Sonntag, 5. Oktober 2008
Strukturen sind notwenig
Jesus sagte einmal: "Neuer Wein gehört in neue Schläuche". Das ist ein Wort das oft in Bezug auf Strukturen benutzt wird. Die Strukturen, die wir haben müssen immer der Entwicklung entsprechend sein, in der die Gemeinde sich zur Zeit befindet. Nicht die Struktur darf die Gemeinde bestimmen, sondern das Leben der Gemeinde sucht sich die passende Struktur. Wenn nicht, dann werden die Strukturen zerissen, so wie mit dem jungen Wein, den man in die alten, harten und rissigen Schläuche gibt.
In unserer Zeit spielt sich weltweit unter den bestehenden Christen und Gemeinden genau das ab. Die Strukturen der herkömmlichen Gemeinden sind zu eng, zu starr, zu programmorientiert, zu hierarchisch, zu unmenschlich u. vieles mehr geworden und deshalb genügen sie nicht mehr. Man kann es auch anders ausdrücken, das Leben, die Spiritualität, das Verlangen der Christen hat sich so sehr auf Gemeinschaft auf das allgemeine Pristertum etc. focussiert, dass die alten Strukturen, die Jahrhunderte so waren, nicht mehr passen. Deshalb brauchen wir eine neue Reformation, anders als die von Luther, wo es jetzt um die Gemeindestruktur geht. Die Gemeinde muss wieder zurück in die Hände Jesu gegeben werden - wir haben lange genug versucht, nach unserern weltlichen Strukturvorstellungen Gemeinde zu bauen, das wird hoffentlich bald aufhören.

Klar ist, dass es für diesen neuen Wein auch Schläuche gibt, denn ohne Behälter geht es nicht, deshalb ist es wichtig, dass wir vorsichtig sind, nicht selbst versuchen diese "Behälter" zu schaffen, sondern der Dynamik des Heiligen Geistes folgen, was er für Strukturen baut. So war es auch im ersten Jahrhundert, als die Gemeinde durch Verfolgung versprengt wurde, hat sie sich einfach überall in den Dörfern, Städten und Häusern ausgebreitet, indem ganze Familien zum Glauben kamen und ihre Häuser öffnteten.
Überhaupt hat Gott uns einige wenige Strukturvorgaben gemacht, das ist: der Vater, die Mutter, der Bruder, die Schwester, die Familie, die erweiterte Familie, die Verwandtschaft, die Sippe und das Volk. Wie sich das Leben darin abspielt, kann auch für uns als Gemeinde ein Anhaltspunkt sein. Doch leider wissen wir oftmals nicht mehr, was z.B. väterliche Autorität oder geschwisterliche Liebe eigentlich bedeutet, da fängt es an, das wieder zu definieren und in den Kontext der einfachen Gemeinden zu bringen.
Und außerdem entwickelt sich Familie und Volk auch immer in einem sozial- kulturellen Kontext und es enstehen deshalb unterschiedliche Sturkturen in unterschiedlichen Umfeldern, das dürfen wir bei der Strukturfrage letztlich auch nicht vergessen. Formen die in X gut ankommen, haben in Y schwierigkeiten und so weiter - also lasst uns felxibel sein, was die Strukturen betrifft, aber lasst uns sehen, dass wir Strukturen brauchen, ohne sie geht es nicht.

Neil Cole hat einmal die Strukturen mit den Wasserrohen eines Hauses verglichen. Natürlcih, wir brauchen das Wasser, das ist das Wichtige, nicht die Rohre, doch wer möchte auf die gut angelegte Installation verzichten und hinaus gehen und auf offenem Felde nach Wasser graben?

Ric

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