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Sonntag, 22. April 2007
China: Christliche Frauen wurden zu Zwangsabtreibungen geschleppt
charly-l, 20:51h
22.04.07
China: Christliche Frauen wurden zu Zwangsabtreibungen geschleppt
P e k i n g / M i d l a n d (idea) - In zwei chinesischen Provinzen mussten mehr als 60 christliche Frauen ihre Ungeborenen auf Druck der Behörden abtreiben. Das berichtet die US-amerikanische Hilfsorganisation „Christian Aid Association" (Christliche Hilfsvereinigung/Midland, Bundesstaat Texas).
Anfang April hätten Regierungsbeamte die werdenden Mütter aus ihren Häusern zu Abtreibungskliniken gezerrt, wo ihnen geburtseinleitende Mittel gespritzt worden seien. Dies habe Fehlgeburten ausgelöst. Einige Kinder seien bereits sieben bis neun Monat alt gewesen. Den Grund für die Zwangsabtreibungen sieht die Hilfsorganisation darin, dass die Familien zu Hauskirchen gehören, die vom Staat nicht anerkannt sind. „Christian Aid Association" appelliert an die Weltgemeinschaft, den Druck auf die chinesischen Behörden zu erhöhen, damit die gewaltsam erzwungenen Abtreibungen gestoppt werden.
Quelle: idea
China: Christliche Frauen wurden zu Zwangsabtreibungen geschleppt
P e k i n g / M i d l a n d (idea) - In zwei chinesischen Provinzen mussten mehr als 60 christliche Frauen ihre Ungeborenen auf Druck der Behörden abtreiben. Das berichtet die US-amerikanische Hilfsorganisation „Christian Aid Association" (Christliche Hilfsvereinigung/Midland, Bundesstaat Texas).
Anfang April hätten Regierungsbeamte die werdenden Mütter aus ihren Häusern zu Abtreibungskliniken gezerrt, wo ihnen geburtseinleitende Mittel gespritzt worden seien. Dies habe Fehlgeburten ausgelöst. Einige Kinder seien bereits sieben bis neun Monat alt gewesen. Den Grund für die Zwangsabtreibungen sieht die Hilfsorganisation darin, dass die Familien zu Hauskirchen gehören, die vom Staat nicht anerkannt sind. „Christian Aid Association" appelliert an die Weltgemeinschaft, den Druck auf die chinesischen Behörden zu erhöhen, damit die gewaltsam erzwungenen Abtreibungen gestoppt werden.
Quelle: idea
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Samstag, 21. April 2007
Liest du eigentlich deine Bibel?
charly-l, 21:50h
Liest du eigentlich deine Bibel?
In der letzten Zeit habe ich mehrfach Berichte gelesen, wie in den ersten Gemeinden die Treffen abgelaufen sind. Vieles war sehr einfach und hat mit den uns so bekannten Gottesdienstabläufen wenig gemein. Wenn wir uns z.B. die Wortbetrachtung ansehen, so hat dort Niemand der Versammlung der Christen gepredigt. Jemand aus der Runde las ein Bibelwort vor (oder besser zitierte es aus dem Gedächtnis) oder brachte ein Thema ein. Das konnte Jeder sein, der z.B. lesen konnte oder fähig und mutig genug war etwas vorzutragen, dafür waren keine speziell geschulte Mitglieder notwendig. Dieser brachte dies also ein und sagte ein paar Gedanken dazu. Dann übergab er/sie das Thema der Versammlung und nun war Jeder aufgefordert Kommentare sowie andere Schriftstellen dazu zu ergänzen.
So etwas gefällt mir. Ich mag es eigentlich, wenn Christen reif werden und nicht vorgedachte Lehren einfach nur schlucken. Das müsste man doch auch in den Hausgemeinden gut umsetzen können........... oder?
Wer die Überschrift gelesen hat, ahnt was jetzt kommt: Ich mache an vielen Plätzen die Erfahrung, dass man so mit Christen kaum arbeiten kann. Warum nicht? Weil sie in ihren Gedanken zu den vorgebrachten Themen keine Verbindung zu anderen Bibelstellen finden. Und warum finden sie diese nicht? Weil sie ihre Bibel nicht kennen, denn sie lesen sie nicht.
Bringe ich ein Thema vor und nenne dazu eine Bibelstelle und frage nun: „Was fällt euch dazu ein?“ folgt oft schlicht Schweigen. Oder ich frage: „da war doch noch eine Stelle, wo ähnliches gesagt wurde, wer weiß grad wo die sein könnte?“ folgt oft auch Schweigen oder ratloses Stirnrunzeln.
Mehr und mehr treffe ich auf langjährige Christen, denn man erst in ihrer Bibel zeigen muss, wo z.B. der Jakobusbrief zu finden ist. Das zeigt mir, dass sie ihr eigenes Buch / ihre eigene Bibel nicht lesen.
Wem will ich nun Vorwürfe machen? Ich will Niemanden etwas vorwerfen, ich möchte auf etwas aufmerksam machen.
Wir haben eine Jahrhunderte alte Tradition regelmäßig in einen Gottesdienst zu kommen und dort Lesungen und Predigten vorgetragen zu bekommen. Wir sind es gewohnt, dass wir nicht selber wissen müssen, wo was in der Bibel steht. Und Heutzutage ist es ja noch „besser“, denn Heute wird in vielen Gemeinden nicht mehr aufgefordert seine eigene Bibel aufzuschlagen und mitzulesen. Heute werden dort die Bibelverse per Beamer auf eine Leinwand projiziert. So bleibt es dem Gottesdienstbesucher noch nicht mal in seinem visuellen Gedächtnis verhaftet, wo in seiner Bibel dieser Vers zu finden ist. In so manchen Gemeinden ist es auch schon lange nicht mehr Sitte überhaupt eine eigene Bibel mit zum Gottesdienst zu bringen.
Des weiteren haben wir gelernt uns damit zu begnügen, dass es besonders begabte, geschulte und berufene Leute in unseren Gemeinden gibt, die quasi für uns die Bibel studieren und uns die Ergebnisse mundgerecht servieren. Ja selbst das kauen haben wir verlernt – wir schlucken nur noch.
Eigentlich müssten wir einen Streik ausrufen. Einen Streik Derer, von denen erwartet wird die Bibel zu kennen und ihre Studien häppchenweise zu servieren. Gerade in unseren Hausgemeinden sollten wir anfangen wieder jeden Einzelnen aufzufordern seine Bibel zu lesen und sich am Austausch zu beteiligen.
Hier am Ort gibt es eine kleine Versammlung von Christen, auf die andere Gemeinden in der Umgebung schon seit Jahren etwas arrogant herabschauen. Es gibt verschiedenste Vorbehalte dieser Versammlung gegenüber. Es ist auch eine besondere Versammlung. Denn dort kommen Christen zusammen, die woanders nicht so gerne gesehen werden – deren Leben nicht so strikt fromm geradeaus verläuft. Ich werde dorthin immer wieder zum predigen eingeladen und komme sehr gerne. Denn so konfus das Leben so mancher der Besucher dort auch sein mag, dort brauche ich nicht nach ergänzenden Bibelstellen fragen – sie werden einfach mitten in die Predigt eingeworfen. Halleluja! Diese Christen, deren Leben nicht so fromm-konform erscheinen lesen und kennen ihre Bibel. Immer haben wir angeregte interaktive Versammlungen – zumindest wie ich das beurteilen kann. Bei ihnen ist ein Hunger nach Gottes Wort und Weisung zu spüren, wie ich es in so vielen Gemeinden vermisse. Es mag sein, dass dies dadurch kommt, dass sie für ihre – nicht so gerade verlaufenden – Leben genau das brauchen.
Fast fühle ich mich versucht zu unserem Gott auszurufen: „Gott, mach die Wege der Gläubigen krummer und steiniger. Lass sie über Hürden und Hindernisse stolpern, damit sie wieder Hunger nach deinem Wort und deinen Weisungen bekommen!“
1.Kor.14,28 "Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache[nrede], hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung." (nach der Elberfelder Übers.)
Charly
In der letzten Zeit habe ich mehrfach Berichte gelesen, wie in den ersten Gemeinden die Treffen abgelaufen sind. Vieles war sehr einfach und hat mit den uns so bekannten Gottesdienstabläufen wenig gemein. Wenn wir uns z.B. die Wortbetrachtung ansehen, so hat dort Niemand der Versammlung der Christen gepredigt. Jemand aus der Runde las ein Bibelwort vor (oder besser zitierte es aus dem Gedächtnis) oder brachte ein Thema ein. Das konnte Jeder sein, der z.B. lesen konnte oder fähig und mutig genug war etwas vorzutragen, dafür waren keine speziell geschulte Mitglieder notwendig. Dieser brachte dies also ein und sagte ein paar Gedanken dazu. Dann übergab er/sie das Thema der Versammlung und nun war Jeder aufgefordert Kommentare sowie andere Schriftstellen dazu zu ergänzen.
So etwas gefällt mir. Ich mag es eigentlich, wenn Christen reif werden und nicht vorgedachte Lehren einfach nur schlucken. Das müsste man doch auch in den Hausgemeinden gut umsetzen können........... oder?
Wer die Überschrift gelesen hat, ahnt was jetzt kommt: Ich mache an vielen Plätzen die Erfahrung, dass man so mit Christen kaum arbeiten kann. Warum nicht? Weil sie in ihren Gedanken zu den vorgebrachten Themen keine Verbindung zu anderen Bibelstellen finden. Und warum finden sie diese nicht? Weil sie ihre Bibel nicht kennen, denn sie lesen sie nicht.
Bringe ich ein Thema vor und nenne dazu eine Bibelstelle und frage nun: „Was fällt euch dazu ein?“ folgt oft schlicht Schweigen. Oder ich frage: „da war doch noch eine Stelle, wo ähnliches gesagt wurde, wer weiß grad wo die sein könnte?“ folgt oft auch Schweigen oder ratloses Stirnrunzeln.
Mehr und mehr treffe ich auf langjährige Christen, denn man erst in ihrer Bibel zeigen muss, wo z.B. der Jakobusbrief zu finden ist. Das zeigt mir, dass sie ihr eigenes Buch / ihre eigene Bibel nicht lesen.
Wem will ich nun Vorwürfe machen? Ich will Niemanden etwas vorwerfen, ich möchte auf etwas aufmerksam machen.
Wir haben eine Jahrhunderte alte Tradition regelmäßig in einen Gottesdienst zu kommen und dort Lesungen und Predigten vorgetragen zu bekommen. Wir sind es gewohnt, dass wir nicht selber wissen müssen, wo was in der Bibel steht. Und Heutzutage ist es ja noch „besser“, denn Heute wird in vielen Gemeinden nicht mehr aufgefordert seine eigene Bibel aufzuschlagen und mitzulesen. Heute werden dort die Bibelverse per Beamer auf eine Leinwand projiziert. So bleibt es dem Gottesdienstbesucher noch nicht mal in seinem visuellen Gedächtnis verhaftet, wo in seiner Bibel dieser Vers zu finden ist. In so manchen Gemeinden ist es auch schon lange nicht mehr Sitte überhaupt eine eigene Bibel mit zum Gottesdienst zu bringen.
Des weiteren haben wir gelernt uns damit zu begnügen, dass es besonders begabte, geschulte und berufene Leute in unseren Gemeinden gibt, die quasi für uns die Bibel studieren und uns die Ergebnisse mundgerecht servieren. Ja selbst das kauen haben wir verlernt – wir schlucken nur noch.
Eigentlich müssten wir einen Streik ausrufen. Einen Streik Derer, von denen erwartet wird die Bibel zu kennen und ihre Studien häppchenweise zu servieren. Gerade in unseren Hausgemeinden sollten wir anfangen wieder jeden Einzelnen aufzufordern seine Bibel zu lesen und sich am Austausch zu beteiligen.
Hier am Ort gibt es eine kleine Versammlung von Christen, auf die andere Gemeinden in der Umgebung schon seit Jahren etwas arrogant herabschauen. Es gibt verschiedenste Vorbehalte dieser Versammlung gegenüber. Es ist auch eine besondere Versammlung. Denn dort kommen Christen zusammen, die woanders nicht so gerne gesehen werden – deren Leben nicht so strikt fromm geradeaus verläuft. Ich werde dorthin immer wieder zum predigen eingeladen und komme sehr gerne. Denn so konfus das Leben so mancher der Besucher dort auch sein mag, dort brauche ich nicht nach ergänzenden Bibelstellen fragen – sie werden einfach mitten in die Predigt eingeworfen. Halleluja! Diese Christen, deren Leben nicht so fromm-konform erscheinen lesen und kennen ihre Bibel. Immer haben wir angeregte interaktive Versammlungen – zumindest wie ich das beurteilen kann. Bei ihnen ist ein Hunger nach Gottes Wort und Weisung zu spüren, wie ich es in so vielen Gemeinden vermisse. Es mag sein, dass dies dadurch kommt, dass sie für ihre – nicht so gerade verlaufenden – Leben genau das brauchen.
Fast fühle ich mich versucht zu unserem Gott auszurufen: „Gott, mach die Wege der Gläubigen krummer und steiniger. Lass sie über Hürden und Hindernisse stolpern, damit sie wieder Hunger nach deinem Wort und deinen Weisungen bekommen!“
1.Kor.14,28 "Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache[nrede], hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung." (nach der Elberfelder Übers.)
Charly
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Mittwoch, 18. April 2007
Zum Thema Gemeindegründung in Europa
risced, 21:18h
Flori Bärtsch bei der letzten Schule für Gemeindegründer 2006 spricht über apostolische reformation 1 (mp3, 1,950 KB)
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Mittwoch, 18. April 2007
Merkmale der Hauskirchen oder Hausgemeinden
risced, 01:15h
1. Die Eigenständigkeit und das Losgelöstsein von herkömmlichen Gemeinden, Kirchen, Konfessionen und Denomnationen ist ein vorrangiges Kennzeichen von echten Hauskirchen.
2. Normalerweise gibt es keinen Pastor, Priester, Lehrer oder ähnliches in der Hauskirche. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Laien und Klerus, man versucht "allgemeines Priestertum" ganz praktisch umzusetzen. "Leiter" im weitesten Sinne sind vom Charakter wie Väter und Mütter. Von der Achtung ihnen gegenüber und der Autorität die ihnen eingeräumt wird, verhalten sie sich wie die Ältesten der Gemeinde.
3. Die einzelne Hausgemeinde wird als Familie bzw. Großfamilie verstanden. Ihre Strukturen und Beziehungen sind dieser ensprechend nachempfunden. Die Überschaubarkeit und das enge Beziehungsgeflecht wird sehr wichtig genommen - es wird als das pulsierende Leben im Leib Jesu angesehen.
4. Das charismatische Gemeindeleben einer Hauskirche soll 1.Kor.14,28 wiederspiegeln: "Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache[nrede], hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung." (nach der Elberfelder Übers.)Die Beteiligung aller mit ihren Gaben und Fähigkeiten am Gemeindeleben wird in der Hauskirche betont.
5. Besonders Ziel ist es intakte Beziehungen innerhalb der Hauskirche herzustellen. Einander lieben, einander annehmen, einander dienen, einander korrigieren, einander helfen, füreinander da sein und viele andere "Einanders", wie wir sie in der Bibel finden, stehen im Mittelpunkt der Gemeinschaft.
6. Die gegenseitige Vernetzung mit anderen Hauskirchen wird als Ideal für den Zusammenhalt vieler Hauskirchen in einem losen Verband angesehen. Dadurch soll auch eine Art Korrektur erfolgen und sicher gestellt werden, dass eine Hauskirche nicht in Isolation und Irrlehre abdriftet.
7. Mobile Dienste (Apostel, Propheten, Evanglisten, Lehrer) sollen idealerweise innerhalb der Netzwerke von Hauskirchen zirkulieren, um apostlische Lehre und prophetische Einsicht zu vermitteln und, wenn es nötig ist Korrektur und Ausrichtung zugeben.
8. Jüngerschaft soll in der Hausgemeinde groß geschrieben werden. Wichtiger als der Aufbau einer Gemeindeorganisation ist der Aufbau echter Jüngerschaftsbeziehungen, in denen erfahrene Gläubige durch ihr Vorbild "jüngere" Gläubige anleiten, ein Leben in Hingabe und Glaube an Christus zu führen.
9. Ohne Reproduktion keine echte Hauskirche, das ist die Devise der Hauskirchenbewegung. Durch schnelles Vervielfältigen der kleinen Hausgemeinden entsteht immer wieder eine neue "Frische". Der Heilige Geist kann immer wieder neu führen, die Gefahr der Tradition wird eingedämmt und das Wachstum der Gemeinde erfolgt weniger durch Addition, sondern mehr durch Multiplikation. Eine "Mutterhausgemeinde" kann in kürzester Zeit ein Kind (eine neue Hausgemeinde) zur Welt bringen.
ric
2. Normalerweise gibt es keinen Pastor, Priester, Lehrer oder ähnliches in der Hauskirche. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Laien und Klerus, man versucht "allgemeines Priestertum" ganz praktisch umzusetzen. "Leiter" im weitesten Sinne sind vom Charakter wie Väter und Mütter. Von der Achtung ihnen gegenüber und der Autorität die ihnen eingeräumt wird, verhalten sie sich wie die Ältesten der Gemeinde.
3. Die einzelne Hausgemeinde wird als Familie bzw. Großfamilie verstanden. Ihre Strukturen und Beziehungen sind dieser ensprechend nachempfunden. Die Überschaubarkeit und das enge Beziehungsgeflecht wird sehr wichtig genommen - es wird als das pulsierende Leben im Leib Jesu angesehen.
4. Das charismatische Gemeindeleben einer Hauskirche soll 1.Kor.14,28 wiederspiegeln: "Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache[nrede], hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung." (nach der Elberfelder Übers.)Die Beteiligung aller mit ihren Gaben und Fähigkeiten am Gemeindeleben wird in der Hauskirche betont.
5. Besonders Ziel ist es intakte Beziehungen innerhalb der Hauskirche herzustellen. Einander lieben, einander annehmen, einander dienen, einander korrigieren, einander helfen, füreinander da sein und viele andere "Einanders", wie wir sie in der Bibel finden, stehen im Mittelpunkt der Gemeinschaft.
6. Die gegenseitige Vernetzung mit anderen Hauskirchen wird als Ideal für den Zusammenhalt vieler Hauskirchen in einem losen Verband angesehen. Dadurch soll auch eine Art Korrektur erfolgen und sicher gestellt werden, dass eine Hauskirche nicht in Isolation und Irrlehre abdriftet.
7. Mobile Dienste (Apostel, Propheten, Evanglisten, Lehrer) sollen idealerweise innerhalb der Netzwerke von Hauskirchen zirkulieren, um apostlische Lehre und prophetische Einsicht zu vermitteln und, wenn es nötig ist Korrektur und Ausrichtung zugeben.
8. Jüngerschaft soll in der Hausgemeinde groß geschrieben werden. Wichtiger als der Aufbau einer Gemeindeorganisation ist der Aufbau echter Jüngerschaftsbeziehungen, in denen erfahrene Gläubige durch ihr Vorbild "jüngere" Gläubige anleiten, ein Leben in Hingabe und Glaube an Christus zu führen.
9. Ohne Reproduktion keine echte Hauskirche, das ist die Devise der Hauskirchenbewegung. Durch schnelles Vervielfältigen der kleinen Hausgemeinden entsteht immer wieder eine neue "Frische". Der Heilige Geist kann immer wieder neu führen, die Gefahr der Tradition wird eingedämmt und das Wachstum der Gemeinde erfolgt weniger durch Addition, sondern mehr durch Multiplikation. Eine "Mutterhausgemeinde" kann in kürzester Zeit ein Kind (eine neue Hausgemeinde) zur Welt bringen.
ric
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Sonntag, 15. April 2007
5. Hauskirchentag in Bochum mit Bruder Yun
risced, 01:00h
Dieser Hauskirchentag war anders als die bisherigen.
Doppelt oder dreifach so viele Teilnehmer wie sonst (ich schätze 150) und ein Sprecher nicht aus der westlichen Welt, sondern aus China.
Bruder Yun, der "Himmelbürger" (siehe Buch unten links), wie er überall genannt wird, lebt seit Ende der 90er mit seiner Familie in Deutschland, bei dem Hilfswerk AVC.
Durch seine Worte ermutigte er die Zuhörer sich bereit zu machen, das Evangelium unerschrocken überall zu verkündigen und in Hausgemeinden zu leben.
(Mehr in seinem Buch)
Trotz der Erwartung mancher sprach Yun relativ wenig über seine schrecklichen Erfahrungen in den chinesischen Gefängnissen, stattdessen versuchte er einzelne Schlüsselerlebnisse als Impulse für geistliches Wachstum weiterzugeben. ric
Doppelt oder dreifach so viele Teilnehmer wie sonst (ich schätze 150) und ein Sprecher nicht aus der westlichen Welt, sondern aus China.
Bruder Yun, der "Himmelbürger" (siehe Buch unten links), wie er überall genannt wird, lebt seit Ende der 90er mit seiner Familie in Deutschland, bei dem Hilfswerk AVC.
Trotz der Erwartung mancher sprach Yun relativ wenig über seine schrecklichen Erfahrungen in den chinesischen Gefängnissen, stattdessen versuchte er einzelne Schlüsselerlebnisse als Impulse für geistliches Wachstum weiterzugeben. ric
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Dienstag, 10. April 2007
Interview mit Keíth Smith - zum Thema Hausgemeinden in Deutschland
risced, 15:37h
Interviewer Richard Schutty, Hausgemeinde in Essen, Dinnendahlstrasse, am 23.03.07
(Video 90 mb/ 24 min)
(Video 90 mb/ 24 min)
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Freitag, 6. April 2007
Zum Passahfest Hilfsgüter und das Evangelium in Israel
risced, 19:49h
Johi zeigt auf ihrem Blog ein Bild und Video über die Aktion, die nicht ungefährlich ist: Johis Blog

Wenn du auf das Banner klickst, öffnet sich die Seite von Josef und Nurit und "The gate of the valley one of Zion"

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Freitag, 30. März 2007
Gedanken über Hauskirchen und eine kommende Ausgießung des Heiligen Geistes
risced, 14:56h
von Maurice Smith
Zunächst führt der Autor aus, wie in den letzten drei Jahrhunderten Gott immer wieder Ausgießungen des Heiligen Geistes gab, um die Gemeinden zu erneuern. Immer hatte es zu tun mit einer Hilflosigkeit der Christen und einer Bewegung der Buße.
Er meint, dass wir uns in der westlichen Welt wieder an einem solchen Punkt befinden. Es sei notwendig, die eigenen Gemeindeprogramme zu beenden und in bußfertiger Haltung Gottes Agenda für uns anzunehmen.
Abschließend betont er besonders:
“Es ist gut, wenn wir in all dem die Bedeutung der Hauskirchen- Netzwerke erkennen. Die kommende Ausgießung des Heiligen Geistes ist eine Bewegung des Geistes Gottes, die von „Haus zu Haus“ geht, so wie es in Apostelgeschichte 2-4 zu lesen ist. Die Frage ist, bewegen wir uns schon von Haus zu Haus? Vernetzen wir uns und erzählen den anderen Hausgemeinden was Gott bei uns tut, damit sie informiert und ermutigt werden?
Warum ist das wichtig? Weil es möglich ist, dass viele Leute und viele Hausgemeinden die kommende Bewegung Gottes wegen Isolation und Unbußfertigkeit verpassen könnten.
Wie sieht es bei dir aus? Einer meiner prophetisch begabten Freunde, der schon seit mehreren Jahren intensiv betet, um sich vorzubereiten, hörte direkt vom Herrn: „Viele werden berührt, aber nur wenige werden voll hineinsteigen“.
Das macht mir Angst, denn das könnte auch bei uns in der Hauskirchenbewegung so geschehen. Eine andere prophetische Person der ich vertraue, hatte einen Traum, wo sie und ihr Ehemann in einem Flughafen versuchten ein Flugzeug zu bekommen. Sie wurden auf einen falschen Weg geführt und kamen in Verwirrung. Als sie endlich den Abflugbereich erreichten, startete das Flugzeug ohne sie. Mit Tränen in den Augen erwachte sie.
Die Botschaft war deutlich, eine Warnung für sie und für alle, die Ohren zum Hören haben. Es ist möglich, die kommende Bewegung zu verpassen. Was können wir dann als Entschuldigung bringen. Ich hoffe, du wirst nicht gegen Vernetzung mit anderen Hausgemeinden sein, um den Fluß zu erleben, der von Hausgemeinde zu Hausgemeinde fließen wird.
übertragen von house2house und übersetzt von Richard Schutty
Originally Published in the Parousia Weekly Update Letter For The Week of March 16, 2007 – by Maurice Smith newsletter@parousianetwork.org
Zunächst führt der Autor aus, wie in den letzten drei Jahrhunderten Gott immer wieder Ausgießungen des Heiligen Geistes gab, um die Gemeinden zu erneuern. Immer hatte es zu tun mit einer Hilflosigkeit der Christen und einer Bewegung der Buße.
Er meint, dass wir uns in der westlichen Welt wieder an einem solchen Punkt befinden. Es sei notwendig, die eigenen Gemeindeprogramme zu beenden und in bußfertiger Haltung Gottes Agenda für uns anzunehmen.
Abschließend betont er besonders:
“Es ist gut, wenn wir in all dem die Bedeutung der Hauskirchen- Netzwerke erkennen. Die kommende Ausgießung des Heiligen Geistes ist eine Bewegung des Geistes Gottes, die von „Haus zu Haus“ geht, so wie es in Apostelgeschichte 2-4 zu lesen ist. Die Frage ist, bewegen wir uns schon von Haus zu Haus? Vernetzen wir uns und erzählen den anderen Hausgemeinden was Gott bei uns tut, damit sie informiert und ermutigt werden?
Warum ist das wichtig? Weil es möglich ist, dass viele Leute und viele Hausgemeinden die kommende Bewegung Gottes wegen Isolation und Unbußfertigkeit verpassen könnten.
Wie sieht es bei dir aus? Einer meiner prophetisch begabten Freunde, der schon seit mehreren Jahren intensiv betet, um sich vorzubereiten, hörte direkt vom Herrn: „Viele werden berührt, aber nur wenige werden voll hineinsteigen“.
Das macht mir Angst, denn das könnte auch bei uns in der Hauskirchenbewegung so geschehen. Eine andere prophetische Person der ich vertraue, hatte einen Traum, wo sie und ihr Ehemann in einem Flughafen versuchten ein Flugzeug zu bekommen. Sie wurden auf einen falschen Weg geführt und kamen in Verwirrung. Als sie endlich den Abflugbereich erreichten, startete das Flugzeug ohne sie. Mit Tränen in den Augen erwachte sie.
Die Botschaft war deutlich, eine Warnung für sie und für alle, die Ohren zum Hören haben. Es ist möglich, die kommende Bewegung zu verpassen. Was können wir dann als Entschuldigung bringen. Ich hoffe, du wirst nicht gegen Vernetzung mit anderen Hausgemeinden sein, um den Fluß zu erleben, der von Hausgemeinde zu Hausgemeinde fließen wird.
übertragen von house2house und übersetzt von Richard Schutty
Originally Published in the Parousia Weekly Update Letter For The Week of March 16, 2007 – by Maurice Smith newsletter@parousianetwork.org
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Our Vision: Floyd and Sally McClung in Südafrika
risced, 02:38h
Floyd und Sally (siehe Blog unter "andere blogs") gehören seit mehr als 25 Jahren zu Jugend mit Einer Mission (YWAM). Sie lebten in Kabul, in Amsterdam, in Deutschland, Österreich und Amerika und sind jetzt wieder in Pionierarbeit in Südafrika. Ihr Statement hat mich begeistert, wenn ein Leser möchte, dass ich es übersetze, dann werd ich es tun.
Hier der Text:
"We are focused on “simple church” but not to the exclusion of the rest of the body of Christ. We are excited about small, simple churches because God’s spirit is moving through them to touch Africa with a new expression of the kingdom. The tremendous explosion of church planting movements worldwide has caught our attention. There is no more significant factor in the growth of the church around the globe than the re-discovery of the power of small, simple, easily reproducible churches. God is breathing on this form of church, and therefore, we believe we should pay attention to what He is doing and work with Him.
The principles that make small, simple churches work well help individuals grow spiritually. They produce ownership, accountability, spontaneity, involvement, responsibility and growth in people’s lives. Simple church practices call African leaders to a new level of personal accountability and a new style of leading. This way of doing church is not glamorous or easy, but it is right. It functions well if those who do it spend time daily with Jesus, invest their lives by discipling a few people at a time, and share Jesus with those they live and work with.
This approach to mission is based on four assumptions about the kingdom of God.
- Holistic versus dualistic spirituality
- Apostolic versus hierarchical leadership
- Incarnational versus attractional mission
- Simple versus institutional church
Hier der Text:
"We are focused on “simple church” but not to the exclusion of the rest of the body of Christ. We are excited about small, simple churches because God’s spirit is moving through them to touch Africa with a new expression of the kingdom. The tremendous explosion of church planting movements worldwide has caught our attention. There is no more significant factor in the growth of the church around the globe than the re-discovery of the power of small, simple, easily reproducible churches. God is breathing on this form of church, and therefore, we believe we should pay attention to what He is doing and work with Him.
The principles that make small, simple churches work well help individuals grow spiritually. They produce ownership, accountability, spontaneity, involvement, responsibility and growth in people’s lives. Simple church practices call African leaders to a new level of personal accountability and a new style of leading. This way of doing church is not glamorous or easy, but it is right. It functions well if those who do it spend time daily with Jesus, invest their lives by discipling a few people at a time, and share Jesus with those they live and work with.
This approach to mission is based on four assumptions about the kingdom of God.
- Holistic versus dualistic spirituality
- Apostolic versus hierarchical leadership
- Incarnational versus attractional mission
- Simple versus institutional church
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Donnerstag, 29. März 2007
Das Diotrephes- Syndrom
risced, 14:38h
Johannes, der Jünger Jesu lebte Mitte bis Ende des 1. Jahrhunderts in Ephesus und schrieb dort einen Brief, den wir als den 3. Johannesbrief kennen.
Er stammt etwa aus dem Jahre 90 n. Chr. und soll die Aufnahme des reisenden Dieners Demetrius sicherstellen. Johannes wandte sich dabei an Gajus, da dieser durch seine Liebe zur Wahrheit und zur Gastfreundschaft in der Gemeinde bekannt war. Damals war es üblich, dass Apostel, Propheten, Evangelisten und Lehrer umherzogen und die Gemeinden der römischen Welt besuchten, um ihnen mit dem Evangelium zu dienen. Demetrius war einer dieser „Wanderprediger“, der bald kommen wollte. Dazu gab ihm Johannes ein Empfehlungsschreiben für Gajus mit, das uns heute in Form dieses Briefes vorliegt.
Diotrephes und Gajus waren gleichberechtigte Älteste in der Gemeinde, doch traten sie in ihrer Einstellung und in ihrem Verhalten recht unterschiedlich auf. Gajus pflegte eine gute Beziehung zu dem Apostel Johannes und war offen für dessen Rat und Hilfe. Er gewährte gerne Gastfreundschaft und nahm die reisenden Dienste wohlwollend auf. Während Diotrephes den Einfluss des Apostels blockieren wollte und kein Interesse an den Diensten hatte. Vermutlich gab es noch einen anderen Brief, den Diotrephes verschwinden ließ, deshalb gibt er diesen Biref Demetrius als Empfehlungsschreiben mit und richtet es direkt an Gajus und an die Gemeinde.
In dem Schreiben wird deutlich, dass Diotrephes die Gemeinde dominieren und allein Autorität über sie ausüben wollte, so lesen wir „Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der erste sein will, nimmt uns nicht an“.
Schon in der Vergangenheit hatte dieser Älteste den reisenden Diensten den Eintritt in die Gemeinde verwehrt. Wahrscheinlich hatte er Angst, seine Autoritätsstellung nicht weiter ausbauen zu können, denn er wollte in Zukunft die Geschicke der Gemeinde alleine lenken. Die reisenden Dienste waren eine Herausforderung gegenüber der Stellung, die Diotrephes einnahm und auch behalten wollte. Deshalb konnte er sie nicht dulden.
Die meisten christlichen Versammlungen wurden in dieser Zeit immer noch von einer Gruppe von Ältesten geleitet. Der „monarchische Episkopat“, ein Leiter, der als Autorität über den Ältesten stand (Bischof - Priester - Pastor) hatte sich noch nicht durchgesetzt. Doch schon waren die ersten Vorboten zu erkennen. Durchsetzen konnte sich diese erste Leiterhierarchie in den Gemeinden erst ab ca. 100 n. Chr, nach dem die letzten Apostel des Herrn (Jesu Jünger) gestorben waren. Die umherreisenden Prediger hatten es dann immer schwerer, von den erstarkten Bischöfen der Gemeinden akzeptiert zu werden. (siehe Artikel hier „Antiochien, die erste heidenchristliche Gemeinde in Syrien“)
Der Apostel Johannes blieb dem Beispiel Jesu treu und versuchte die geistgeleitete Dienststruktur der Gemeinde zu bewahren. Das einzige Schutzmittel, welches er anwandte, war der Hinweis auf die Wahrheit, die in der Sendung der Arbeiter deutlich wird. Die Bevollmächtigung eines Diener Gottes beruhte einzig und allein in ihr. Es gab keine andere Bevollmächtigung, durch welche die Sendung solcher Prediger bestätigt worden wäre.
Leider wurde auch hier später die „Apostolische Sukzession“ eingeführt, um die Bevollmächtigung und Nachfolge durch Kirchengesetze zu regeln und durch Ordination von Priester zu Priester weiterzugeben. Das bedeutete das Aus der geistgewirkten Gemeindestruktur.
Die Frage, ob reisende Dienste aufgenommen oder nicht aufgenommen werden sollten, fand ihre Beantwortung einzig und allein in der Lehre, die sie brachten. Der Apostel wandte kein anderes Mittel an, um die Berechtigung ihrer Sendung zu prüfen. Die Wahrheit selbst sollte der einzige Prüfstein für solche sein, die sich als Diener des Herrn bekennen. Wenn die Apostel es unternommen hätten, Prediger des Wortes zu bevollmächtigen und offiziell auszusenden, oder wenn sie einen Ausschuss damit beauftragt hätten, solche zu ordinieren, hätten sie in das souveräne Handeln des Heiligen Geistes eingegriffen. (Siehe Apg. 13.1-2)
Aber genau das versuchte Diotrephes eigenmächtig zu blockieren. Die Wahrheit der Botschaft und die Liebe in Form der Gastfreundschaft waren ihm nicht wichtig. Es ging ihm in erster Linie um die eigene Autorität und um seinen Einfluss in der Versammlung. Um seine Stellung zu verteidigen, wies er sogar den Apostel an, und lehnte die Brüder ab, die in der Versammlung dienen wollten. Er hatte seine eigene Vorstellung, wie die Gemeinde „gebaut werden“ sollte und maßte sich an, ohne die Dienste aus Eph. 4,11 arbeiten zu können. Damit wurde er zu einem Symbol für die spätere institutionelle Kirchenhierarchie und für das langsame Aussterben der reisenden Dienste, die im Epheserbrief benannt werden.
Ric
Er stammt etwa aus dem Jahre 90 n. Chr. und soll die Aufnahme des reisenden Dieners Demetrius sicherstellen. Johannes wandte sich dabei an Gajus, da dieser durch seine Liebe zur Wahrheit und zur Gastfreundschaft in der Gemeinde bekannt war. Damals war es üblich, dass Apostel, Propheten, Evangelisten und Lehrer umherzogen und die Gemeinden der römischen Welt besuchten, um ihnen mit dem Evangelium zu dienen. Demetrius war einer dieser „Wanderprediger“, der bald kommen wollte. Dazu gab ihm Johannes ein Empfehlungsschreiben für Gajus mit, das uns heute in Form dieses Briefes vorliegt.
Diotrephes und Gajus waren gleichberechtigte Älteste in der Gemeinde, doch traten sie in ihrer Einstellung und in ihrem Verhalten recht unterschiedlich auf. Gajus pflegte eine gute Beziehung zu dem Apostel Johannes und war offen für dessen Rat und Hilfe. Er gewährte gerne Gastfreundschaft und nahm die reisenden Dienste wohlwollend auf. Während Diotrephes den Einfluss des Apostels blockieren wollte und kein Interesse an den Diensten hatte. Vermutlich gab es noch einen anderen Brief, den Diotrephes verschwinden ließ, deshalb gibt er diesen Biref Demetrius als Empfehlungsschreiben mit und richtet es direkt an Gajus und an die Gemeinde.
In dem Schreiben wird deutlich, dass Diotrephes die Gemeinde dominieren und allein Autorität über sie ausüben wollte, so lesen wir „Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der erste sein will, nimmt uns nicht an“.
Schon in der Vergangenheit hatte dieser Älteste den reisenden Diensten den Eintritt in die Gemeinde verwehrt. Wahrscheinlich hatte er Angst, seine Autoritätsstellung nicht weiter ausbauen zu können, denn er wollte in Zukunft die Geschicke der Gemeinde alleine lenken. Die reisenden Dienste waren eine Herausforderung gegenüber der Stellung, die Diotrephes einnahm und auch behalten wollte. Deshalb konnte er sie nicht dulden.
Die meisten christlichen Versammlungen wurden in dieser Zeit immer noch von einer Gruppe von Ältesten geleitet. Der „monarchische Episkopat“, ein Leiter, der als Autorität über den Ältesten stand (Bischof - Priester - Pastor) hatte sich noch nicht durchgesetzt. Doch schon waren die ersten Vorboten zu erkennen. Durchsetzen konnte sich diese erste Leiterhierarchie in den Gemeinden erst ab ca. 100 n. Chr, nach dem die letzten Apostel des Herrn (Jesu Jünger) gestorben waren. Die umherreisenden Prediger hatten es dann immer schwerer, von den erstarkten Bischöfen der Gemeinden akzeptiert zu werden. (siehe Artikel hier „Antiochien, die erste heidenchristliche Gemeinde in Syrien“)
Der Apostel Johannes blieb dem Beispiel Jesu treu und versuchte die geistgeleitete Dienststruktur der Gemeinde zu bewahren. Das einzige Schutzmittel, welches er anwandte, war der Hinweis auf die Wahrheit, die in der Sendung der Arbeiter deutlich wird. Die Bevollmächtigung eines Diener Gottes beruhte einzig und allein in ihr. Es gab keine andere Bevollmächtigung, durch welche die Sendung solcher Prediger bestätigt worden wäre.
Leider wurde auch hier später die „Apostolische Sukzession“ eingeführt, um die Bevollmächtigung und Nachfolge durch Kirchengesetze zu regeln und durch Ordination von Priester zu Priester weiterzugeben. Das bedeutete das Aus der geistgewirkten Gemeindestruktur.
Die Frage, ob reisende Dienste aufgenommen oder nicht aufgenommen werden sollten, fand ihre Beantwortung einzig und allein in der Lehre, die sie brachten. Der Apostel wandte kein anderes Mittel an, um die Berechtigung ihrer Sendung zu prüfen. Die Wahrheit selbst sollte der einzige Prüfstein für solche sein, die sich als Diener des Herrn bekennen. Wenn die Apostel es unternommen hätten, Prediger des Wortes zu bevollmächtigen und offiziell auszusenden, oder wenn sie einen Ausschuss damit beauftragt hätten, solche zu ordinieren, hätten sie in das souveräne Handeln des Heiligen Geistes eingegriffen. (Siehe Apg. 13.1-2)
Aber genau das versuchte Diotrephes eigenmächtig zu blockieren. Die Wahrheit der Botschaft und die Liebe in Form der Gastfreundschaft waren ihm nicht wichtig. Es ging ihm in erster Linie um die eigene Autorität und um seinen Einfluss in der Versammlung. Um seine Stellung zu verteidigen, wies er sogar den Apostel an, und lehnte die Brüder ab, die in der Versammlung dienen wollten. Er hatte seine eigene Vorstellung, wie die Gemeinde „gebaut werden“ sollte und maßte sich an, ohne die Dienste aus Eph. 4,11 arbeiten zu können. Damit wurde er zu einem Symbol für die spätere institutionelle Kirchenhierarchie und für das langsame Aussterben der reisenden Dienste, die im Epheserbrief benannt werden.
Ric
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Montag, 26. März 2007
Keith Smith: "Lokale und mobile Dienste und ihre Bedeutung in der Vernetzung der Hausgemeinden"
risced, 17:40h
Der Dienst und die Vernetzung in der Hausgemeinde
Eindruck/ Bild nach dem Lobpreis:
1. „Wenn der Herr das Haus nicht baut, bauen die Bauleute umsonst“. 2. „Ein Feuerring“ - Interpretation: Aus Sacharja, da heißt es, Jerusalem soll keine Mauer haben, wegen der Menge an Leute in ihr. Gott Selbst wird eine feurige Mauer um sie sein. (Sacharja 2,8-9)
Keith: Gott kennt nur eine Gemeinde in der Stadt und das ist seine Gemeinde, bestehend aus allen Gemeinden und Hausgemeinden. Gott kann eine Art Ältestenschaft in der Stadt zusammenbringen, die Verantwortung für die Stadtgemeinde übernehmen.
1. Wir bauen Mauern um unsere Gemeinde herum, aber wir selbst sollen auch keine Mauern um uns herum bauen, weder um unsere Hausgemeinde, zur Abgrenzung von den anderen Gemeinden in der Stadt, noch um unsere eigene Person innerhalb unserer Hausgemeinde. Gott ist unser Schutz und wir sollen die Beziehungen untereinander pflegen und aufbauen.
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Eindruck/ Bild nach dem Lobpreis:
1. „Wenn der Herr das Haus nicht baut, bauen die Bauleute umsonst“. 2. „Ein Feuerring“ - Interpretation: Aus Sacharja, da heißt es, Jerusalem soll keine Mauer haben, wegen der Menge an Leute in ihr. Gott Selbst wird eine feurige Mauer um sie sein. (Sacharja 2,8-9)
Keith: Gott kennt nur eine Gemeinde in der Stadt und das ist seine Gemeinde, bestehend aus allen Gemeinden und Hausgemeinden. Gott kann eine Art Ältestenschaft in der Stadt zusammenbringen, die Verantwortung für die Stadtgemeinde übernehmen.
1. Wir bauen Mauern um unsere Gemeinde herum, aber wir selbst sollen auch keine Mauern um uns herum bauen, weder um unsere Hausgemeinde, zur Abgrenzung von den anderen Gemeinden in der Stadt, noch um unsere eigene Person innerhalb unserer Hausgemeinde. Gott ist unser Schutz und wir sollen die Beziehungen untereinander pflegen und aufbauen.
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