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Montag, 13. Juli 2009
Die Co2 - Gemeinde, wieder was Neues?
risced, 15:29h
Nein, nicht neu, sondern alt. C02 ist eine englische Abkürzung und bedeutet "Church of Two" (Gemeinde, aus zwei Leuten bestehend). John White aus Amerika (www.Lk.10.com) hat diesen Begriff geprägt und ihm spezielle Aktionen zeilgerichtet zugeordnet. CO2 ist die kleinste Gemeinde, die Micro- Gemeinde, die aus zwei oder drei Jüngern besteht, nach dem Wort Jesu "Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte." (Mt.18,20)
Zur Zeit gibt es eine solche CO2- Gemeinde z. B. bei uns, in unserer Wohnung in Oberhausen. Ab und zu kommt noch eine dritte Person, meine Schweigermutter dazu. Wir leben Gemeinde, mit allem, was dazu gehört und handeln in der Vollmacht der Gemeinde, wie Jesus es in Mt. 18, 18-20 erwähnt. Wir erleben zur Zeit sehr viel mit Gott, er hat uns in seiner Schule in eine neue höhere Klasse genommen, wir kommen uns manchmal wie Anfänger vor, das liegt dann wohl an den neuen Inhalten und dem völlig anderen Gemeindebild.
Soweit möglich treffen wir uns zwei bis drei Mal im Monat in einem Netzwerk mit einer anderen CO2- Gemeinde (4-Köpfige Familie) in Düsseldorf. Natürlich beten wir um Wachstum, wir möchten schon auf 8 - 12 pro Gemeinde anwachsen, aber das wird der Herr zu seiner Zeit tun.
Insgesamt sind wir bestrebt die drei Grundwerte einfacher Gemeinden umzusetzen (Gemeinschaft, Jüngerschaft, Apostolische Leidenschaft).
Die Gemeinschaft mit den Leuten ist sehr intensiv, wir geniessen es und unterstützen uns gegenseitig, wo es geht, es macht richtig Spass, bringt aber manchmal auch Mühe mit sich.
Im Netzwerk mit der anderen Gemeinde und darüber hinaus sind wir dauernd beschäftigt aktive Jüngerschaft an andere, meist jüngere Leute weiterzugeben.
Die apostolische Leidenschaft sehe ich bei uns darin, dass wir bestrebt sind überall, wo es geht "Gemeindeneugründungen" aktiv zu unterstützen und dass wir in Oberhausen und darüberhinaus auch selbst evangelistisch tätig sind (in der Nachbarschaft, auf der Strasse, etc.).
Ich kann nur jedem empfehlen, die Gelegenheit zu nutzen und mit einer CO2 Gemeinde zu beginnen, nach dem neuen Bewußtsein "Höre auf in die Gemeinde zu gehen, fang an Gemeinde zu sein". Viel Erlfolg dabei.
Ric
Zur Zeit gibt es eine solche CO2- Gemeinde z. B. bei uns, in unserer Wohnung in Oberhausen. Ab und zu kommt noch eine dritte Person, meine Schweigermutter dazu. Wir leben Gemeinde, mit allem, was dazu gehört und handeln in der Vollmacht der Gemeinde, wie Jesus es in Mt. 18, 18-20 erwähnt. Wir erleben zur Zeit sehr viel mit Gott, er hat uns in seiner Schule in eine neue höhere Klasse genommen, wir kommen uns manchmal wie Anfänger vor, das liegt dann wohl an den neuen Inhalten und dem völlig anderen Gemeindebild.
Soweit möglich treffen wir uns zwei bis drei Mal im Monat in einem Netzwerk mit einer anderen CO2- Gemeinde (4-Köpfige Familie) in Düsseldorf. Natürlich beten wir um Wachstum, wir möchten schon auf 8 - 12 pro Gemeinde anwachsen, aber das wird der Herr zu seiner Zeit tun.
Insgesamt sind wir bestrebt die drei Grundwerte einfacher Gemeinden umzusetzen (Gemeinschaft, Jüngerschaft, Apostolische Leidenschaft).
Die Gemeinschaft mit den Leuten ist sehr intensiv, wir geniessen es und unterstützen uns gegenseitig, wo es geht, es macht richtig Spass, bringt aber manchmal auch Mühe mit sich.
Im Netzwerk mit der anderen Gemeinde und darüber hinaus sind wir dauernd beschäftigt aktive Jüngerschaft an andere, meist jüngere Leute weiterzugeben.
Die apostolische Leidenschaft sehe ich bei uns darin, dass wir bestrebt sind überall, wo es geht "Gemeindeneugründungen" aktiv zu unterstützen und dass wir in Oberhausen und darüberhinaus auch selbst evangelistisch tätig sind (in der Nachbarschaft, auf der Strasse, etc.).
Ich kann nur jedem empfehlen, die Gelegenheit zu nutzen und mit einer CO2 Gemeinde zu beginnen, nach dem neuen Bewußtsein "Höre auf in die Gemeinde zu gehen, fang an Gemeinde zu sein". Viel Erlfolg dabei.
Ric
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Montag, 29. Juni 2009
Starfish – eine kurze Einführung
risced, 21:17h
Die Starfish-Vision
Wer vom Standpunkt der Bibel aus in die Weltgeschichte schaut kann es klar erkennen: Die Zeit ist gekommen, in welcher der finale Auftrag Jesu, alle Völker zu Jüngern zu machen, erfüllt werden kann. Dazu ist es allerdings nötig, dass neuer Wein aus neuen Schläuchen fliesst. Wie das gehen kann, wird im Folgenden kurz beschrieben.
Die Zutaten: alles ist bereit.
Die notwendigen Zutaten für den neuen Wein und die neuen Schläuche hat uns Gott seit langer Zeit zur Verfügung gestellt. Wir müssen sie nur konsequent nutzen:
Hier gehts weiter auf Wofgangs Blog: Starfish - eine kurze Einführung
Ric
Wer vom Standpunkt der Bibel aus in die Weltgeschichte schaut kann es klar erkennen: Die Zeit ist gekommen, in welcher der finale Auftrag Jesu, alle Völker zu Jüngern zu machen, erfüllt werden kann. Dazu ist es allerdings nötig, dass neuer Wein aus neuen Schläuchen fliesst. Wie das gehen kann, wird im Folgenden kurz beschrieben.
Die Zutaten: alles ist bereit.
Die notwendigen Zutaten für den neuen Wein und die neuen Schläuche hat uns Gott seit langer Zeit zur Verfügung gestellt. Wir müssen sie nur konsequent nutzen:
Hier gehts weiter auf Wofgangs Blog: Starfish - eine kurze Einführung
Ric
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Freitag, 26. Juni 2009
Silogemeinde oder Saatgemeinde 2
risced, 00:40h
Die Saatgemeinde passt überhaupt nicht in das Bild der klassischen Gemeinden, wie wir sie kennen. Ihr Hauptziel ist es nicht, viele Mitglieder für die Gemeinde zu sammeln, es geht ihr mehr um das intensive Gemeindeleben und um das Training in Jüngerschaft.
Im Vordergrund steht das geistliche Wachstum Einzelner bis zur Reife und zur Reproduktion. Die Saatgemeinde ist bereit, ihre Mitglieder nach der Reife loszulassen, sie in die Welt als "Missionare" auszusenden. Sie gibt ihre Mitglieder frei, damit aus ihnen neue Jünger und neue Gemeinden hervorgehen können. Sie sendet ihre Leute aus, wie Jesus seine 12 Jünger ausgesandt hat.
Dabei ist sie keine missionarische Untergruppe einer herkömmlichen Gemeinde, sondern eine selbständige Gemeinde - eine einfache Gemeinde, die aus wenigen Mitgliedern besteht, von denen die meisten konsequente Jüngerschaft leben. Sie ist nicht nur eine missionarische Gemeinde, sondern sie selbst ist Mission.
Die Mitglieder der Saatgemeinde sehen sich selbst als Aussaat in das Leben anderer Menschen, symbolisiert durch den Sämann, der auf unterschiedlichen Boden aussät. Ihre erste Priorität ist es, ihr eigenes Leben in das Reich Gottes bzw. in andere Menschen zu investieren, nach dem Wort Jesu "wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bringt es keine Frucht".
Das christliche Leben der Saatgemeinde spielt sich nicht an der Oberfläche ab, wo es um Programme und Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern geht. Das Gemeindeleben pulsiert durch das geistliche Wachstum der Mehrzahl der Gläubigen, die sich in Eins- zu- Eins- Beziehungen investieren. Es enstehen sogenannte Jüngerschaftsketten, durch welche die einfache Gemeinde eine große geistliche Qualität entwickelt.
Das quantitative Wachstum der Gemeinde besteht dann im Endeffekt nicht in der Zunahme von Mitgliedern, sondern in der Veremehrung von Jüngern und Gemeinden.
Im Vordergrund steht das geistliche Wachstum Einzelner bis zur Reife und zur Reproduktion. Die Saatgemeinde ist bereit, ihre Mitglieder nach der Reife loszulassen, sie in die Welt als "Missionare" auszusenden. Sie gibt ihre Mitglieder frei, damit aus ihnen neue Jünger und neue Gemeinden hervorgehen können. Sie sendet ihre Leute aus, wie Jesus seine 12 Jünger ausgesandt hat.
Dabei ist sie keine missionarische Untergruppe einer herkömmlichen Gemeinde, sondern eine selbständige Gemeinde - eine einfache Gemeinde, die aus wenigen Mitgliedern besteht, von denen die meisten konsequente Jüngerschaft leben. Sie ist nicht nur eine missionarische Gemeinde, sondern sie selbst ist Mission.
Die Mitglieder der Saatgemeinde sehen sich selbst als Aussaat in das Leben anderer Menschen, symbolisiert durch den Sämann, der auf unterschiedlichen Boden aussät. Ihre erste Priorität ist es, ihr eigenes Leben in das Reich Gottes bzw. in andere Menschen zu investieren, nach dem Wort Jesu "wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bringt es keine Frucht".
Das christliche Leben der Saatgemeinde spielt sich nicht an der Oberfläche ab, wo es um Programme und Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern geht. Das Gemeindeleben pulsiert durch das geistliche Wachstum der Mehrzahl der Gläubigen, die sich in Eins- zu- Eins- Beziehungen investieren. Es enstehen sogenannte Jüngerschaftsketten, durch welche die einfache Gemeinde eine große geistliche Qualität entwickelt.
Das quantitative Wachstum der Gemeinde besteht dann im Endeffekt nicht in der Zunahme von Mitgliedern, sondern in der Veremehrung von Jüngern und Gemeinden.
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Samstag, 20. Juni 2009
Silogemeinde oder Saatgemeinde
risced, 12:51h
Ich denke, wir stehen als Gemeinde Jesu in Deutschland und wohl auch in ganz Europa vor einer der größten bisherigen Herausforderungen. Um den ursprünglichen Evangelisations- und Missionsbefehl Jesu (Mk.16,15 / Mt.28.19) wieder aufnehmen und umsetzen zu können, müssen wir radikal und grundsätzlich umdenken.
Ich meine, dass neben der Lauheit und Bequemlichkeit der Gläubigen besonders unser Gemeindeveständnis die größte Blockade ist, die uns daran hindert den Missionsbefehl umzusetzen. Weder die Reformation noch die vielen neuen Denominationen, die danach kamen und auch nicht die charismatische Bewegung haben es geschafft, eine andauernde Gemeindebewegung auszulösen, wie es damals bei der frühen Expansion der ersten Gemeinden war .
Ich spüre, wie Gott in unseren Tagen anfängt, die Bollwerke in unseren Köpfen und Vorstellungen zu erschüttern, um das Neue, Alte wieder hervorzubringen. Seit gut 500 Jahren gibt es eine schrittweise Erneuerung christlicher Glaubensinhalte, angefangen von der Gerechtigkeit aus Glauben, der Glaubenstaufe, den Gaben des Heiligen Geistes, bis hin zur überkonfessionellen Zusammenarbeit und mehr. Doch eine tiefgreifende Reformation und volle Zurüstung der Gemeinde zum Werk des Dienstes war noch nicht dagewesen. Das könnte aber in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Ich hoffe, ja ich glaube, dass wir an der Schwelle zu dieser Entwicklung stehen.
Was mich veranlasst so zu hoffen, ist zunächst einmal die Entstehung vieler Hauskirchenbewegungen in der ganzen Welt. Doch das sind nur die Vorboten auf eine zunehmende Erneuerung der Gemeinde. Es geht erst tiefer, wenn wir verstanden haben, dass wir einen Wechsel vollziehen müssen -eine Transfromation von der Silogemeinde zur Saatgemeinde
Die Silogemeinde ist "die Gemeinde wie wir sie kennen": Eine mehr oder weniger große Anzahl an Christen "besucht" einen Gottesdienst in einer Kirche/ einem Gemeindegebäude, das als Zentrum des Gemeindelebens dient und konsumiert ein Programm, das von einer kleinen Anzahl von Leuten vorgetragen und durchgeführt wird.
Das Ziel der Gemeindeleitung ist es zu wachsen, was sich im Endeffekt auf die Zunahme der Zahl an Gottesdienstbesucher und Gemeindemitglieder bezieht. Je größer die Zahl der Hinzukommenden, desto größer muss der Gemeindesilo werden. Gemeindebau heißt dann "Bau (Anmietung) eines eigenen Gebäudes, bzw. Bau (Anmietung) eines größeren Gebäudes, damit genug Platz für die Gläubigen im Zentrum ist. Der Erfolg wird an der Zunahme der offiziellen Gemeindemitglieder gemessen und an der Attraktivität des Programmes, das wieder neue Gemeindeglieder anziehen kann. Der Weizen wird gehortet und wird immer mehr. Da die größte Menge nicht zur Aussaat verwendet wird oder zu Mehl verarbeitet wird, sondern nur im Lager liegt, droht sie nach und nach zu verderben.
Dieser Gemeindetyp ist nicht nur die typische Megagemeinde, sondern auch unsere "normalen Gemeinden", auch wenn sie nur 30 oder 50 Mitglieder haben. Auch sie haben im Endeffekt die gleiche Vision, quantitativ zu wachsen, nur sind sie nicht so erfolgreich.
Fortsetzung folgt ...
Ric
Ich meine, dass neben der Lauheit und Bequemlichkeit der Gläubigen besonders unser Gemeindeveständnis die größte Blockade ist, die uns daran hindert den Missionsbefehl umzusetzen. Weder die Reformation noch die vielen neuen Denominationen, die danach kamen und auch nicht die charismatische Bewegung haben es geschafft, eine andauernde Gemeindebewegung auszulösen, wie es damals bei der frühen Expansion der ersten Gemeinden war .
Ich spüre, wie Gott in unseren Tagen anfängt, die Bollwerke in unseren Köpfen und Vorstellungen zu erschüttern, um das Neue, Alte wieder hervorzubringen. Seit gut 500 Jahren gibt es eine schrittweise Erneuerung christlicher Glaubensinhalte, angefangen von der Gerechtigkeit aus Glauben, der Glaubenstaufe, den Gaben des Heiligen Geistes, bis hin zur überkonfessionellen Zusammenarbeit und mehr. Doch eine tiefgreifende Reformation und volle Zurüstung der Gemeinde zum Werk des Dienstes war noch nicht dagewesen. Das könnte aber in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Ich hoffe, ja ich glaube, dass wir an der Schwelle zu dieser Entwicklung stehen.
Was mich veranlasst so zu hoffen, ist zunächst einmal die Entstehung vieler Hauskirchenbewegungen in der ganzen Welt. Doch das sind nur die Vorboten auf eine zunehmende Erneuerung der Gemeinde. Es geht erst tiefer, wenn wir verstanden haben, dass wir einen Wechsel vollziehen müssen -eine Transfromation von der Silogemeinde zur Saatgemeinde
Die Silogemeinde ist "die Gemeinde wie wir sie kennen": Eine mehr oder weniger große Anzahl an Christen "besucht" einen Gottesdienst in einer Kirche/ einem Gemeindegebäude, das als Zentrum des Gemeindelebens dient und konsumiert ein Programm, das von einer kleinen Anzahl von Leuten vorgetragen und durchgeführt wird.
Das Ziel der Gemeindeleitung ist es zu wachsen, was sich im Endeffekt auf die Zunahme der Zahl an Gottesdienstbesucher und Gemeindemitglieder bezieht. Je größer die Zahl der Hinzukommenden, desto größer muss der Gemeindesilo werden. Gemeindebau heißt dann "Bau (Anmietung) eines eigenen Gebäudes, bzw. Bau (Anmietung) eines größeren Gebäudes, damit genug Platz für die Gläubigen im Zentrum ist. Der Erfolg wird an der Zunahme der offiziellen Gemeindemitglieder gemessen und an der Attraktivität des Programmes, das wieder neue Gemeindeglieder anziehen kann. Der Weizen wird gehortet und wird immer mehr. Da die größte Menge nicht zur Aussaat verwendet wird oder zu Mehl verarbeitet wird, sondern nur im Lager liegt, droht sie nach und nach zu verderben.
Dieser Gemeindetyp ist nicht nur die typische Megagemeinde, sondern auch unsere "normalen Gemeinden", auch wenn sie nur 30 oder 50 Mitglieder haben. Auch sie haben im Endeffekt die gleiche Vision, quantitativ zu wachsen, nur sind sie nicht so erfolgreich.
Fortsetzung folgt ...
Ric
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Sonntag, 14. Juni 2009
Wachstumskrisen in Einfachen Gemeinden 4
risced, 21:10h
3. Das Kreis- lauf- syndrom
Die meisten einfachen Gemeinden werden früher oder später an diese entscheidende Blockade kommen. Nur wenn sie überwunden wird, kann die Gemeinde in der organischen Entwicklung bleiben und Frucht bringen.
Bei vielen Hauskirchen und Hausgemeinden der vergangenen Jahre stand die Gemeinschaft im Mittelpunkt des Interesses, was ja zunächst nicht schlecht ist. Das gemeinsame Essen, der persönliche Austausch, verschiedene gemeinsame Aktionen, Abendmahl, Gebete, Innere Heilung und vieles andere, was dem Einzelnen hilft und die Gemeinschaft fördert wurde sehr wichtig genommen, es bestimmte das Gemeindeleben. In unserer Hausgemeinde kamen wir nach etwa zwei Jahren intensiven Gemeinschaftsleben an einen Punkt, wo ich das Gefühl hatte, dass es nicht weiter geht. Wir drehten uns im Kreis, um uns selbst und um unsere Bedürfinisse und Beziehungen. Jeder ahnte, dass etwas nicht stimmt, dass wir eine Lösung für die Zukunft brauchen. Heute weiß ich, dass es bei organischen, einfachen Gemeinden normal ist, dass sie schon bald an eine Grenze stossen werden, der nächste Wachstumsschritt davon abhängen wird, ob dieses "Umsichselbstdrehen" durchbrochen werden kann.
Bei allen guten Erfahrungen des gegenseitigen Annehmens, Umsorgens und Helfens brauchen wir doch noch ein gemeinsames Ziel, auf das wir zugehen. Jesus hat uns dieses Ziel gezeigt: "Geht hin in alle Welt und machet zu Jünger ..." Schon im alten Testament sagte Gott zu Adam und Eva "Seid fruchtbar und mehret euch". Deshalb gehört zur Genetik einer einfachen Gemeinde die Vermehrung oder "Reproduktion der eigenen Art". Ein Jünger bringt einen neuen Jünger hervor und eine Gemeinde bringt eine neu Gemeinde hervor, das ist organisches Wachstum auf einem zweiten Level.
Doch es ist sehr schwer, wenn man sich aneinander gewöhnt hat, die gemeinsame Zeit genießt und sich selbst genügt, dann spürt man keine Veranlassung hinauszugehen, zu Evangelisieren und andere zu Jünger zu machen. Man erwartet unbewußt, dass die neuen Leute ganz von alleine zur Gemeinde kommen. Doch diese Rechnung geht nicht auf - nur wenn die Gemeinde zu den neuen Leuten geht, wird sich etwas tun. Die Mission als gemeinsamer Auftrag muss im Fokus der Teilnehmer einfacher Gemeinden sein, sonst wird es kein Wachstum auf Dauer geben.
Übrigens hatte die erste Gemeinde in Jersualem das selbe Problem. Sie genossen die Gemeinschaft in den Häusern und waren dankbar für die Apostel und die Evangelisten, die ständig dafür sorgten, dass missioniert wurde. Aber sie selbst nahmen daran nicht teil, sondern genügten sich an ihren Versammlungen in den Häusern. Gottes Absicht war es aber, alle Gemeindemitglieder herauszufordern missiononarisch zu werden, ihr Licht leuchten zu lassen.
Da kam plötzlich die Steinigung des Stefanus und eine daraus resultierende Verfolgung der hellenistischen Christen. Die Gemeinde kam wieder in Bewegung, die Hellenisten wurden "zerstreut" und flohen aus Jerusalem. Wo sie auch hinkamen verkündeten sie das Evangelium und gründeten in den Häusern, wo sie waren neue Gemeinden.
Was muss in unseren einfachen Gemeinden geschehen, damit wir in Bewegung kommen und hinausgehen?
Ric
Die meisten einfachen Gemeinden werden früher oder später an diese entscheidende Blockade kommen. Nur wenn sie überwunden wird, kann die Gemeinde in der organischen Entwicklung bleiben und Frucht bringen.
Bei vielen Hauskirchen und Hausgemeinden der vergangenen Jahre stand die Gemeinschaft im Mittelpunkt des Interesses, was ja zunächst nicht schlecht ist. Das gemeinsame Essen, der persönliche Austausch, verschiedene gemeinsame Aktionen, Abendmahl, Gebete, Innere Heilung und vieles andere, was dem Einzelnen hilft und die Gemeinschaft fördert wurde sehr wichtig genommen, es bestimmte das Gemeindeleben. In unserer Hausgemeinde kamen wir nach etwa zwei Jahren intensiven Gemeinschaftsleben an einen Punkt, wo ich das Gefühl hatte, dass es nicht weiter geht. Wir drehten uns im Kreis, um uns selbst und um unsere Bedürfinisse und Beziehungen. Jeder ahnte, dass etwas nicht stimmt, dass wir eine Lösung für die Zukunft brauchen. Heute weiß ich, dass es bei organischen, einfachen Gemeinden normal ist, dass sie schon bald an eine Grenze stossen werden, der nächste Wachstumsschritt davon abhängen wird, ob dieses "Umsichselbstdrehen" durchbrochen werden kann.
Bei allen guten Erfahrungen des gegenseitigen Annehmens, Umsorgens und Helfens brauchen wir doch noch ein gemeinsames Ziel, auf das wir zugehen. Jesus hat uns dieses Ziel gezeigt: "Geht hin in alle Welt und machet zu Jünger ..." Schon im alten Testament sagte Gott zu Adam und Eva "Seid fruchtbar und mehret euch". Deshalb gehört zur Genetik einer einfachen Gemeinde die Vermehrung oder "Reproduktion der eigenen Art". Ein Jünger bringt einen neuen Jünger hervor und eine Gemeinde bringt eine neu Gemeinde hervor, das ist organisches Wachstum auf einem zweiten Level.
Doch es ist sehr schwer, wenn man sich aneinander gewöhnt hat, die gemeinsame Zeit genießt und sich selbst genügt, dann spürt man keine Veranlassung hinauszugehen, zu Evangelisieren und andere zu Jünger zu machen. Man erwartet unbewußt, dass die neuen Leute ganz von alleine zur Gemeinde kommen. Doch diese Rechnung geht nicht auf - nur wenn die Gemeinde zu den neuen Leuten geht, wird sich etwas tun. Die Mission als gemeinsamer Auftrag muss im Fokus der Teilnehmer einfacher Gemeinden sein, sonst wird es kein Wachstum auf Dauer geben.
Übrigens hatte die erste Gemeinde in Jersualem das selbe Problem. Sie genossen die Gemeinschaft in den Häusern und waren dankbar für die Apostel und die Evangelisten, die ständig dafür sorgten, dass missioniert wurde. Aber sie selbst nahmen daran nicht teil, sondern genügten sich an ihren Versammlungen in den Häusern. Gottes Absicht war es aber, alle Gemeindemitglieder herauszufordern missiononarisch zu werden, ihr Licht leuchten zu lassen.
Da kam plötzlich die Steinigung des Stefanus und eine daraus resultierende Verfolgung der hellenistischen Christen. Die Gemeinde kam wieder in Bewegung, die Hellenisten wurden "zerstreut" und flohen aus Jerusalem. Wo sie auch hinkamen verkündeten sie das Evangelium und gründeten in den Häusern, wo sie waren neue Gemeinden.
Was muss in unseren einfachen Gemeinden geschehen, damit wir in Bewegung kommen und hinausgehen?
Ric
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Sonntag, 7. Juni 2009
Wachstumskrisen in Einfachen Gemeinden 3
risced, 02:16h
2. Die Reproduktionsbarriere
Eine einfache Gemeinde wird nach einer bestimmmten Zeit ihres Bestehens an eine entscheidende Wachstumsschwelle kommen, wo sich ihr weiteres Schicksal entscheiden wird. Es ist eine Art Weggabelung, wo sich allmählich herausstellen wird, welche geistliche Genetik in der Gemeinschaft der Gläubigen verborgen ist - eine einfache reproduzierbare Gemeindestruktur oder eine institutionelle Gemeindestruktur.
Diese Barriere wird von herkömmlichen Gemeinden, wie wir sie kennen oft die "20- oder die 30er Hürde" genannt. Damit soll jene Grenze gekennzeichnet werden, von der Vertreter institutioneller Gemeindformen sagen, dass sie überwunden werden muss, um zu einer "richtigen Gemeinde" zu werden. Bis zu dieser Grenze sei das frische Gemeinschaftsleben mehr pionierartig, spontan und informell, um Gemeinde zu sein, müsse es jedoch in eine strukturierte und organisierte Form münden.
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als wir in den frühen 90ern in unserem Hauskreis die zwanziger Grenze erreichten und dann anfingen, über "Gemeindegründung" nachzudenken. Auf ganz natürliche Weise entstand aus dem einen Hauskreis sogar noch ein zweiter. Doch ich gehörte damals zu den Christen, die davon ausgehen, dass eine Gemeinde erst dann Gemeinde ist, wenn ihre quantitative Größe auf über 20 (bzw. 30) Personen angewachsen ist. Hat man diese Barriere erreicht, sollte man den häuslichen, privaten Rahmen des Hauskreises verlassen und sich über die Gründung eines Vereins, die Anmietung eines speziellen Gemeinderaumes und über die Einsetzung eines Pastors Gedanken machen.
Mit großem Enthusiasmus machten wir uns erfolgreich an die Umsetzung der genannten Punkte. Doch schon im ersten Jahr des Bestehens unserer "richtigen Gemeinde" stellten sich Konflikte ein, die später zum Zerbruch der ganzen Gemeinde führten. Hatten wir die 20/30er Hürde nicht erfolgreich meistern können? Aus dem Bickwinkel herkömmlicher Gemeinden muss darauf mit "ja" geantwortet werden. Wir, oder ich als Leiter, hatte die veränderten Anforderungen einer klassischen Gemeindeorganisation nicht bewältigt.
Aus heutiger Sicht, aus der Sicht einfacher Gemeinden sehe ich diese Situation jetzt aber ganz anders. Heute ist mir klar, dass sich bis zum Zeitpunkt der sogenannten "Gemeindegründung" unsere einfache Gemeindestruktur nach organischen Prinzipien entwickelt hatte. Die Gemeinschaft war frisch und natürlich, sie hatte eine eigene Dynamik, die von Gott selbst gesteuert wurde. Hätten wir es zugelassen, dass sich das Leben auf diese Weise, getrieben durch den Heiligen Geist, weiterentwickelt, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu einer echten Reproduktion der Gemeinde gekommen wäre. Aus der einen einfachen Gemeinde hätte eine zweite und eine dritte hervorgehen können. Ohne große Schwierigkeiten hätten wir die "Reproduktionsbarriere" überwunden.
Ganz anders war die Entwicklung in der neu gegründeten klassischen Gemeinde. Statt organisches Wachstum folgte Organisation nach Managementrprinzipien. Das Gemeindeleben wurde geplant und nahm eine künstliche Form an. Statt dem pulsierendem Leben zu folgen, hatten wir uns selbst eine feste Struktur und ein menschliches Gemeindeprogramm gegeben.
Ric
Eine einfache Gemeinde wird nach einer bestimmmten Zeit ihres Bestehens an eine entscheidende Wachstumsschwelle kommen, wo sich ihr weiteres Schicksal entscheiden wird. Es ist eine Art Weggabelung, wo sich allmählich herausstellen wird, welche geistliche Genetik in der Gemeinschaft der Gläubigen verborgen ist - eine einfache reproduzierbare Gemeindestruktur oder eine institutionelle Gemeindestruktur.
Diese Barriere wird von herkömmlichen Gemeinden, wie wir sie kennen oft die "20- oder die 30er Hürde" genannt. Damit soll jene Grenze gekennzeichnet werden, von der Vertreter institutioneller Gemeindformen sagen, dass sie überwunden werden muss, um zu einer "richtigen Gemeinde" zu werden. Bis zu dieser Grenze sei das frische Gemeinschaftsleben mehr pionierartig, spontan und informell, um Gemeinde zu sein, müsse es jedoch in eine strukturierte und organisierte Form münden.
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als wir in den frühen 90ern in unserem Hauskreis die zwanziger Grenze erreichten und dann anfingen, über "Gemeindegründung" nachzudenken. Auf ganz natürliche Weise entstand aus dem einen Hauskreis sogar noch ein zweiter. Doch ich gehörte damals zu den Christen, die davon ausgehen, dass eine Gemeinde erst dann Gemeinde ist, wenn ihre quantitative Größe auf über 20 (bzw. 30) Personen angewachsen ist. Hat man diese Barriere erreicht, sollte man den häuslichen, privaten Rahmen des Hauskreises verlassen und sich über die Gründung eines Vereins, die Anmietung eines speziellen Gemeinderaumes und über die Einsetzung eines Pastors Gedanken machen.
Mit großem Enthusiasmus machten wir uns erfolgreich an die Umsetzung der genannten Punkte. Doch schon im ersten Jahr des Bestehens unserer "richtigen Gemeinde" stellten sich Konflikte ein, die später zum Zerbruch der ganzen Gemeinde führten. Hatten wir die 20/30er Hürde nicht erfolgreich meistern können? Aus dem Bickwinkel herkömmlicher Gemeinden muss darauf mit "ja" geantwortet werden. Wir, oder ich als Leiter, hatte die veränderten Anforderungen einer klassischen Gemeindeorganisation nicht bewältigt.
Aus heutiger Sicht, aus der Sicht einfacher Gemeinden sehe ich diese Situation jetzt aber ganz anders. Heute ist mir klar, dass sich bis zum Zeitpunkt der sogenannten "Gemeindegründung" unsere einfache Gemeindestruktur nach organischen Prinzipien entwickelt hatte. Die Gemeinschaft war frisch und natürlich, sie hatte eine eigene Dynamik, die von Gott selbst gesteuert wurde. Hätten wir es zugelassen, dass sich das Leben auf diese Weise, getrieben durch den Heiligen Geist, weiterentwickelt, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu einer echten Reproduktion der Gemeinde gekommen wäre. Aus der einen einfachen Gemeinde hätte eine zweite und eine dritte hervorgehen können. Ohne große Schwierigkeiten hätten wir die "Reproduktionsbarriere" überwunden.
Ganz anders war die Entwicklung in der neu gegründeten klassischen Gemeinde. Statt organisches Wachstum folgte Organisation nach Managementrprinzipien. Das Gemeindeleben wurde geplant und nahm eine künstliche Form an. Statt dem pulsierendem Leben zu folgen, hatten wir uns selbst eine feste Struktur und ein menschliches Gemeindeprogramm gegeben.
Ric
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Dienstag, 26. Mai 2009
Wachstumskrisen in Einfachen Gemeinden 2
risced, 17:08h
1. Die Leiterfrustration
Diese Krise wird stattfinden, wenn die überwiegende Zahl der Mitglieder der einfachen Gemeinde bereits einschlägige Erfahrungen mit Gruppenleitung sammeln konnte. Die normale Erwartung in "gemeindlichen Gruppen" ist, dass es jemanden gibt, der als Leiter oder zumindest als Moderator auftritt, er gibt der Gruppe Sicherheit und Vision. Bekanntlich ist es so, dass es überdurchschnittlich viele Menschen gibt, die sich auf die Vision und Überzeugungskraft von wenigen Leiterpersönlichkeiten ausrichten. Negatv gesehen und oft beklagt, werden diese Menschen, die sich in großer Überzahl befinden "Mitläufer" genannt. Dem gegenüber gibt es in der Regel nur eine geringe Anzahl natürlicher Leiter, die in ihrer Art richtungsweisend und überzeugend sind.
Wenn wir konsequent einfache Gemeinde leben wollen, die sich inspiriert durch den Heiligen Geist und bereichert durch natürliche und geistliche Gaben entwickeln soll, dann müssen wir es lernen, das typische Leiter- Mitläufer- Modell zu überwinden und zu einem "Mitwirkungs- Modell" kommen. Was Gott uns hier für das Gemeindeleben gibt, ist das Angebot in 1.Kor.14,26:
"Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprachenrede, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung."
Alle fünf Gaben, die hier aufgezählt werden üben Leitung für die Gemeinde aus, dazu gehört z.B. auch noch die spezielle Gabe der Steuerung (kybernese = Leitung) aus 1.Kor.12,28, oder die Fähigkeit Einzelner organisatorisch zu wirken und zu koordinieren (s. Röm. 12,8).
Durch die klassische Leitung wird in der Regel die Fülle der Gaben für die Leitung unterdrückt und der Hauptfokus auf eine Person ausgerichtet, die eine Position hat, bzw. die Rolle eines Leiter ausfüllt. Dabei muss es sich nicht nur um eine Person handeln, von Treffen zu Treffen kann es auch eine andere Person sein. Entscheidend ist aber der Stil, der bleibt gleich, er erzieht die Teilnehmer mehr zu passiven Konsumenten anstatt zu Mitwirkenden.
In der Anfangsphase unserer einfachen Gemeinde wollte ich dieses System durchbrechen, was nicht einfach war. Mein Typus und meine Bekanntheit vermittelte, dass ich ein Leiter bin und dass ich weiß, wie die Dinge laufen müssen - deshalb waren aller Augen auf mich gerichtet, mit der Erwartung, dass ich die Initiative übernehme und die ganze Gemeinde leite und lehre.
Doch ich wehrte beständig ab und "spielte die mir zugeworfenen Bälle" immer wieder zurück. Frustration machte sich breit, weil ich die Erwartungen nicht erfüllte. Es dauerte ein Zeit, bis die meisten begriffen hatten, dass sie jetzt gefragt sind, mit ihren Beiträgen, mit ihrer Leitung den Ablauf des Treffens zu gestalten.
In der zweiten Phase dieser Entwicklung musste besonders ich lernen, dass ich mich nicht im üblichen Sinne auf das Treffen thematisch vorbereiten soll, denn der Heilige Geist hat alles schon vorbereitet, noch bevor wir zusammen kommen. Wir brauchen es nur aus dem Unsichtbaren abholen. Dann ist es rechtens zu sagen, nicht wir haben geleitet und das Thema und den Ablauf bestimmt, sondern Jesus selbst in unserer Mitte.
Aber bis dahin war es ein langer Weg - immer wieder fielen wir in die alten leitungs- und programmorientierten Treffen zurück. Doch irgendwann hatten wir es drin und schon sah ich anderes Konfliktpotenzial am Horizont auftauchen.
.... Fortsetzung folgt
Ric
Diese Krise wird stattfinden, wenn die überwiegende Zahl der Mitglieder der einfachen Gemeinde bereits einschlägige Erfahrungen mit Gruppenleitung sammeln konnte. Die normale Erwartung in "gemeindlichen Gruppen" ist, dass es jemanden gibt, der als Leiter oder zumindest als Moderator auftritt, er gibt der Gruppe Sicherheit und Vision. Bekanntlich ist es so, dass es überdurchschnittlich viele Menschen gibt, die sich auf die Vision und Überzeugungskraft von wenigen Leiterpersönlichkeiten ausrichten. Negatv gesehen und oft beklagt, werden diese Menschen, die sich in großer Überzahl befinden "Mitläufer" genannt. Dem gegenüber gibt es in der Regel nur eine geringe Anzahl natürlicher Leiter, die in ihrer Art richtungsweisend und überzeugend sind.
Wenn wir konsequent einfache Gemeinde leben wollen, die sich inspiriert durch den Heiligen Geist und bereichert durch natürliche und geistliche Gaben entwickeln soll, dann müssen wir es lernen, das typische Leiter- Mitläufer- Modell zu überwinden und zu einem "Mitwirkungs- Modell" kommen. Was Gott uns hier für das Gemeindeleben gibt, ist das Angebot in 1.Kor.14,26:
"Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprachenrede, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung."
Alle fünf Gaben, die hier aufgezählt werden üben Leitung für die Gemeinde aus, dazu gehört z.B. auch noch die spezielle Gabe der Steuerung (kybernese = Leitung) aus 1.Kor.12,28, oder die Fähigkeit Einzelner organisatorisch zu wirken und zu koordinieren (s. Röm. 12,8).
Durch die klassische Leitung wird in der Regel die Fülle der Gaben für die Leitung unterdrückt und der Hauptfokus auf eine Person ausgerichtet, die eine Position hat, bzw. die Rolle eines Leiter ausfüllt. Dabei muss es sich nicht nur um eine Person handeln, von Treffen zu Treffen kann es auch eine andere Person sein. Entscheidend ist aber der Stil, der bleibt gleich, er erzieht die Teilnehmer mehr zu passiven Konsumenten anstatt zu Mitwirkenden.
In der Anfangsphase unserer einfachen Gemeinde wollte ich dieses System durchbrechen, was nicht einfach war. Mein Typus und meine Bekanntheit vermittelte, dass ich ein Leiter bin und dass ich weiß, wie die Dinge laufen müssen - deshalb waren aller Augen auf mich gerichtet, mit der Erwartung, dass ich die Initiative übernehme und die ganze Gemeinde leite und lehre.
Doch ich wehrte beständig ab und "spielte die mir zugeworfenen Bälle" immer wieder zurück. Frustration machte sich breit, weil ich die Erwartungen nicht erfüllte. Es dauerte ein Zeit, bis die meisten begriffen hatten, dass sie jetzt gefragt sind, mit ihren Beiträgen, mit ihrer Leitung den Ablauf des Treffens zu gestalten.
In der zweiten Phase dieser Entwicklung musste besonders ich lernen, dass ich mich nicht im üblichen Sinne auf das Treffen thematisch vorbereiten soll, denn der Heilige Geist hat alles schon vorbereitet, noch bevor wir zusammen kommen. Wir brauchen es nur aus dem Unsichtbaren abholen. Dann ist es rechtens zu sagen, nicht wir haben geleitet und das Thema und den Ablauf bestimmt, sondern Jesus selbst in unserer Mitte.
Aber bis dahin war es ein langer Weg - immer wieder fielen wir in die alten leitungs- und programmorientierten Treffen zurück. Doch irgendwann hatten wir es drin und schon sah ich anderes Konfliktpotenzial am Horizont auftauchen.
.... Fortsetzung folgt
Ric
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Montag, 25. Mai 2009
Wachstumskrisen in Einfachen Gemeinden
risced, 23:12h
Es ist ganz normal, wenn auch einfache Gemeinden ernsthafte Krisenzeiten durchleben. Wenn wir davon ausgehen, dass es sich um "organische Gemeinden" handelt, so gehen sie, wie alle anderen Lebensformen auch, durch bestimmte Wachstumszyklen und durch besondere Zeiten der Veränderung.
Diese Zeiten nennen wir Wachstumskrisen, es sind Prozesse, ohne die es kein echtes Wachstum gibt. Krisen sind immer mit Schmerzen verbunden, jedes Wachstum bringt Schmerzen mit sich. Wachstum ist eine Veränderung des Organismus mit dem Ziel eine neue Ebene oder Stufe zu erreichen, wo der Organismus an Komplexität zunimmt. Wir kennen das auch aus dem menschlichen Wachstum, bei dem die Reifung des Menschen sowohl köperlich als auch seelisch als schmerzhaft und krisenhaft empfunden wird, wie z.b. in der Pubertät. Aber auch die Lebensmitte oder das Alter bringen den Menschen in solche Phasen.
In einfachen Gemeinden gibt es auch verschiedene Wachstumsstufen, die gemeistert werden müssen. Wenn die damit zusammenhängenden Krisenzeiten postiv überstanden werden, dann bringen sie die Gemeinde in den nächsten Wachstumsschub. Die Krisenzeiten werden oft als Zeiten empfunden, in denen nichts passiert bzw. in denen Dinge geschehen, die wir als negativ oder als Rückschritt empfinden. Meist gehen sie mit Schmerzen und unangenehmen Dingen einher, die es auszuhalten gilt.
Oft sind es Enttäuschungen durch Menschen oder nicht erfüllte Erwartungen an Einzelne, bzw. and die ganze Gruppe. Eine Art Desillusionierung, ein neues Realitätsbewustsein, das uns veranlassen kann, den Kontakt abzubrechen, bzw. die Gemeinschaft zu verlassen. In einigen Wachstumsabschnitten möchte ich das anhand von konkreten Ereignissen deutlich machen.
..... Fortsetzung folgt
Diese Zeiten nennen wir Wachstumskrisen, es sind Prozesse, ohne die es kein echtes Wachstum gibt. Krisen sind immer mit Schmerzen verbunden, jedes Wachstum bringt Schmerzen mit sich. Wachstum ist eine Veränderung des Organismus mit dem Ziel eine neue Ebene oder Stufe zu erreichen, wo der Organismus an Komplexität zunimmt. Wir kennen das auch aus dem menschlichen Wachstum, bei dem die Reifung des Menschen sowohl köperlich als auch seelisch als schmerzhaft und krisenhaft empfunden wird, wie z.b. in der Pubertät. Aber auch die Lebensmitte oder das Alter bringen den Menschen in solche Phasen.
In einfachen Gemeinden gibt es auch verschiedene Wachstumsstufen, die gemeistert werden müssen. Wenn die damit zusammenhängenden Krisenzeiten postiv überstanden werden, dann bringen sie die Gemeinde in den nächsten Wachstumsschub. Die Krisenzeiten werden oft als Zeiten empfunden, in denen nichts passiert bzw. in denen Dinge geschehen, die wir als negativ oder als Rückschritt empfinden. Meist gehen sie mit Schmerzen und unangenehmen Dingen einher, die es auszuhalten gilt.
Oft sind es Enttäuschungen durch Menschen oder nicht erfüllte Erwartungen an Einzelne, bzw. and die ganze Gruppe. Eine Art Desillusionierung, ein neues Realitätsbewustsein, das uns veranlassen kann, den Kontakt abzubrechen, bzw. die Gemeinschaft zu verlassen. In einigen Wachstumsabschnitten möchte ich das anhand von konkreten Ereignissen deutlich machen.
..... Fortsetzung folgt
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Mittwoch, 20. Mai 2009
Die apostolisch- prophetische Lehre, Teil 8
risced, 15:06h
Es gibt Apostel (Propheten), apostlische (prophetische) Helfer und apostolische (prophetische) Menschen.
Paulus hatte auf seinen Missionsreisen immer apostolische Helfer in seinem Team. Zum Beispiel Johannes- Markus, Lukas, Timotheus, Tychikus, Trophimus und andere unterstützen Paulus in seinem Dienst während seiner Reisen. Diess Männer standen oft in einer Jüngerschaftsbeziehung zu Paulus. Zusammen verfolgten sie den apostolischen Auftrag, den Gott den Paulus gegeben hatte und die Helfer unterstellten sich diesem Auftrag.
Apostlisch- prophetische Menschen sollen wir jedoch alle sein, egal, ob wir mit der Erfüllung eines vollzeitlichen und konkreten Missionsauftrages beschäftigt sind oder nicht. Jesus ruft alle seine Nachfolger.
Willst du ein apostolischer Mensch sein, dann beachte folgende Dinge:
„Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist; und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren!
Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu!
Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat.
Wenn aber auch jemand am Wettkampf teilnimmt, so erhält er nicht den Siegeskranz, er habe denn gesetzmäßig gekämpft.
Der Ackerbauer, der sich müht, muss als Erster an den Früchten Anteil haben.
Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen.“ (2.Tim.2,1-7)
1. Ganz klar, es ist der Auftrag andere zu Jünger zu machen, und das, bis in die 4. Generation, damit eine Jüngerschafts- bzw. Gemeindebewegung entseht. Basiert auf dem großen Missionsbefehl Jesu in Mt. 28,19, wo Jesus seine Jünger in die ganze Welt sendet, ganze Völker zu Jünger zu machen.
2. Erfolderlich ist darin die Bereitschaft zum Leiden, denn Jesus sagte bei der Aussendung der 70 selbst: „Siehe, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe“. Im Kapitel davor spricht Paulus über sein eigenes Leid bei der Erfüllung dieses Auftrages.
3. Dieser Dienst ist vergleichbar mit einem Kriegsdienst, zu dem einzelne einberufen werden, der dann zur ersten Prorität im Leben wird. Die Belange des normalen und alltäglichen Lebens müssen zurücktreten, da sie sonst von der eigentlichen Aufgabe ablenken. Der Dienst erfordert ganze Konzentration und Aufmerksamkeit, das erwartet Gott von denen, die gerufen wurden.
4. Die Teilnahme an diesem Dienst gleicht der Teilnahme an einem Wettkampf, bei dem wir gewinnen, wenn wir uns an die Regeln halten, das wird uns von Gott garantiert. Die Spielregeln haben zu tun mit unserem Lebensstil, unserem Charakter und unserem Verhalten in vier wesentlichen Bereichen, die den Rahmen bilden (so Wolfgang Simson):
a) Gott – Du sollst Ihm allein dienen und keine anderen Götter daneben haben
b) Macht – Es muss dir darum gehen, den Menschen zu dienen, nicht zu herrschen
c) Geld – Unser Dienst soll uneigennüzig sein und kein Geschäft
d) Sex – Habe deine Lust am Herrn und er wird dir geben, was du brauchst
5. Du sollst wissen, wenn du dich so um die Erfüllung des Auftrages kümmerst, wird Gott sich um deinen Lohn kümmern. Da du beständig dein Feld bestellst, wird die Ernte auch für deine materielle Versorgung ausreichen. Du kümmerst dich um die Bedürfnisse des Reiches Gottes un Gott kümmert sich um deine Bdeürfnisse.
6. Halte diese einfachen Punktre in deinem Gedächtnis, was du jetzt nicht verstehst, wird Gott dir später offenbaren.
Ric
Paulus hatte auf seinen Missionsreisen immer apostolische Helfer in seinem Team. Zum Beispiel Johannes- Markus, Lukas, Timotheus, Tychikus, Trophimus und andere unterstützen Paulus in seinem Dienst während seiner Reisen. Diess Männer standen oft in einer Jüngerschaftsbeziehung zu Paulus. Zusammen verfolgten sie den apostolischen Auftrag, den Gott den Paulus gegeben hatte und die Helfer unterstellten sich diesem Auftrag.
Apostlisch- prophetische Menschen sollen wir jedoch alle sein, egal, ob wir mit der Erfüllung eines vollzeitlichen und konkreten Missionsauftrages beschäftigt sind oder nicht. Jesus ruft alle seine Nachfolger.
Willst du ein apostolischer Mensch sein, dann beachte folgende Dinge:
„Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist; und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren!
Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu!
Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat.
Wenn aber auch jemand am Wettkampf teilnimmt, so erhält er nicht den Siegeskranz, er habe denn gesetzmäßig gekämpft.
Der Ackerbauer, der sich müht, muss als Erster an den Früchten Anteil haben.
Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen.“ (2.Tim.2,1-7)
1. Ganz klar, es ist der Auftrag andere zu Jünger zu machen, und das, bis in die 4. Generation, damit eine Jüngerschafts- bzw. Gemeindebewegung entseht. Basiert auf dem großen Missionsbefehl Jesu in Mt. 28,19, wo Jesus seine Jünger in die ganze Welt sendet, ganze Völker zu Jünger zu machen.
2. Erfolderlich ist darin die Bereitschaft zum Leiden, denn Jesus sagte bei der Aussendung der 70 selbst: „Siehe, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe“. Im Kapitel davor spricht Paulus über sein eigenes Leid bei der Erfüllung dieses Auftrages.
3. Dieser Dienst ist vergleichbar mit einem Kriegsdienst, zu dem einzelne einberufen werden, der dann zur ersten Prorität im Leben wird. Die Belange des normalen und alltäglichen Lebens müssen zurücktreten, da sie sonst von der eigentlichen Aufgabe ablenken. Der Dienst erfordert ganze Konzentration und Aufmerksamkeit, das erwartet Gott von denen, die gerufen wurden.
4. Die Teilnahme an diesem Dienst gleicht der Teilnahme an einem Wettkampf, bei dem wir gewinnen, wenn wir uns an die Regeln halten, das wird uns von Gott garantiert. Die Spielregeln haben zu tun mit unserem Lebensstil, unserem Charakter und unserem Verhalten in vier wesentlichen Bereichen, die den Rahmen bilden (so Wolfgang Simson):
a) Gott – Du sollst Ihm allein dienen und keine anderen Götter daneben haben
b) Macht – Es muss dir darum gehen, den Menschen zu dienen, nicht zu herrschen
c) Geld – Unser Dienst soll uneigennüzig sein und kein Geschäft
d) Sex – Habe deine Lust am Herrn und er wird dir geben, was du brauchst
5. Du sollst wissen, wenn du dich so um die Erfüllung des Auftrages kümmerst, wird Gott sich um deinen Lohn kümmern. Da du beständig dein Feld bestellst, wird die Ernte auch für deine materielle Versorgung ausreichen. Du kümmerst dich um die Bedürfnisse des Reiches Gottes un Gott kümmert sich um deine Bdeürfnisse.
6. Halte diese einfachen Punktre in deinem Gedächtnis, was du jetzt nicht verstehst, wird Gott dir später offenbaren.
Ric
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Donnerstag, 14. Mai 2009
Ich höre auf einfache Gemeinden zu starten !
risced, 17:57h
Ansteckende Jüngerschaft
Ich konzentriere mich nicht mehr auf den Aufbau, bzw. die Gründung einfacher Gemeinden oder Hauskirchen. Natürlich, nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass einfache Gemeinden großartig sind und ich möchte sie in meinem Leben nicht mehr missen. Ich glaube, dass sie uns die Gelegenheit geben intensive Gemeinschaft zu erleben und dass sie ideal sind, um am Leben Anderer aktiv teilhaben zu können. Sie bieten Raum für Einzelne, in dem Heilung und Wiederherstellung erfahren werden kann, in einer solchen Atmosphäre können alle ihre Gaben optimal einsetzen.
Trotzdem sind die Hausgemeinden nicht das Endziel meines Dienstes. Was ich vielmehr ganz neu als Favorit entdeckt habe, betrifft das gesamte geistlich- organische Leben des Reiches Gottes. Jesus lädt uns nämlich zu sich selbst ein, zur Reproduktion seines geistlichen Lebens. Seine Gemeinde ist umfassend, lebendig, organisch, blühend und reproduzierend. Durch den Heiligen Geist wird dieses Leben von Jünger zu Jünger weitergegeben. Seine Gemeinde ist wie lebendige Saat, sie bringt 30, 60, oder 100-fache Vervielfältigung (siehe Mt.13,1-23). Das Leben des Reiches Gottes, das Leben Jesu ist in mir und will sich vermehren. Ich gebe es an die Nächsten weiter, die reichen es anderen weiter, welche es wiederum weiter geben, usw. Auf diese Art und Weise multipliziert sich das geistliche Leben organisch, wie die Verbreitung eines Virus, das ist das Prinzip, nach denen sich das Reich Gottes ausbreitet und nachdem die Gemeinde wächst. Letztlich ist es das, wozu Jesus uns eingeladen hat, wir sollen teilhaben an seinem Leben und ein Teil einer Multiplikationskette echter Jünger werden.
Das Leben im Königreich Gottes ist organisch, reproduktiv und von Natur aus eine Bewegung.
Wenn wir die Gründung und den Aufbau von Hausgemeinden zum Endziel unserer Arbeit für das Reich Gottes machen, dann wird es keine Reproduktion geben und es wird auch keine Bewegung entstehen. Es ist richtig, Hausgemeinden können eine gewisse Beständigkeit haben. Sie können für eine bestimmte Zeit einen guten Zweck erfüllen, aber wenn das Ziel erreicht ist, dann ist ihre "Bewegung" auch schon zu Ende. Ihr Einfluss war dann nur vorübergehend.
Das ist der Grund, warum Jesus uns nicht beauftragt hat, Versammlungen abzuhalten, oder Gemeinden aufzubauen. Niemals hat er gesagt „Geht und gründet Gemeinden oder Kirchen“. Vielmehr sagte er: "Gehet hin und machet zu Jüngern." Das ist der zentrale Auftrag, um den es uns gehen muss, andere zu Jünger zu machen. Damit treffen wir das Zentrum reproduktiven Lebens innerhalb des Reiches Gottes, eine Bewegung durch Jünger. Wir setzen Jünger frei, die während ihres ganzen Lebens die Welt beeinflussen und die darüber hinaus selbst Jünger freisetzen, die dasselbe tun werden.
Sicher, wenn Jünger auf diese Weise andere zu Jünger machen, dann ist es normal, wenn sie auch als Gruppe zusammenkommen, das sieht dann wie eine einfache Gemeinde aus. Trotzdem gibt es noch einen Unterschied, denn erst wenn eine zugrunde liegende DNA weitergegeben wird, handelt es sich wirklich um eine einfache Gemeinde. Diese entsteht, wenn die Jünger ermutigt werden noch mehr solcher Versammlungen ins Leben zu rufen, mit dem Ziel einander zu stärken und aufzuerbauen, und als Jünger zu wachsen um selbst wieder Jünger zu machen. Auf diesem Wege werden neue Hausgemeinden gegründet, die aber nicht das Ende der Anstrengungen sind, sondern, mehr als Ort der Unterstützung des Lebens verstanden werden, damit sich das Leben ungehindert von Jünger zu Jünger ausbreiten kann. Die einfachen Gemeinden selbst werden sich dann immer wieder verändern, weiter wachsen, sich entwickeln und neu formieren, aber die Bewegung der Jünger, die sich selbst reproduzieren, wird anhalten.
Dauerhaftes Reich- Gottes- Leben findet nicht statt wenn wir uns nur versammeln, sondern es ereignet sich dann, wenn wir in den Plan Jesu einsteigen und andere zu Jünger machen, die wissen, wie man Jünger macht.
Wie bereits gesagt, Hausgemeinden zu gründen und ansteckende Jünger zu trainieren, die sich auch in Hausgemeinden treffen kann von außen gesehen gleich aussehen, aber in inneren Prozess ist es doch sehr unterschiedlich. Wenn wir Hauskirchen beginnen, ist der Fokus auf die Versammlung als solches ausgerichtet – was machen wir, wie machen wir es, wer kommt, etc. Wir sagen uns selbst, dass wir lernen wollen Gemeinde zu sein und das jeden Tag. Vielleicht werden wir sogar missionarisch, aber der Schwerpunkt bleibt in allem, dass wir nur Strukturen formen wollen, in denen wir uns als Hausgemeinde versammeln. Wenn wir jedoch Jesus darin folgen andere einzuladen, damit sie ihm als Jünger folgen, dann ändern wir unsere Ausrichtung und wenden uns von der Versammlungsmentalität hin zu einem andauernden Lebensstil der Jüngerschaft. Diese Veränderung wird alles Bisherige in unserem Leben umdrehen und wir veränderen uns von einem Gemeindestarter zu einem Bewegungsstarter.
Es gäbe noch viel mehr zu sagen, über den Prozess der ansteckenden Jüngerschaft, wichtig wäre noch darauf hinzuweisen, dass wir zunächst unsere eigene Nachfolge einmal unter eine kritische Prüfung stellen sollten. Jesus lädt uns ein, ihm täglich dorthin zu folgen, wo er am Wirken ist. Er will uns zeigen, wie wir starten sollen andere mit der Jüngerschaft zu infizieren, damit sie selbst zu ansteckenden Jüngern werden und eine Bewegung ausgelöst wird.
Ric
Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung eines Artikels von Roger Thoman aus:
http://www.simplechurchjournal.com/2009/05/discipling-viral-disciplers.html
Ich konzentriere mich nicht mehr auf den Aufbau, bzw. die Gründung einfacher Gemeinden oder Hauskirchen. Natürlich, nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass einfache Gemeinden großartig sind und ich möchte sie in meinem Leben nicht mehr missen. Ich glaube, dass sie uns die Gelegenheit geben intensive Gemeinschaft zu erleben und dass sie ideal sind, um am Leben Anderer aktiv teilhaben zu können. Sie bieten Raum für Einzelne, in dem Heilung und Wiederherstellung erfahren werden kann, in einer solchen Atmosphäre können alle ihre Gaben optimal einsetzen.
Trotzdem sind die Hausgemeinden nicht das Endziel meines Dienstes. Was ich vielmehr ganz neu als Favorit entdeckt habe, betrifft das gesamte geistlich- organische Leben des Reiches Gottes. Jesus lädt uns nämlich zu sich selbst ein, zur Reproduktion seines geistlichen Lebens. Seine Gemeinde ist umfassend, lebendig, organisch, blühend und reproduzierend. Durch den Heiligen Geist wird dieses Leben von Jünger zu Jünger weitergegeben. Seine Gemeinde ist wie lebendige Saat, sie bringt 30, 60, oder 100-fache Vervielfältigung (siehe Mt.13,1-23). Das Leben des Reiches Gottes, das Leben Jesu ist in mir und will sich vermehren. Ich gebe es an die Nächsten weiter, die reichen es anderen weiter, welche es wiederum weiter geben, usw. Auf diese Art und Weise multipliziert sich das geistliche Leben organisch, wie die Verbreitung eines Virus, das ist das Prinzip, nach denen sich das Reich Gottes ausbreitet und nachdem die Gemeinde wächst. Letztlich ist es das, wozu Jesus uns eingeladen hat, wir sollen teilhaben an seinem Leben und ein Teil einer Multiplikationskette echter Jünger werden.
Das Leben im Königreich Gottes ist organisch, reproduktiv und von Natur aus eine Bewegung.
Wenn wir die Gründung und den Aufbau von Hausgemeinden zum Endziel unserer Arbeit für das Reich Gottes machen, dann wird es keine Reproduktion geben und es wird auch keine Bewegung entstehen. Es ist richtig, Hausgemeinden können eine gewisse Beständigkeit haben. Sie können für eine bestimmte Zeit einen guten Zweck erfüllen, aber wenn das Ziel erreicht ist, dann ist ihre "Bewegung" auch schon zu Ende. Ihr Einfluss war dann nur vorübergehend.
Das ist der Grund, warum Jesus uns nicht beauftragt hat, Versammlungen abzuhalten, oder Gemeinden aufzubauen. Niemals hat er gesagt „Geht und gründet Gemeinden oder Kirchen“. Vielmehr sagte er: "Gehet hin und machet zu Jüngern." Das ist der zentrale Auftrag, um den es uns gehen muss, andere zu Jünger zu machen. Damit treffen wir das Zentrum reproduktiven Lebens innerhalb des Reiches Gottes, eine Bewegung durch Jünger. Wir setzen Jünger frei, die während ihres ganzen Lebens die Welt beeinflussen und die darüber hinaus selbst Jünger freisetzen, die dasselbe tun werden.
Sicher, wenn Jünger auf diese Weise andere zu Jünger machen, dann ist es normal, wenn sie auch als Gruppe zusammenkommen, das sieht dann wie eine einfache Gemeinde aus. Trotzdem gibt es noch einen Unterschied, denn erst wenn eine zugrunde liegende DNA weitergegeben wird, handelt es sich wirklich um eine einfache Gemeinde. Diese entsteht, wenn die Jünger ermutigt werden noch mehr solcher Versammlungen ins Leben zu rufen, mit dem Ziel einander zu stärken und aufzuerbauen, und als Jünger zu wachsen um selbst wieder Jünger zu machen. Auf diesem Wege werden neue Hausgemeinden gegründet, die aber nicht das Ende der Anstrengungen sind, sondern, mehr als Ort der Unterstützung des Lebens verstanden werden, damit sich das Leben ungehindert von Jünger zu Jünger ausbreiten kann. Die einfachen Gemeinden selbst werden sich dann immer wieder verändern, weiter wachsen, sich entwickeln und neu formieren, aber die Bewegung der Jünger, die sich selbst reproduzieren, wird anhalten.
Dauerhaftes Reich- Gottes- Leben findet nicht statt wenn wir uns nur versammeln, sondern es ereignet sich dann, wenn wir in den Plan Jesu einsteigen und andere zu Jünger machen, die wissen, wie man Jünger macht.
Wie bereits gesagt, Hausgemeinden zu gründen und ansteckende Jünger zu trainieren, die sich auch in Hausgemeinden treffen kann von außen gesehen gleich aussehen, aber in inneren Prozess ist es doch sehr unterschiedlich. Wenn wir Hauskirchen beginnen, ist der Fokus auf die Versammlung als solches ausgerichtet – was machen wir, wie machen wir es, wer kommt, etc. Wir sagen uns selbst, dass wir lernen wollen Gemeinde zu sein und das jeden Tag. Vielleicht werden wir sogar missionarisch, aber der Schwerpunkt bleibt in allem, dass wir nur Strukturen formen wollen, in denen wir uns als Hausgemeinde versammeln. Wenn wir jedoch Jesus darin folgen andere einzuladen, damit sie ihm als Jünger folgen, dann ändern wir unsere Ausrichtung und wenden uns von der Versammlungsmentalität hin zu einem andauernden Lebensstil der Jüngerschaft. Diese Veränderung wird alles Bisherige in unserem Leben umdrehen und wir veränderen uns von einem Gemeindestarter zu einem Bewegungsstarter.
Es gäbe noch viel mehr zu sagen, über den Prozess der ansteckenden Jüngerschaft, wichtig wäre noch darauf hinzuweisen, dass wir zunächst unsere eigene Nachfolge einmal unter eine kritische Prüfung stellen sollten. Jesus lädt uns ein, ihm täglich dorthin zu folgen, wo er am Wirken ist. Er will uns zeigen, wie wir starten sollen andere mit der Jüngerschaft zu infizieren, damit sie selbst zu ansteckenden Jüngern werden und eine Bewegung ausgelöst wird.
Ric
Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung eines Artikels von Roger Thoman aus:
http://www.simplechurchjournal.com/2009/05/discipling-viral-disciplers.html
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