Donnerstag, 17. Juli 2008
wenn wir zusammenkommen und beten ...
Wenn das Brennen, das Verlangen in unserem Herzen sich emporhebt und einen Ausdruck sucht, dann beginnen wir zu beten. Das ist der Anfang von Gottes Wirken an uns und mit uns. Wir beginnen eine Zusammenarbeit mit dem Geist, mit Gott, wie Jesus es uns vorgelebt hat. Wenn unser Anliegen auch das Anliegen Gottes ist, dann ist da ein geebneter Weg in unserem Herzen und wir erleben die Erhörung unserer Gebete, dadurch wirken wir zusammen mit dem Geist an der Gestaltung unserer Lebensumstände und an dem Geschehen, das Gott in diese Welt und unter die Menschen bringen will.

In dieser Weise laden wir solche ein, die auch dieses Verlangen haben und gemeinsam richten wir uns nach Gott aus und sprechen das aus, was sich aus unserem Herzen ihm zuneigt und einer Anwort, einem Handeln von Gott bedarf.
So geschehen dann auch wunderbare Dinge, die wir nie für möglich gehalten haben. Gott kann es machen und will es auch machen, er birngt die Beter zusammen, die sich mit dem Herzen Gottes vereinen können und sich auf Gottes Anliegen fokussieren wollen. Gottes Anliegen sind nicht schwer zu erraten:
Herzenreinheit, Sünde lassen, den anderen höher achten als sich selbst, sein Reich verkündigen, anderen vom Retter Jesus berichten, Heilung der zerbrochenen Herzen, Erneuerung des Menschen, der Persönlichkeiten, Heiligkeit, Gott und Jesus zu loben und zu ehren, noch viele hinzurufen und gemeinsam anbeten und loben und preisen.
Und das, was Gott vorhat ist, dass er bauen möchte, er möchte uns bauen, auf den soliden Grund Jesus, er möchte zwei und drei zusammenbauen zu einer Gemeinschaft inmitten der er wohnen kann, er will ein geistliches Haus aus vielen Gläubigen bauen, wo er leben kann, er will Gemeinde bilden, die hell leuchtet in der Dunkelheit und durch dessen Dienste die Welt gesegnet wird.
Wenn wir zusammenkommen und all diese Anliegen unser Herzensgebet und die Einheit mit Gott suchen, dann fängt er an, dies alles zu bauen, zu erst in dir und in mir, dann unter unas, mit uns zusammen, für die anderen unf in uns seine Herrlichkeit. Das ist nicht schwer, weil wir es nicht tun, sondern Gott tut es, wir kommen zusammen und stellen uns Gott als Baumaterial zur Verfügung.
Herr hilf uns, dass wir es nicht vergessen und uns wieder abwenden und nach anderen Dingen schauen, die uns wichtig erscheinen.

Ric

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Mittwoch, 9. Juli 2008
Wo ist die Leidenschaft geblieben?
In der letzten Zeit beschäftigt mich wieder mal die Frage, wie einfache Gemeinden wirklich frisch und stetig wachsen können und sich dann auch durch Reproduktion vermehren können.
Das Dilemma in dem viele Hausgemeinden und Netzwerke in Deutschland sind, ist die Tatsache, dass der überwiegende Teil, ihrer Hausgenossen immer noch aus anderen, traditionellen, charismatischen, oder sonstigen Gemeinden kommt. Man spricht hier von dem sogenannten "Transferwachstum". Auch in den Gemeinden, wie wir sie kennen, ist das das Hauptwachstum. Da fehlt es an Frische von immer wieder hinzukommenden Neubekehrten. Einzelne und oft sogar eine ganze Gruppe von Christen verlassen eine bestehende Gemeinde und schließen sich einer anderen Gemeinde an, wo sie hoffen, das zu bekommen, was sie suchen, oder gründen gar eine neue Gemeinde. Die eine Gemeinde schrumpft und die andere "wächst", bzw. wird neu gegründet. Ich behaupte, dass das Gleiche auch für viele Hausgemeinden in Dtl zutrifft.

Wir haben die schwierige Hürde zum missionarischen Gemeindewachstum noch nicht genommen. Evangelisation, Jüngerschaft und Gemeindebildung sollten auch für einfache Gemeinden immer noch zentrale Werte sein, an denen sie ihre Anstrengungen ausrichten. Wenn nicht, dann werden diese in absehbarer Zeit ihre Bedeutung verlieren und vom Horizont ganz verschwinden.
Die Frage ist nun, wie hier eine grundlegende Änderung geschehen kann. Diese Gedanken beschäftigen mich in den letzten Wochen stärker als zuvor. Es ist bestimmt kein Problem, aus dem, was wir im Laufe unseres Christseins gehört und gelernt haben, neue und richtige Konzepte zu entwickeln, sie auf biblische Grundlagen zu stellen um dann einen Aktionsplan in die Praxis zu bringen. Aber stimmen die Taten, die daraus folgen auch mit dem überein, wie der Heilige Geist mich "jetzt" und "hier", wo ich bin, führen will. Jeder wird mir zustimmen, wenn es Bestand haben soll, dann muß es direkt aus dem Geist Gottes und nicht aus unserem Denken geboren sein. Ich habe mich entschieden, seit dem ich in einfache Gemeindeentwicklung involviert bin, nicht mehr den Konzepten anderer, oder meinen eigenen zu folgen. Stattdessen will ich sehen und erkennen, was der Heilige Geist tut, dem will ich dann entschieden folgen, um die von Gott vorbereiteten Werke zu tun. Wenn ich etwas in den 7 Jahren meines Hausgemeindelebens gelernt habe, dann ist es das, dass ich meine eigenen Pläne, Ideen und Gedanken über Gemeinde auf den Altar legen muss, um in den Strukturen voranzugehen, die Jesus für seine Gemeinde vorbereitet hat. Das war und ist ein Sterbeprozess, der uns immer wieder neu Schwierigkeiten bereitet. Weil wir aber keine frommen Hauskrichen-Traditionen den schon existierenden Gemeindetradtionen hinzufügen wollen, müssen wir durch diesen Prozess gehen.

Eine weitere Frage, die damit zusammenhängt ist die, ob es nun genügt, zu warten, bis der Heilige Geist handelt, oder gibt es in diesem Prozess auch für mich aktiv etwas zu TUN? Sicherlich das GEBET - damit wird es wohl anfangen. Wie und wo kann das aber umgesetzt werden, ohne, dass es wieder eine programmorientierte, fromme Kutsche wird. Davon hab ich jedenfalls genug erlebt - zähe, ermüdende und langweilige Gebetsversammlungen - nein danke. Vermutlich hat es nur Sinn wenn es aus der entprechenden Leideschaft und Hingabe geschieht. Ja, die "APOSTOLISCHE LEIDENSCHAFT" muss wohl die treibende Kraft sein. Sie war es auch, die Paulus und Petrus vorwärtsgetrieben hat. Wie komme ich zu dieser Art von Leidenschaft? Darüber muss ich unbedingt beten.

Ric

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Sonntag, 6. Juli 2008
Du wartest auf Gott? Gott wartet auf dich!
Demütig sein heißt sich von Gott abhängig zu machen. Das heißt, auf Gott zu warten, bis er kommt und eingreift, hilft, antwortet ....
Gott kann länger warten als wir - aber die Frage ist können wir aktiv, in Abhängigkeit zu Gott warten, auf Ihn warten, bis er handelt.
Gott handelt unentwegt, wenn mit dir nicht, weil du nicht bereit bist, dann mit anderen, die bereit sind, er durchstreift das Land und sucht, wessen Herz auf ihn gerichtet ist.
Wir müssen alles andere abschalten und uns ganz auf Ihn einstellen, seine Ehre suchen und seinen Willen in allem tun wollen, da haben wir jede Menge zu tun, dass wir das umsetzen ... und Gott wartet, dass wir bereit sind.
Heute, jetzt, will er ein Heer von entschiedenen Gläubigen zusammenstellen, deren Ausrichtung ganz und total auf ihn ist, bei denen alles andere zweitrangig ist - die Arbeit, andere Menschen, Vergnügen, gute Werke, soziale Leistungen, Urlaub, die eigene Familie - alles ist ihnen weniger wichtig als Gott.
Stellen wir uns, lassen wir uns rufen und folgen in den Krieg, den es zu kämpfen gibt, oder haben wir Angst? Gott wartet und er zieht und er nimmt dich an die Hand und er hat bestimmte, mit denen er schon in Partnerschaft zusammen die vorbereiteten Werke tut.
Er ruft sie zusammen in Gruppen, in Trupps, in Teams und kleinen Mannschaften, in einfachen Gemeinden und Gemeinschaften - sie sollen sich sammeln im ganzen Land, überall, damit sie zugerüstet, trainiert und befähigt werden, um das Reich Gottes auszubreiten in ihren Gefilden.
Worauf wartest du noch, melde dich freiwillig, es sind zu wenige, die dem Ruf folgen. Noch erschallt sein Rufen überall, nimm die Stöpsel aus den Ohren und reagiere, solange es noch Zeit ist. ER ist dabei eine große Armee zusammenzustellen, die aus vielen kleinen, einzelnen Einheiten zusammengesetzt ist. ER bildet sein Leute aus, die diese Gruppen befehligen und ihnen vorangehen. Im ganze Lande findet er solche, sie sind durch Schweis und Tränen gegangen, haben Entbehrung, Ablehnung und Verhöhnung erlebt. Das war ihre Ausbidung - nicht mehr lange, sie sind bereit, einige haben sich schon formiert und warten, dass der Herr kommt und ihnen die Leute zuteilt. Wir müssen zusammenarbeiten nicht alle können vorangehen, nicht alle können folgen, wir gehören zusammen, jeder auf seinem Platz und Gott selbst gibt die Platzanweisung - hörst du sie, wenn nicht dann eile zu denen, die dir helfen können sie zu hören es gibt sie, über all im Lande. Es ist an der Zeit, denn der Herr will uns zubereiten es kommt eine andere Zeit, die Dinge werden sich verändern, es geht schleichend, aber wird immer deutlicher, wie die Benzinpreiserhöhung. Lass dich nicht ablenken von anderen Stimmen, folge seinem Ruf gebe dich ihm hin, denn es ist das beste, was dir passieren kann, die Erfüllung deines Lebens.

ric

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Dienstag, 1. Juli 2008
Was hat die Erbeerpflanze und die Grünlilie mit einfachen Gemeinden zu tun?
Eine Erbeerpflanze wächst bis zu einer bestimmten Größe und ist dann ein paar Jahre gut fruchtbar. Der Gärtner weiß, um eine gute Ernte zu haben, braucht immer wieder junge frische Pflanzen. Neben den Erdbeeren selbst, wachsen an der Erdbeerpflanze auch Ableger - lange Stengel, die weit hinausreichen und am Ende eine neue kleine Erbeerpflanze bilden. Je größer die kleine Erdbeerpflanze am Stengel wird, desto tiefer gelangt sie an den Erboden, ab einem bestimmten Gewicht und ab einer bestimmten Stengellänge neigt sie sich langsam zum Boden und setzt Wurzeln. Sie ist jetzt in der Lage, allmählich selbst aus dem Boden Kraft zu ziehen, je tiefer die Wurzeln hinuntergehen, desto mehr. Noch ist die kleine Erdbeerpflanze nicht selbständig, sie hängt an der Mutterpflanze und an deren Versorgung. Wenn sie so bleibt, gehen die Wurzeln nicht tiefer und sie bleibt abhängig.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Nach 2 -3 Jahren verliert die Mutterpflanze durch die vielen Ableger und durch das eigene Fruchtbringen mehr und mehr an Kraft, um zu sterben ab und überlässt damit den Ableger in die Selbständigkeit. Oder aber schon im ersten Jahr kommt der Gärtner und schneidet den langen Stengel, die Verbindung zwischen Mutter und Kind durch - die kleine neue Pflanze ist nun selbständig und mußt sich jetzt anstrengen, ihre Wurzeln tiefer zu setzen, damit sie mehr Nähstoffe bekommt und zum Selbstversorger wird.
Die Grünlilie ist ähnlich - in einem Jahr wachsen neben den Blättern viele Blütenstengel, an dessen Ende ganz kleine neue, vollständig ausgebildete Pflänzchen entstehen. Je älter die Mutterpflanze wird, desto mehr solcher Ableger wachsen. Ab einem bestimmten Alter nimmt die Grünlilie, wenn man sie sich selbst überlässt, nicht mehr an Gesamtvolumen der Blätter zu, sondern wächst jetzt mehr an der Zahl der Ableger und an den Ablegern selbst. Jeder neue Ableger ist eine eigenständige starke Pflanze, die größer wird. Die Grünlilie ist zu einer Mutter vieler Kinder geworden und verliert langsam an Kraft für sich selbst, sie übernimmt fast nur noch Versorgungsfunktion für die vielen Ableger. Wenn man eine neue Lilie vom Stengel abtrennt und sei einpflanzt schießt sie sofort in die Wurzeln und bildet einen prächtigen Blätterwuchs, dafür ist sie geschaffen. Manche Leute machen nun folgendes - sie trennen die Ableger ab und pflanzen sie mit der Mutterpflanze wieder zusammen, um diese zu stärken und im eine größere Pflanze zu haben aber es ist eben dann nur eine Pflanze, die dann aus vielen potentiellen, zusammengepferchten kleinen Pflanzen besteht. In der Regel entwicklet sich dies neue künstliche, dicke Pflanze nicht gut und verliert an Schönheit. Das ist nicht der eigentliche, organische Plan, der in der Grünlilie steckt, denn auch sie ist von Gott auf Reproduktion der eigenen Art ausgerichtet, wie auch die Gemeinde Jesu Christi.

ric

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Freitag, 27. Juni 2008
Redundante Offenbarungsquellen Gottes
In Diskussionen über Lehrfragen stößt man immer wieder auf die Frage, woher wir wissen können, ob eine theologische Lehre tatsächlich richtig und gottgegeben ist. Die einen argumentieren mit vielen Bibelstellen, andere berufen sich auf die Leitung durch den Hlg. Geist.
Letztlich kann man aber feststellen, dass beide Seiten dazu neigen, auf Irrlehren hereinzufallen. ........

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Samstag, 21. Juni 2008
Postmoderne Wanderprediger im (2)1. Jahrhundert
Wie in den ersten drei Jahrhunderten der Gemeinde, so werden auch in den kommenden Jahren wieder viele „Wanderprediger“ (Apostel, Propheten, Lehrer) unterwegs sein, um das Reich Gottes von Dorf zu Dorf, von Provinz zu Provinz, von Land zu Land, in die ganze Welt zu bringen.
Wir erleben im 21. Jahrhundert eine ähnliche infrastrukturelle Revolution wie damals im 1. Jhdt. nach Christus.

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Donnerstag, 12. Juni 2008
Netzwerk, neuer Begriff für Konfession?
Ich möchte das Thema Netzwerk, Vernetzung nochmal aufgreifen, weil ich denke, dass es noch nicht genügend erklärt und diskutiert wurde.

Sind Netzwerke die alten organisierten Daverbände mit neuem Namen? Sind die einfachen Gemeinden auf dem alten Weg, mit einem neuen Gewand eine neue Konfession zu errichten. Jemand sagte , dass die einfachen Gemeinden nicht auf einem Weg zu einer Denomination sind, weil sie verschieden und selbstständig sind. Gibt es aber eine überörtliche "Organisation", führt das nicht unweigerlich dazu, dass diese Selbstständigkeit und Individualität verloren geht, weil sie sich automatisch alle angleichen?

Ich denke die entscheidende Sache ist die Frage nach dem Chrakter von Beziehung. Als sich die ersten Gemeinden im 1. u. 2. Jahrhundert entwickelten, breiteten sie sich über die natürlichen Beziehungen von Mensch zu Mensch, von Familie zu Familie, von Haus zu Haus, von Ort zu Ort aus, entlang der Straßen des römischen Reiches, die zuerst von den Soldaten, später von den Kaufleuten und dann sogar von Touristen benutzt wurden. Die Ausbreitung der Gemeinde geschah zwar in vorbereiteten weltlichen Infrastrukturen, doch nicht bewußt organisiert - es geschah einfach. Und es geschah, so sagte es Kirchenvater Cyprian, wie eine "Genealogie von Gemeinden", also multiplikativ, wie Familien wachsen und sich vermehren, wie soziale Beziehungsgeflechte entstehen, wie sich Menschen zusammentun und immer wieder neue Leute "angesteckt" werden, wie ein Grippevirus, der sich unter einer bestimmten Gruppierung von Menschen ausbreitet. Um beim Beispiel der Vermehrung von Familien zu bleiben, wissen wir, dass jede neue Familie anders ist. Jede neue Familie wird zwar in vielen Dingen bestimmte Werte aus zwei Herkunftsfamilien mitnehmen, doch wird sie unweigerlich eine ganz neue Familienitdentität entwickeln, mit ähnlichen Werten, aber auch mit modifizierten und ganz neuen Werten. Trotzdem bleibt die Grundstruktur der "sozialen Organisation" und des "geistlichen Organismus", die DNS der einfachen Gemeinde erhalten.
Was durch diese Verbreitungsart entsteht, ist eine organisches Netzwerk von lebendigen Beziehungen der Gemeinden untereinander, wie in einer Sippe oder in einem Clan. Das kann man fördern, indem man bewußt auf andere zugeht oder es blockieren, indem man sich abwendet und nichts gemeinsam unternimmt. Vernetzung kann also auch mit Überlegung und Planung einhergehen. Die Beziehungen die dann entstehen, sind aber nur sinnvoll, wenn sie von Gott gestiftet, bzw. eingefädelt werden. Beides ist notwendig, göttliche Lenkung und Vorsehung, aber auch menschliche Initiative.

Leiter sind "Netzwerker" - nur wer ein Netzwerk von Beziehungen pflegt, kann Dinge bewegen. Reich Gottes heißt, dass wir als Christen etwas Positives in Bewegung setzen. Nicht nur Apostel, sondern alle 5 Dienste aus Eph. 4.11 müssen Netzwerker sein, um ihren Dienst tun zu können. Die Netzwerke sind nämlich die Infrastrukturen, in denen die mobilen Dienste sich von Gemeinde zu Gemeinde bewegen - sie sind der Blutkreislauf (das koranale Netzwerk) und die Nervenbahnen (das neuronale Netzwerk) des Leibes, in denen die Nahrung und die Impulse Gottes für seine Kinder fliessen.

Die Art von Beziehungen unter den Netzwerken einfacher Gemeinden basieren darauf, dass die einzelnen freiwillig, weil sie es wollen und brauchen, Beziehungen suchen und pflegen und nicht weil sie es müssen, weil sie kontrolliert und von anderen organisiert werden. Auf dieser Basis kann ein loser Zusammenschluß von Gemeinden in einem bzw. in mehreren Netzwerken entstehen, wodurch ein großer Ressourcenpool für alle nutzbar gemacht wird.
ric

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Mittwoch, 11. Juni 2008
Gedanken von Wayne Jcobson am 7.6.08 bei Gods Family in Bochum
1. Es gibt da einen großen Hunger unter Christen, Gemeinde so zu leben, wie es im 1. Jhdt. nach Christus war. Leider versuchen jetzt viele die Gemeinde nach diesem Vorbild selbst zu bauen. Aber Jesus sagte ausdrücklich „Ich will meine Gemeinde bauen.“



2. Viele Christen denken, dass sie in der Gemeinde die Ressourcen für ihr Leben finden – nein, in Jesus allein ist diese Kraft. Die Gemeinde (Kirche) ist nicht die Quelle des Königreiches Gottes, sie ist vielmehr die Frucht des Reiches. Deshalb muss unser Verlangen nach Ihm sein und nicht nach der Gemeinde.
3. Gott will nicht, dass wir Gemeinde bauen, sondern er will Sein Leben in uns bauen. Er will uns verändern und Sein Leben in uns wirken, für die Anderen, für die Welt. Niemand startete die erste Gemeinde, sie geschah einfach, sie ereignete sich.
4. Die Gemeinde als Braut konzentriert sich zu sehr auf sich selbst, anstatt sich mehr auf den Bräutigam zu konzentrieren. Über die Sorge um sich selbst vergisst sie den Herrn. Wir müssen den Herrn in uns selbst neu entdecken.
5. Gerechtigkeit ist die Frucht der Beziehung zu Gott. Die Gemeinde ist die direkte Frucht aus der Beziehung zu Gott und untereinander. Gott sucht nicht unsere Werke und Programme sondern unsere Beziehung zu Ihm als Vater.
6. Unser Job muss es sein, die Hungrigen zu speisen, die Satten und Zufriedenen können wir stehen lassen, die dürfen uns zuschauen und lernen, oder weitergehen.
7. Zuerst haben wir gedacht die Gemeinde ist ein Gebäude, dann dachten wir, die Gemeinde ist ein Treffen oder eine Versammlung, aber jetzt sehen wir, dass die Gemeinde in Wirklichkeit eine Beziehungsgefüge ist.
8. Die Dienste der Gemeinde sind nicht Positionen, Leiter, oder Organisatoren, sondern Mitglieder der Gemeinde, die unter den anderen als lebendige Ressourcen und Quellen von Gott leben.
9. Du brauchst niemanden, der dich lehrt, du wirst vom Haupt gelehrt. Niemand muss dich belehren, der Heilige Geist belehrt dich.
Rückfrage eines Teilnehmers:
„Was ist aber mit den vielen Christen, die nicht mündig und selbständig genug sind, um vom Haupt Lehre zu empfangen?“
Antwort von Wayne:
„Wir müssen diese in unser Leben, in unser Haus einladen, ihre Fragen beantworten und sie darin trainieren, wie sie Gott selbständig hören können.
Rückfrage:
„Was ist, wenn sie das nicht befolgen wollen, was wir ihnen sagen?“
Antwort Wayne:
„Dann lieben wir sie trotzdem und leben ihnen die lebendige Beziehung zu Gott vor.“

Erinnerungsprotokoll von Ric

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Sonntag, 8. Juni 2008
Auf einem Bein steht es sich schlecht
Der Mensch wird als Zweibeiner bezeichnet. Um sich fortbewegen zu können, um stehen zu können braucht er zwei Beine, das wissen wir. Die einfache Gemeinde braucht auch zwei Beine, sonst kann sie sich nicht fortbewegen und droht umzufallen. Mit zwei Beinen kann sie die Ballance halten und gehen, denn sie hat einen Weg vor sich.

Die Treffen in den kleinen überschaubaren und einfachen Gemeinden von zum Beispiel 3-12 Leuten sind absolut notwendig und bilden das Grundgebilde der Gemeinde. Sie vermitteln die Geborgenheit der Familie Gottes, die Nestwärme, die jeder Christ braucht (Eph.2,19). Durch die intensiven Beziehungen an der Basis wird der Einzelne gestärkt und in den Leib eingerenkt.

Aber auf die Dauer genügt das nicht, denn jeder gesunde Christ wächst heran und wird seinen Blick auch nach außen richten und feststellen, da gibt es noch eine Zugehörigkeit zu einem größeren Verband von Gläubigen, eine Verwandtschaft bzw. eine Sippe, zu der er gehört. Um den eigenen Horizont zu erweitern und um die Ressourcen eines größeren Verbandes nutzen zu können, ist es notwenig auch die Kontakte eines überschaubaren Netzwerkes von Familien einfacher Gemeinden zu pflegen.
Darüber hinaus hat Gott in seine Kinder nicht nur eine familiäre Identität, sondern auch eine völkische Identität hineingelegt. Wir gehören zum Volk Gottes und es ist normal, dass wir dieser Zugehörigkeit Ausdruck verleihen (1.Petr.2,9). Dazu gehören Ereignisse, Zusammentreffen im großen Stil, wo der einzelne Gläubige aus der Sicherheit seiner Familie heraustritt um den König des Reiches Gottes öffentlich zu preisen und die ungläubigen Nationen zur Umkehr zu rufen.

Als einfache Gemeinde sind wir Familie und Volk Gottes, wir stehen auf zwei Beinen.

ric

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Donnerstag, 5. Juni 2008
Repariert, verknüpft und gesäubert
Netze müssen, um brauchbar zu bleiben, nach jedem Fischzug ausgebessert (repariert, verknüpft) und gesäubert werden. In Markus 1,19 sieht Jesus Jakobus und Johannes am Strand des See Genezareths "die Netze ausbessern" (griechisch: kathartizo) - in Lukas 6,40 lesen wir, dass ein Jünger, wenn er "vollkommen (ausgrüstet) ist" (griechisch: kathartizo) er sein wird, wie sein Meister und in Eph.4.11 lesen wir, dass Jesus Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern gegeben hat, um die ganze Gemeinde "zuzurüsten" (griechisch: kathartizo).

Und? Das Netzwerk einfacher Gemeinden - angefangen bei der einzelnen Gemeinde als Netz, muß gereinigt, ausgebessert und verknüpft sein. Jeder Einzelne ist wie ein Strang des Netzes, der mit einem "Knoten" mit dem Anderen verbunden sein soll. Un ein kleines Netz wird mit einem größeren vernetzt, damit mehr Fassungsvermögen da ist. Was bedeutet das für die Praxis?
Ich denke, wir brauchen Akzeptanz des Anderen, Versöhnung, Aufarbeitung der Vergangenheit, Reinigung von unserer Sünde und von unserem Egoismus, um zu einem intakten Netz zu werden. Im Obersaal waren die Jünger in Jerusalem zusammen und bereiteten ihr Netz im Gebet richtig vor, da geschah diese Aufarbeitung und Vergebung etc. und dann kam der große Pfingstfischzug.

Wir brauchen wiederhergestellte, gereinigte Jünger, die bereit sind sich zu einem geistlichen Haus aufbauen zu lassen (1.Petr. 2) und wir brauchen die Dienste aus Eph.4,11, die am Strand von Genezareth sich an die Kathartizo-arbeit machen.

ric

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