweder das eine oder das andere, beides zusammen schließt sich aus, beides lässt sich nicht vermischen. Es ist ausschließlich: „Man kann nicht zwei Herren dienen, entweder man wird den einen lieben und den anderen hassen, oder den einen hassen und den anderen lieben. Jeder muss sich entscheiden, die eine, oder die andere Seite, wer sich nicht entscheidet, hat sich auch entschieden. Es gibt keinen Ausweg, keine zweite Lösung.

Es ist brutal, denn wer sich für Jesus entscheidet, wendet sich von den anderen ab, die es nicht tun, er vertritt eine nicht akzeptable Haltung. Wer sie konsequent beibehält und äußert, wird abgelehnt, verachtet, wie ein Aussätziger behandelt und gemieden und das ist sogar plausibel für den menschlichen Verstand.
Jesus hat gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ Welch ein Anspruch - dafür ist er am Kreuz gestorben. Und dafür stirbt er immer und immer wieder am Kreuz, wenn er von den anderen in uns wieder abgelehnt wird.
Schrecklich, diese Ausschließlichkeit und radikales Abschneiden. Aber „Christen sind in der Welt, nicht von der Welt.“ Sie sind einfach anders, passen nicht zu den anderen, können sich nicht vermengen. Sie sind ausgesondert, werden abgesondert, wie Schlachtvieh aussortiert, das ist ihre Bestimmung auf Erden.
Sie leben in einer anderen Welt, in der andere Regeln, andere Werte, andere Worte andere Taten gelten. Wer sich mit Jesus identifiziert, wird mit seinem Geist infiziert, er wird sterben wie Jesus selbst, einen menschlichen Tod und er wird auferstehen zu göttlichem Leben zu einer anderen Existenzform, getrennt vom natürlich- menschlichen.

Ric

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Dienstag, 11. Juli 2006
GeO: Wo beten wir an (als Hausgemeinde?)
aus Joh.4,20.24
Die Frau spricht zu ihm: "Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet, und ihr sagt, dass in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse."
Der Gottesdienst wird in der Kirche gefeiert. Die Gläubigen versammeln sich im Gemeindegebäude, um Gott anzubeten. So und ähnlich kennen wir es. Mit Gemeinde und Anbetung wird ein bestimmter Ort in Verbindung gebracht. Jerusalem gilt als ein Bild für die Gemeinde, dort versammeln sich die Gläubigen. Christen verschiedener Konfessionen versammeln sich an verschiedenen Orten. Wo ist der richtige Ort?

Jesus antwortet der Frau: "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten."


Der wahre Ort der Anbetung ist in uns. Gott ist Geist und wer ihn finden will, kann das nur im Geist tun. Unser Geist begegnet Gottes Geist in der Anbetung, wenn wir Ihm allein die Ehre geben. Wir treten ins Licht der Wahrheit durch Jesus - er ist das Licht und die Wahrheit, er reinigt uns durch sein Blut, sodass wir Gemeinschaft mit Gott haben können. Dann beten wir wahrhaft im Geist an, gereinigt von Schuld und dann haben wir auch wahre Gemeinschaft untereinander. Wir leben Gemeinde, im Geist und in Wahrheit und Gott ist mitten unter uns. So einfach ist das!
Ric

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Montag, 10. Juli 2006
zwei Mal Frühstück
Die Gemeinschaft in den Hausgemeinden findet nicht nur zu den üblichen Gemeindetreffen oder Gottesdiensten statt, wo gemeinsame Bibelgespräche oder ein Predigt abläuft.
Nein, sondern auch, und ich würde sagen gerade, im normalen Alltagsablauf der Woche hat die intensive Gemeinschaft seinen Platz. Zum Beispiel beim gemeinsamen Frühstücken mit Einzelnen, wie geschehen am Samstag und am Sonntag.

Am Sa waren wir verabredet mit einem jungen Freund und Hausgenossen. Das erinnert mich an genießen, denn man kann das Frühstück, ohne Zeitdruck, besonders am Samstag Morgen genießen. Mit frischen Brötchen und reich gedecktem Tisch und frisch duftendem Kaffee. Mit anschließender Bibelslese und mit Gebet. Eine gute Zeit, eine familiäre Zeit, eine Zeit der Zugehörigkeit, wo man sich zu Hause fühlt. Ganz einfach.
Oder am Sonntag, wo andere Leute im Gottesdienst sind haben wir ausführlich Brunch zu dritt. Eine junge Hausgenossin kommt vorbei, sie will mit uns alleine sein, um beim Frühstück mit uns über ein paar wichtige Dinge zu reden, die ihr geistliches Wachstum betrifft. Neben dem Essen dienen wir einander im Gespräch und im Gebet.
In der anschließenden Lobpreiszeit beten wir gemeinsam unseren Herrn an.
Preis dem Herrn, zwei gute Gottesdienste, gestern und heute. Vor allen Dingen so überschaubar. Ich erinnere mich an die Worte Jesus: "Denn wo zwei oder drei in meinem versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte". Was wollen wir mehr

Ric

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Samstag, 8. Juli 2006
beim Netzwerkgottesdienst in Wesel
Personen aus 4 Hausgemeinden, unterschiedliche Gruppen, treffen sich ein Mal im Monat abwechselnd in den Städten Wesel, Essen und Bochum, im Umkreis von 50 km zu einem gemeinsamen Netzwerkgottesdienst.
Dieses Mal ist das Treffen im Archezentrum in Wesel. Es ist laut, etwas chaotisch und fängt mit Verspätung an. Die Teilnehmer, von denen einige zum ersten Mal dabei sind, haben zum Teil einen längeren Anreiseweg gehabt und es ist schwülwarm. Heute sind auch viele Kinder dabei, sie spielen im hinteren Teil des Raumes, die Erwachsenen sitzen an Tischen. Ein junger Mann schaukelt ein Baby hin und her.


Anders als bei den wöchentlichen Versammlungen der einzelnen Hausgemeinden, steht hier eine Predigt und eine längere Lobpreiszeit im Mittelpunkt. Heute beginnt sie mit allegemeinen Ansagen und endet mit einer prophetischen Aufforderung Jesus in sein Haus einzulassen. Die verständliche Predigt handelt über Heiligung und apelliert an den Einzelnen, auch im Alltag darin zu leben und konsequent mit Haltungssünden und Lauheit aufzuräumen. Nach dem abschliessenden Segen bilden sich an einem Büffet kleinere Gruppen, die sich in Unterhaltung und gemeinsamen Essen vertiefen. Man unterhält sich über die Predigt, tauscht Alltagsdinge aus oder spricht Termine ab. Es bilden sich auch "Generationsclübchen". Ab 22.45 verabschieden sich nach und nach Einzelne und verlassen den Raum. Es war ein schöner Abend - gut, sich nach längerer Zeit mal wieder getroffen zu haben. Schließlich gehören wir ja zusammen, zu einem "Netz". Ric

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Mittwoch, 5. Juli 2006
an der Uni
Sei treffen sich zu zweit, zu dritt, zu viert ... sie beten, sie lesen in der Bibel und tauschen sich aus, sie unterhalten sich über Probleme, über alltägliche Dinge, über solche, die das Studium betreffen, essen gemeinsam und tun noch mehr.

Diese Gruppen, breiten sich aus, multiplizieren sich auf dem gesamten Campus, sie treffen sich in Seminarräumen, in der Mensa, im Unicafe, in der Bibliothek, überall, wo es möglich ist. Sie lieben ihre Uni, sie engagieren sich für sie, erzählen möglichst vielen von Jesus, laden sie zu den Gruppentreffen ein. Die kleinen Powertreffs werden zum Motor für eine neue Begeisterung für Gott, für die Uni, für Beruf und Berufung, für die Gesellschaft.

In regelmäßigen Zeitabständen versammeln sich die kleinen Gemeinden zu einem großen Treffen, wo sie alle gemeinsam Gott anbeten, Ihn feiern, das Evangelium auf dem Campus verkündigen, andere dazu einalden. Zunehmend bekehren sich Studenten und schließen sich einer der kleinen Unigemeinden an.

Noch ist das nicht Realität, doch es ist starke Vision, vom Heiligen Geist angeregt - und wir kommen jede Woche zusammen, zwei, drei, vier und mehr und beten, dass dieser Traum Wirklichkeit wird, dass der Campus durchdrungen wird. "Ein wenig Sauerteig druchsäuert den ganzen Teig", sagt die Bibel. Und das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn, so klein, doch später wächst daraus ein großer Baum."
Wir beten, dass wir zu Einzelnen Kontakt bekommen, die sich vom Heiligen Geist in das Erntefeld der Uni senden lassen (20000 Studenten !) und kleine Gemeinde in den Boden des Campus pflanzen. Dass sie nicht einzelne Gläubige herausreißen und sie in Gemeinden außerhalb der Uni einpflanzen. Wer betet mit uns? Wer lässt sich senden?

Ric

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Dienstag, 4. Juli 2006
emerging church oder wo wird Gemeinde sichtbar ?
Paulus in Epheser Kap. 6: "Betet für mich, dass der Herr mir eine Tür für das Geheimnis des Evangeliums öffnet".

Hier im APH, einem Treffpunkt für kreative Leute aus der Stadt, und den umliegenden Städten (ca. 5 mil. Einwohner) die mit Glaube an Jesus nichts am Hut haben, soll Gemeinde sichtbar werden?
Maler, Bildhauer, Bastler, Erfinder, Performanceleute, Personen, die Yoga, Reiki, verschiedene Massagepraktiken, Lachyoga und anderes machen, Märchenerzähler, Musiker, Joungleure, Hexen, jemand der Totenköpfe modelliert und daraus einen Turm errichten will und viele mehr tummeln sich hier (ca 200 Leute) und suchen einen Ausdruck für ihr Lebensgefühl.

Viele von ihnen sagen selbst, dass sie auf der Suche sind.
Dort, genau dort ist eine Gemeinde wichtig, zwei oder drei, die dort in Seinem Namen zusammenkommen, um Gott zu ehren, um ein lebendiges Zeugnis zu sein. Wir (3 Leute) wollen hier Gemeinde leben, Licht und Salz sein.
Um das wirklich rüberzubringen, müssen wir auch kreativ sein, wie alle Leute hier. Der Heilige Geist hilft uns, gibt uns gute Ideen, Begabungen (kreativ, computertechnisch, sprechen, Musik ....)
Was wir nicht tun können, dafür beten wir, dass der Herr uns hier eine Tür für das Evanglium öffnet. Betet bitte mit uns.

Ric

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Dienstag, 4. Juli 2006
das ganz normale Gemeindeleben einer Hausgemeinde
Sonntag um 10 Uhr war es wieder so weit. Eine Tasse Kaffee zur Begrüßung, dann eine gute Zeit des Lobpreises und der Anbetung mit neuen und alten Liedern. Zum erstem Mal in dieser Reihenfolge.
Vorher starteten wir immer mit Frühstück um die gleiche Zeit. Eines unser jungen Ehepaare beschwerte sich darüber, da das Essen und die Gespräche sich meist sehr lange hinzogen, bis wir dann zum Lobpreis und zum Bibelgespräch kamen, war ihre 2-Jährige so knatschig, dass sie vorzeitig gehen mußten und das Beste verpassten.

Ganz pünktlich kam unser jüngestes Paar (mit Baby im Bauch)eine Freude, das zu sehen - sie stellten einige Plastikbehälter mit Essen in der Küche ab. Wir setzten uns zum Small Talk.
10 Minuten später kommt Fam. K., bepackt mit einer Kiste und einer großen Tasche, das ein Mittagessen erahnen lässt. Die Teenie- Tochter schreit ganz begeistert beim Wiedersehen, die Eltern sind mehr verhalten aber auch fröhlich und setzen sich zu uns - bei einer Tasse Kaffee, versteht sich. Ein schöner Sonntag Morgen.

Weitere 10 Minuten später starten wir - und mitten in den Lobpreis platzt dann unser viertes Ehepaar mit Klein- S. zur Tür hinein, wir freuen uns - zwischen begrüßen und Weitermachen. Der Lobpreis ist unterbrochen? Oder mehr bereichert mit dem neuen Akzent der quirligen Kleinen!
Doch, alle wirken ausgeruht und voller Erwartung. Heute wollen wir mal weniger reden und mehr dem Wort lauschen. Dazu hat R. was vorbereitet, ein Text aus dem Epheserbrief.
Immer wieder kommen Unterbrechungen durch Kommentare -wir sind es so gewohnt.
Im Gespäch kommen gute Beiträge und wir bauen die Aussagen zusammen. Die Kommunikation wird zusehends schwieriger, da Klein- S. keine Lust mehr hat zuzuhören und lieber beschäftigt werden will. Die Mutter, der Vater und eine der anderen Mütter stellen sich der Herausforderung.
R. macht unerschrocken weiter, er hat gelernt, sich davon nicht stören zu lassen. Die Teenie- Tochter ist aber auch ganz schön laut und meint in ihrem Alter schon alles zu wissen. Das kennen wir schon.
Das Gesrpäch wird immer angeregter. Zu flache oder gar falsche Aussagen werden untereinander verbessert, genauer formuliert und sogar richtggestellt. Super - wir haben das Gefühl, der Heilige Geist hilft uns auf die Sprünge, am Ende haben wir, was Jesus uns ganz konkret sagen will. Und Klein S. ist jetzt auch zufrieden, da sie Aufmerksamkeit gefunden hat.
Wir hängen eine Gebetsgemeinschaft dran, verarbeiten das Gesagte, sagen Dank für die Einsichten und bitten konkret um Hilfe und Führung betreffs der Aussagen.

Die mehr private Unterhaltung haben wir uns für das anschliessende Mitagessen vorbehalten. Alle sind sichtlich zufrieden am Büffet in der Ess-Küche, mit den verschiedenen leckeren Mittagessen (chinesisch ist auch dabei). Es entstehen Kleingruppen von 2 bis 3 Personen, sie mampfen und reden ganz engagiert, über die neuesten Neuigkeiten, privat, am Arbeitsplatz. Und Klein- S. wird langsam müde und wird im Schlafzimmer "aufs Ohr gelegt".
Die Mutter bleibt hier, die anderen machen einen schönen Spaziergang, kommen zurück und finden Mutter und Kind erfirscht wieder (- die Mutter hat nämlich unseren Bibeltext nochmal durchgearbeitet, weil sie wegen S. einiges verpasst hatte.
Na bitte hat doch alles prima geklappt - Ich glaube, wir behalten diese Einteilung bei, zumindest solange, bis sich anderweitige "organische Veränderungen" ergeben. Danke Jesus.

Ein zufriedener Oikejo (= Hausgenosse)

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